A Rep. 082-02 Buckower Kleinbahn (Bestand)
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A Rep. 082-02
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 6 Unternehmen der Wirtschaft >> A 6.2 Unternehmen der privaten Wirtschaft >> A Rep. 082 Eisenbahngesellschaften, Klein- und Privatbahnen
1907 - 1944
Vorwort: A Rep. 082-02 Buckower Kleinbahn
1. Institutionsgeschichte
Im August 1893 beantragte der Rat von Buckow beim Landrat des Kreises Lebus den Bau einer Bahnstrecke von Müncheberg nach Buckow, um eine Verbindung zur sog. ‚Ostbahn' zu bekommen. Die Kosten übernahmen Stadt, Kreis, Land, Staat und Privatinvestoren zu etwa gleichen Teilen. Mit dem Bau wurde die Firma Phillip Balke beauftragt, die die Strecke am 26. Juli 1897 dem Verkehr übergeben konnte. Die Strecke wurde als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm erbaut und mit Dampflokomotiven betrieben.
Nach Streitigkeiten zwischen den Orten Buckow und Wüste Sieversdorf (ab 1907 Waldsieversdorf) erhielt letzterer knapp neun Jahre nach dem Bau der Strecke im Juni 1906 auch einen eigenen Haltepunkt.
Wegen des zunehmenden Ausflugsverkehrs aus Berlin war die schmalspurige Kleinbahn dem Ansturm in den zwanziger Jahren nicht mehr gewachsen, ein Umbau der Strecke auf Normalspur war unausweichlich. Aufgrund der Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebs entschied man sich für eine Elektrifizierung mit 800 V Gleichstrom. 1929 wurde im laufenden Betrieb mit den Bauarbeiten begonnen, bereits am 15. Mai 1930 konnte der elektrische Betrieb aufgenommen werden, der letzte Kleinbahnzug fuhr am selben Tag.
Nach dem Krieg wurde die Strecke wegen der fehlenden Stromversorgung kurzzeitig noch einmal mit Dampfloks befahren, bevor 1947 die elektrischen Anlagen wieder hergestellt waren. Im Jahr 1950 wurde die Bahn schließlich der Berliner S-Bahn unterstellt.
2. Bestandsgeschichte
1946 wurde das Vermögen der Buckower Kleinbahn wie auch anderer brandenburgischer Kleinbahnen von der sowjetischen Verwaltung enteignet. 1948 übernahm eine neu gegründete ‚Vereinigung Volkseigener Betriebe Landesbahnen Brandenburg' Betriebsvermögen und Betriebszuständigkeit der Kleinbahnen. 1949 wurde deren Betrieb dann von der Deutschen Reichsbahn übernommen.
Die bei den Gesellschaften vorhandenen Altunterlagen waren bei der Enteignung mit übernommen worden. Sie wurden schließlich zusammen mit anderen Vorkriegsunterlagen der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer gelagert. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da es sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der BKB erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-02.
Die vorhandenen 11 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 11 AE (0,3 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LA Berlin, A Rep. 082-02, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur
Steiger, Klaus / Gottschalk, Detlef: 100 Jahre Buckower Kleinbahn
Frankfurt/Oder 1997 (Frankfurter Oder-Editionen)
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
1. Institutionsgeschichte
Im August 1893 beantragte der Rat von Buckow beim Landrat des Kreises Lebus den Bau einer Bahnstrecke von Müncheberg nach Buckow, um eine Verbindung zur sog. ‚Ostbahn' zu bekommen. Die Kosten übernahmen Stadt, Kreis, Land, Staat und Privatinvestoren zu etwa gleichen Teilen. Mit dem Bau wurde die Firma Phillip Balke beauftragt, die die Strecke am 26. Juli 1897 dem Verkehr übergeben konnte. Die Strecke wurde als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm erbaut und mit Dampflokomotiven betrieben.
Nach Streitigkeiten zwischen den Orten Buckow und Wüste Sieversdorf (ab 1907 Waldsieversdorf) erhielt letzterer knapp neun Jahre nach dem Bau der Strecke im Juni 1906 auch einen eigenen Haltepunkt.
Wegen des zunehmenden Ausflugsverkehrs aus Berlin war die schmalspurige Kleinbahn dem Ansturm in den zwanziger Jahren nicht mehr gewachsen, ein Umbau der Strecke auf Normalspur war unausweichlich. Aufgrund der Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebs entschied man sich für eine Elektrifizierung mit 800 V Gleichstrom. 1929 wurde im laufenden Betrieb mit den Bauarbeiten begonnen, bereits am 15. Mai 1930 konnte der elektrische Betrieb aufgenommen werden, der letzte Kleinbahnzug fuhr am selben Tag.
Nach dem Krieg wurde die Strecke wegen der fehlenden Stromversorgung kurzzeitig noch einmal mit Dampfloks befahren, bevor 1947 die elektrischen Anlagen wieder hergestellt waren. Im Jahr 1950 wurde die Bahn schließlich der Berliner S-Bahn unterstellt.
2. Bestandsgeschichte
1946 wurde das Vermögen der Buckower Kleinbahn wie auch anderer brandenburgischer Kleinbahnen von der sowjetischen Verwaltung enteignet. 1948 übernahm eine neu gegründete ‚Vereinigung Volkseigener Betriebe Landesbahnen Brandenburg' Betriebsvermögen und Betriebszuständigkeit der Kleinbahnen. 1949 wurde deren Betrieb dann von der Deutschen Reichsbahn übernommen.
Die bei den Gesellschaften vorhandenen Altunterlagen waren bei der Enteignung mit übernommen worden. Sie wurden schließlich zusammen mit anderen Vorkriegsunterlagen der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer gelagert. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da es sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der BKB erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-02.
Die vorhandenen 11 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 11 AE (0,3 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LA Berlin, A Rep. 082-02, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur
Steiger, Klaus / Gottschalk, Detlef: 100 Jahre Buckower Kleinbahn
Frankfurt/Oder 1997 (Frankfurter Oder-Editionen)
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 080 Eisenbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ