In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive >> Buchstabe H
Heimsoeth, Heinrich, 1811-1887, Richter, dann Präsident am Rheinischen Appellationsgerichtshof/Oberlandesgericht Köln 1870-1886.
Biographie
Heinrich Heimsoeth wurde am 24. Februar 1811 als Sohn eines angesehenen Justizbeamten in Köln geboren. Nachdem er 1827 am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium die Reifeprüfung abgelegt hatte, widmete er sich in Bonn, Berlin und Heidelberg bei bedeutenden Lehrern wie Zachariä, Savigny und Thibaut dem Studium der Rechte. Schon mit 20 Jahren promovierte er in Bonn zum Doctor utriusque iuris. Nach Abschluß des praktischen Vorbereitungsdienstes, den er in seiner rheinischen Heimat ablegte, bestand er 1836 die dritte Staatsprüfung mit glänzendem Erfolg. Seiner Neigung zum Richterberuf entsprechend war er zunächst als Assessor beim Landgericht (1836) und beim Appellhof (1838) in Köln tätig.
1840 heiratete er Louise Heimann, die ihm fünf Söhne und eine Tochter schenkte.
Nachdem er seit 1841 in Trier als Staatsprokurator gewirkt hatte, wurde er 1847 zum Generaladvokaten am Rheinischen Appellationsgerichtshof ernannt.
Im Januar 1853 als Geheimer Justizrat und vortragender Rat zur Bearbeitung der rheinischen Justizangelegenheiten in das Justizministerium und 1855 als Geheimer Oberjustizrat und Mitglied der Immediat-Justiz-Examinations-Kommission berufen, kehrte er im Mai 1856, zum Senatspräsidenten am Kölner Appellationsgerichtshof ernannt, an den Rhein zurück.
In die Jahre 1856 - 1861 fällt seine Tätigkeit als Bevollmächtigter der preußischen Staatsregierung und als Referent bei der Beratung über ein gemeinsames deutsches Handelsgesetzbuch, um dessen Zustandekommen er sich ein ganz hervorragendes Verdienst erwarb. 1870 wurde er zum Ersten Präsidenten des Rheinischen Appellationsgerichtshofes ernannt. Seit dem 1. Oktober 1879 hat er als Präsident des den alten Appellhof ersetzenden Oberlandesgerichtes bei der Durchführung der neuen Justizgesetze in erfolgreicher Weise gewirkt.
Seine Tätigkeit fand allseitige Anerkennung durch die höchsten Auszeichnungen und durch die Berufung als Mitglied des Staatsrates wie auch durch die großartige Feier seines 50jährigen Dienstjubiläums am 7. November 1881.
Am 31. Dezember 1886 erhielt Heimsoeth den mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit erbetenen Abschied unter Verleihung des königl. Kronenordens 1. Klasse. Kurze Zeit später, am 3. Februar 1887, starb er in Köln.
Inhalt
Enthält u.a.: Geburts-, Sterbe-, Heiratsunterlagen des Johann Wilhelm Heimsoeth und seiner Nachfahren, Zeugnisse zum beruflichen Werdegang der verschiedenen Familienmitglieder, Familien- Korrespondenzen; Testaments-, Vermögens-, Hypotheken-, Schulden-, Geld-, Unterstützungsangelegenheiten (1703-18..); Tätigkeit des Marcus Heimsoeth als Bevollmächtigter der Familie von Heereman-Zuydtwyck (1818-1852); Erbschaft Klöcker (1825-1857); Nachlaß-, Erbschaftsangelegenheiten; Briefwechsel von Max H. aus München mit seinem Bruder Marcus H., Köln (1795-1814); Briefe von Mitgliedern der Familie Mertens-Schaaffhausen an Heinrich H.; Urkunden, meist in beglaubigter Form, der Familien Braubach (1774-1939), Engels, Frowein, Heimsoeth, Heintzen, Kirschhausen, Kutz, Laurentz, Lubesch, Schenk, Schönen, Smöle, Trimborn, Vasen (1836-1941); Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden - Abschriften - von Mitgliedern der Familie Heimann; Erbschaftsangelegenheiten Maria Susanna Trombetta (1854-1855), Erbschaft Peter Joseph Lindlau (1871-1877), Verwandschaftsbeziehungen Lindlau mit den Familien Berbuer, Berlach, Isenburg, Krausen, Schnorrenberg (1788-1886); Immobilienbesitz Lindlau, Schuldner (1840-1874), Erbschaftsauseinandersetzung Erbe Lindlau (1854-1886), Verwandtschaftsbeziehungen Heimann, Massing, Trombetta, Dielbecker, Krop, Maull, Molinari, Perpente, Scheurer, Thebes, meist Abschriften (1936-1939); Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden des Johann Heinrich de Noël und der Ehefrau Maria Helena Krakamp, meist Abschriften (1936-1939); Testament, Erbvertrag (1782); Nachlaß Maria Helena de Noël (1846); beruflicher Werdegang von Mathias Joseph de Noël (1846); Schriftwechsel Mathias Joseph de Noël mit Verwandschaftsmitgliedern, auch F. G. Welker, Bonn, in Kunstsachen, auch rückständigen Schulden (1804-1848); persönliche Aufzeichnungen über Erbschaftsangelegenheiten seiner Mutter, Vermögensverwaltung (1834, 1845); Gedichte von Mathias Joseph de Noël (o. D., 1803-1830); Skizzen betr. Dekorationen zum Besuch des pr. Kronprinzen (1833); Unterlagen über die Verwaltung der Häuser Königstraße 2 (1846-1850); Tauf-, Heirats-, Sterbeurkunden, meist Abschriften, der Familien de Noël, Krakamp, Lyversberg, Drolshagen, Gewer, Krakamp, Menzen, Peters, von der Sulß, Winterkorn (1936-1957); Totenzettel-Sammlung; Zeitungsausschnitte betr. Familienmitglieder (1877- 1918); verschiedene familiengeschichtlichen Unterlagen, auch Schuldenangelegenheiten gegenüber der evgl. Kirchengemeinde Frechen (1829-1865).
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.