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Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für
sich und seine Nachfolger, dass er Jakob Röll, Untertan und Getreuer des
Klosters i...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1621-1630
1621 März 6
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben in unser stadt Fuldt den sechsten tag Martii im sechtzehenhundert ein unndt zwantzigsten jahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Jakob Röll, Untertan und Getreuer des Klosters in Eichenzell, sowie dessen Ehefrau Magdalena und ihren Erben, auf dessen Bitte hin die Schenke in Eichenzell mit allem Zubehör verliehen hat. Die Schenke und ihr Zubehör hat Bernhard Müller, der Schwiegervater (schwer) Jakob Rölls, im Jahr 1619 für 580 Gulden vom Kloster und von der Witwe Barbara von Berlepsch, geborener von Ebersberg, gekauft. Die Küchenmeisterei des Klosters erhielt 1619 100 und 1620 45 Gulden als Lehnszins aus dieser Schenke. Dem Kloster gehörte dabei ein Teil, der Barbara von Berlepsch drei Teile dieser Schenke. Bernhard Müller war entsprechend dieser Anteile sowohl dem Kloster als auch Barbara von Berlepsch gegenüber lehnspflichtig. Jakob Röll wurde durch seine Heirat mit Magdalena Müller zum Lehnsnehmer. Ihm, seiner Frau und seinen Erben verleiht das Kloster die genannte Schenke mit allem Zubehör nach fuldischem Lehnrecht in Form eines Erblehns zum freien Gebrauch. Jakob Röll hat darauf zu achten, dass das Lehen nicht aufgeteilt wird. Für den Empfang dieses Lehns schuldet er dem Kloster einen Zins, der jährlich an Michaelis [September 29] fällig wird. Der Zins beträgt 24 Gulden, gerechnet zu 42 Böhmischen [Groschen], zwei Sommerhähne, ein Fastnachtshuhn, ein Festbrot (schönbrodt), vier Maß Roggen und vier Maß Hafer. Von diesem Lehnzins erhält das Kloster ein Viertel, Barbara von Berlepsch drei Viertel als Anteil. Nach Lehnrecht und Handlohn ist Jakob Röll auch zur Entrichtung von Steuern verpflichtet, sobald es dazu kommt, jedoch von anderen Lasten, wozu auch der Besuch des Gerichts (gerichts besuchunge) gehört, befreit. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Friedrichs. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel:...
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Johann Friedrich
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.