Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Postamt Bremerhaven 1 (Bestand)
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Verhandlungen zwischen der Freien Hansestadt Bremen und dem Königreich Hannover zur Verbesserung der postalischen Verhältnisse in Bremerhaven konnten gerade noch rechtzeitig abgeschlossen werden, bevor die Postdampfschifffahrts-verbindung mit den Vereinigten Staaten von Amerika eröffnet wurde (1). Im Mai 1847 begann der Postdienstbetrieb des neuen Postamts, zunächst noch provisorisch im Gebäude des Optischen Telegraphen, am 19. Juni traf der amerikanische Dampfer "Washington" ein und im Oktober 1848 konnte das bremische und hannoversche Postkontor in das neu errichtete Posthaus am Hafen neben dem Bremischen Amt in Bremerhaven umziehen(2). 1903 erhielt die Post in Bremerhaven ein neues Gebäude in der Schifferstraße, das 1939 - nach der Eingliederung Bremerhavens in Wesermünde - in Wesermünde-Mitte umbenannt und 1940 dem Postamt Wesermünde unterstellt wurde(3).
Im hannoverschen Geestendorf bestand schon 1830 ein Kontor der Postspedition, in dem Reit- und Fahrposten abgefertigt wurden und das auch für die Postversorgung des 1845/47 gegründeten Hafenortes Geestemünde zuständig wurde (4). Erst als Geestemünde 1862 Bahnanschluss erhielt, wurde ein eigenes Postamt im staatseigenen Eisenbahn-, Zoll- und Postgebäude am Bahnhof eröffnet. 1899 erhielt die Post in Geestemünde ein neues Gebäude an der Bahnhofsallee neben dem neuen Rathaus (5). 1933 wurde für das Postamt Wesermünde-Geestemünde (so seit 1927) ein Neubau am Hauptbahnhof fertiggestellt, in das alte Gebäude zog die Polizei. 1939 erhielt es den Namen Postamt Wesermünde.
Dem Postamt Wesermünde war schon 1933 das bisher selbständige Postamt Wesermünde-Lehe als Zweigpostamt unterstellt worden, 1937 folgte das Postamt Wesermünde-Wulsdorf mit dem Kraftpostdienst für den Südteil des Kreises Wesermünde. 1943 wurde ihm auch das Postamt Dorum untergeordnet und 1946 kamen die Postämter Bederkesa, Langen und Loxstedt hinzu.
Geschichte des Bestandsbildners: 1947 - mit der Eingliederung Wesermündes in das Land Bremen - erhielt es den Namen Postamt Bremerhaven 1. 1952 übernahm es auch das Postamt Hagen und 1954 das Postamt Stubben in seinen Verwaltungsbereich (6). 1976 waren ihm 9 Postämter in Bremerhaven und die Postämter Bederkesa, Beverstedt, Dorum, Hagen, Langen, Loxstedt und Nordholz (seit 1972 Postamt) sowie ca. 70 Poststellen im ehemaligen Kreis Wesermünde (heute Teil des Kreises Cuxhaven) unterstellt (7). Seit 1995 ist es eine Filiale der Deutschen Post AG.
Vom Postamt 1 in Bremerhaven sind fast ausschließlich Unterlagen zur Geschichte des Post- und Fernmeldewesens (Sachgruppe 1780 neu, 1291 alt) an das Staatsarchiv gelangt. Die postgeschichtlichen Aufzeichnungen des Postamts Bremerhaven , die bis 1993 geführt wurden, gelangten zusammen mit Unterlagen aus der Öffentlichkeitsarbeit des Postamts vor 2001 an das Museum für Post und Kommunikation in Hamburg, das den Bestand 2004 an das Staatsarchiv Bremen abgab. Der Bestand wurde hier neu geordnet und verzeichnet. Auf eine Gliederung nach dem Aktenplan der Post wurde verzichtet und eine eigene sachliche und topographische Einteilung vorgenommen, die dem lokalen Forschungsinteresse Rechnung trägt.
Adolf E. Hofmeister 2004
Geschichte des Bestandsbildners: 1 Christian Piefke, Die Geschichte der bremischen Landespost, Bremen 1947, S. 100 ff., 114 ff.; Rolf Böttcher, Ankunft des Raddampfers "Washington" in Bremerhaven 1847, Bremerhaven 1997
2 Günter Anders, Zur Geschichte der Post in Alt-Bremerhaven, in: Jahrbuch Männer vom Morgenstern 56, 1977, S. 177-192, hier S. 182 ff.
3 Anders, S. 189 ff.; Riedel (wie Anm. 5), S. 214. - Das Postamt erhielt 1954 gegenüber dem alten, damals vom Fernmeldeamt genutzten Gebäude einen Neubau (Postamt Bremerhaven 12).
4 Harry Gabcke u.a.; Bremerhaven in zwei Jahrhunderten, 2. Bd., Bremerhaven 1991, S. 66.
5 Karl Riedel, 150 Jahre Bremerhaven (1827-1977). "Die Brücke nach Übersee" und ihre Post, in: Postgeschichtliche Hefte Weser-Ems, Bd. IV, Heft 10, 1977, S. 197-219, hier S. 204 f.
6 Riedel, S. 213 f.; Chronik 5,2/6-1.
7 Riedel, S. 215 f., 218.
0,5
Bestand
Literatur: Günter Anders, Zur Geschichte der Post in Alt-Bremerhaven, in: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 56 (1977), S. 177-192; Karl Riedel, 150 Jahre Bremerhaven (1827-1977). ‚Die Brücke nach Übersee' und ihre Post, in: Postgeschichtliche Hefte Weser-Ems, Bd. 4 (1977), Heft 10, S. 197-219.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.