1217 November 22 – Der Osnabrücker Bischof Adolf bekundet, dass er für
die Kanoniker der Stiftskirchen seines Sprengels auf den Sterbefall verzichtet,
denselben letztwillige Verfügungsfreiheit gewährt (Testamentsexekutoren) und
nach dem Vorbild benachbarter Kirchen den Archidiakonen die Berechtigung zur
Verleihung des Rechts der Seelsorge (Cura animarum) und Investierung mit
Altarpfründen in ihren Bezirken übertragen hat. – ... den Kanonikern seiner
Stiftskirchen gegenüber auf den Sterbefall verzichtet und den Stiftsherren die
Freiheit letztwilliger Verfügung gewährt ... – Zeugen: Conradus abbas in Iburg,
Rotgerus Everwinus monachi, Otto major in Osnaburg, prepositus, Gerhardus
decanus, Lentfridus custos, Olricus scolasticus, Adulfus de Blankena, Albertus
de Alen; decanus sancti Johannis Segenandus ... – Statutum quod Episcopus non
debet recipere exuvias / a canonicis vel alius clericis ... – Ausfertigung,
Pergament. Siegel von Pergamentstreifen abgefallen. – Osnabrücker Urkundenbuch
2,089 – Abschrift Ma20 Copiar