Übernahme des Gutes Haus Nr. 36 und walzender Stücke durch Johann Georg Maul in Unterartelshofen, nebst Ehevertrag desselben mit Kunigunda Scharrer
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E 49/II Nr. 3094
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
05.04.1815 - 23.07.1824
Enthält:
1815 April 5, Artelshofen: Michael (d. J.) Scharrer von Artelshofen und Georg Sperber von Engelthal, die Vormünder des Johann Georg Maul, Sohns und einzigen Erben des verstorbenen Hans (= Johann) Maul, übergeben diesem und seiner Verlobten Kunigunda Scharrer, Tochter des Michael Scharrer in Artelshofen, das väterliche Gut, Haus Nr. 36 in Unterartelshofen, samt Stadel, Backofen, einer Schupfe und einem Hausgarten. Das Haus ist im Kataster mit der Besitznr. 82 aufgeführt und der Herrschaft handlohnbar. Gerichtszeugen: Johann Hofer und Johann Schlenck, beide von Artelshofen.
1815: April 5: Übergabe von zwei walzenden Stücken durch obige Vormünder an ihr Mündel. Es handelt sich um eine Wiese auf der Au, 1782 durch den verstorbenen Vater von seinen Eltern übernommen - Nr. 82 im Steuerkataster -, und die Thorwiese - 1801 erworben und mit Nr. 83 bezeichnet -, beide in Unterartelshofen gelegen. Für diese Wiesen muss Maul seiner Stiefmutter Margaretha jährlich 15 Gulden zahlen. Gerichtszeugen: Wie vor.
1815 April 5: Ehevertrag (in duplo) zwischen Johann Georg Maul und Kunigunda Scharrer. Gerichtszeugen: Wie vor.
1824 Juli 23, Nürnberg: Schreiben des (Sekretärs Nikolaus Adam Konrad) Sack an den ehemaligen Patrimonialrichter (Johann Wilhelm) Köhler in Artelshofen.
Schreibt im Auftrag der Interessenten des aufgelösten Ebnerischen Fideikommiss'. Anbei Rücksendung des Inventars des Hans (= Johann) Maul von 1808 Januar 16, sowie der obigen Dokumente, welche gesiegelt und den Parteien ausgehändigt werden sollen. Da Johann Georg Maul bei Übernahme der Liegenschaften das einzige Kind seiner damals schon verstorbenen Eltern war, ist er laut Titel 23, Gesetz 13, § 5 der Nürnbergischen Reformation handlohnfrei zu stellen.
Zettel mit Nachträgen:
In den Protokollen fehlt das Handzeichen der damaligen Braut, nämlich 3 Kreuze. Dies ist der Vollständigkeit halber nachzuholen. In dem Dokument über die walzenden Stücke fehlt der Betrag der Ratenzahlungen.
1815 April 5, Artelshofen: Michael (d. J.) Scharrer von Artelshofen und Georg Sperber von Engelthal, die Vormünder des Johann Georg Maul, Sohns und einzigen Erben des verstorbenen Hans (= Johann) Maul, übergeben diesem und seiner Verlobten Kunigunda Scharrer, Tochter des Michael Scharrer in Artelshofen, das väterliche Gut, Haus Nr. 36 in Unterartelshofen, samt Stadel, Backofen, einer Schupfe und einem Hausgarten. Das Haus ist im Kataster mit der Besitznr. 82 aufgeführt und der Herrschaft handlohnbar. Gerichtszeugen: Johann Hofer und Johann Schlenck, beide von Artelshofen.
1815: April 5: Übergabe von zwei walzenden Stücken durch obige Vormünder an ihr Mündel. Es handelt sich um eine Wiese auf der Au, 1782 durch den verstorbenen Vater von seinen Eltern übernommen - Nr. 82 im Steuerkataster -, und die Thorwiese - 1801 erworben und mit Nr. 83 bezeichnet -, beide in Unterartelshofen gelegen. Für diese Wiesen muss Maul seiner Stiefmutter Margaretha jährlich 15 Gulden zahlen. Gerichtszeugen: Wie vor.
1815 April 5: Ehevertrag (in duplo) zwischen Johann Georg Maul und Kunigunda Scharrer. Gerichtszeugen: Wie vor.
1824 Juli 23, Nürnberg: Schreiben des (Sekretärs Nikolaus Adam Konrad) Sack an den ehemaligen Patrimonialrichter (Johann Wilhelm) Köhler in Artelshofen.
Schreibt im Auftrag der Interessenten des aufgelösten Ebnerischen Fideikommiss'. Anbei Rücksendung des Inventars des Hans (= Johann) Maul von 1808 Januar 16, sowie der obigen Dokumente, welche gesiegelt und den Parteien ausgehändigt werden sollen. Da Johann Georg Maul bei Übernahme der Liegenschaften das einzige Kind seiner damals schon verstorbenen Eltern war, ist er laut Titel 23, Gesetz 13, § 5 der Nürnbergischen Reformation handlohnfrei zu stellen.
Zettel mit Nachträgen:
In den Protokollen fehlt das Handzeichen der damaligen Braut, nämlich 3 Kreuze. Dies ist der Vollständigkeit halber nachzuholen. In dem Dokument über die walzenden Stücke fehlt der Betrag der Ratenzahlungen.
Archivale
Indexbegriff Person: Hofer, Johann (Artelshofen)
Indexbegriff Person: Köhler, Johann Wilhelm
Indexbegriff Person: Maul, Johann Georg
Indexbegriff Person: Maul, Kunigunda geb Scharrer
Indexbegriff Person: Sack, Nikolaus Adam Konrad
Indexbegriff Person: Scharrer, Kunigunda verh Maul
Indexbegriff Person: Scharrer, Margaretha
Indexbegriff Person: Scharrer, Michael d. J.
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann
Indexbegriff Person: Sperber, Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Indexbegriff Person: Köhler, Johann Wilhelm
Indexbegriff Person: Maul, Johann Georg
Indexbegriff Person: Maul, Kunigunda geb Scharrer
Indexbegriff Person: Sack, Nikolaus Adam Konrad
Indexbegriff Person: Scharrer, Kunigunda verh Maul
Indexbegriff Person: Scharrer, Margaretha
Indexbegriff Person: Scharrer, Michael d. J.
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann
Indexbegriff Person: Sperber, Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Artelshofen - Unteres Dorf
Artelshofen, Auwiese
Artelshofen, Haus Nr. 36
Artelshofen, Katasternr. 82
Artelshofen, Katasternr. 83
Artelshofen, Torwiese
Protokoll
Hofübername
Vormünder
Verlobte
Stadel
Backofen
Schupfe
Hausgarten
Katasternummer
Wiese
walzende Stücke
Ehevertrag
Gerichtszeugen
Sekretär, Ebnerischer
Patrimonialrichter
Fideikommiss, Auflösung
Fideikommiss, Hieronymus Wilhelm Ebner
Inventar
Rücksendung
Siegelung
Aushändigung
Reformation, Nürnberger
Handlohn Befreiung
Handzeichen
Analphabet
Ratenzahlung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ