Enderlin (Inderlin), Vogt zu Herteneck, bekundet, von dem Spitalmeister des Esslingen Katharinenspitals, Bruder Johans dem Herter, und den Brüdern und Schwestern des Spitals sowie den Spitalpflegern die Hälfte des sogenannten Grübingers Hofs in [Neckar-] Weihingen (Wyhingen, Wihingen) als Erblehen empfangen zu haben. Diese Hofhälfte hatte das Spital einst von dem Edelknecht Walther von Erenfels und seiner Ehefrau Adelheid gekauft. Enderlin hatte die andere Hälfte von Burhard vom Stain von Arnegg gekauft. Zu dem gesamten Hof gehören eine Hofraite im Dorf Weihingen unter dem Kirchhof bei der Hofraite des Albrecht Stork, 75 Morgen Acker und 7 Stück Wiesen, wie es der alte Kaufbrief des Spitals ausweist. Enderlin hat jährlich auf St. Michel je 3 Scheffel Roggen, Dinkel und Haber an das Spital abzugeben. Entgegen dem alten Kaufbrief verbleiben ihm aber das Hellergeld, die Hühner und Gänse sowie ehemalige Abgaben von 2 Simrl Dinkel und 4 Simri Roggen. Dafür erhält das Spital 1 Pfund Heller aus dem Gut der Mühle zu Hertneck und der Halde dahinter sowie 1 Simri Ölabgabe, die Hans Hauselin, der Bruder Wortwins des Fischers, aus der Hofstatt gibt, die Albrecht dem Dürren gehörte. Ausgenommen von der Belehnung sind 3 1/2 Morgen Äcker im Kürnbach, die Eigentum des Enderlin sein sollen. Die Weingarten des Spitals, die im alten Kaufbrief stehen, nämlich 3 1/2 und 2 Morgen zu Hoheneck und 3 Morgen zu Weihingen, sollen dem Spital und Enderlin gemeinsam zustehen, die Erträge daraus beiden zur Hälfte zufallen.