A: P. Quirin Millon, Profess und Prior des Klosters Tegernsee, Doktor der Theologie und von päpstlicher Autorität öffentlicher Notar. S1: Abt Bernardus des Klosters Tegernsee. S2: Abt Johann Baptist des Klosters St. Emmeram in Regensburg. S3: Abt Gottfried des Klosters Speinshart. Betreff: Protokoll der Wahl und Investitur Albert Stöckls aus Amberg, Profess des Klosters Oberalteich, 33 Jahre alt, im 13. Jahr seiner Profess und dem 7. Jahr seines Priestertums, zum neuen Abt des Klosters Michelfeld. Die Wahl erfolgte auf Grund eines Mandats des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel vom 19. August 1695 und auf Vorschlag des (nicht anwesenden) Abtes des Kllosters Oberalteich durch die in Michelfeld anwesenden Patres (aus dem Kloster Oberalteich) in Anwesenheit des Paters Bernardus des Klosters Tegernsee als Präses der bayerischen Benediktiner-Kongregation, des Johannes Martinus Constante von Vestenberg, Doktor der hl. Theologie und beider Rechte, kurfürstlich bayerischer Geistlicher Ratsdirektor in München und Dekan U. L. Frau in München als kurfürstlicher Kommissar, des Abtes Johann Baptist des Klosters St. Emmeram in Regensburg, des Abtes Gottfried des Klosters Speinshart und des Abtes Bonaventura des Klosters Ensdorf. Protest gegen die Wahl hatte Kaspar Frey, Definitor des Kapitels in Hollfeld (Lkr. Ebermannstadt) und Pfarrer in Auerbach, vor dem Präses der bayerischen Benediktiner-Kongregation, dem kurfürstlich bayerischen Kommissar und den anwesenden Äbten im Namen des Erzbischofs Lothar Franz von Mainz als Bischof von Bamberg erhoben und alle Rechte seines Herrn sowohl im Kloster Michelfeld als auch im Kloster Weißenohe vorbehalten. Der Protest wurde vom Präses der bayerischen Benediktiner-Kongregation mit Hinweis auf die Exemtion der Kongregation zurückgewiesen.

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Staatsarchiv Amberg
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