Konrad gen. Hane, Presbyter zu Wetzlar, Kaplan der Walpurgiskapelle, vermacht für eine Kirchenstiftung testamentarisch seine näher beschriebenen G...
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90, U 361
90 Stift Wetzlar, Chorherren
Stift Wetzlar, Chorherren >> Urkunden >> 14. Jahrhundert
Wetzlar 1347 Juni 06
lat.; Perg.; Ausf.; Siegel: 4 (1 vorhanden); 04
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad gen. Hane, Presbyter zu Wetzlar, Kaplan der Walpurgiskapelle, vermacht für eine Kirchenstiftung testamentarisch seine näher beschriebenen Güter in der Gemarkung Dudenhofen, dazu Hausgerät, Grundrenten von Grundstücken bei der Lahnbrücke zu Immenhausen, sein Haus zu Hausen (Husin, Wetzlarer Vorstadt), Einkünfte aus seinem Erzpriesteramt und seiner Kirche in Holzhausen. Mit der Stiftung stattet er aus den Scholaren Gerhard, Sohn des Ludwig Oysse (Sohn seiner verstorbenen Schwester Hedwig), sobald er die Priesterweihe erhalten, andernfalls den Gerhard, Sohn des Konrad Oysse, Bruder des Ludwig. Bis sie ihre Priesterweihe erhalten, soll Johannes von Kölschhausen, Priester, die zweite Messe zelebrieren. Zu Provisoren bestellt er Ludwig Hane, Sohn seines verstorbenen Bruders Ludwig, und die genannten Brüder Ludwig und Konrad, nach deren Tod den Dekan und das Kapitel zu Wetzlar. Weiterhin trifft er Bestimmungen zur Austeilung der Präsenzen und für die Grabstätte des Stifters, macht Vermächtnisse an den Dekan Richolf, die Nonne Gertrud Schurweder in Altenberg, für die an seinen Exequien beteiligten Geistlichen, das Landkapitel, den Pleban Rudolf in Dudenhofen, seine Verwandten Ludwig Hahn und Konrad Oysse. Testamentsvollstrecker sollen sein Thylo, Kaplan zu Gleiberg, Burghard, Pfarrer in Obercleen, seine Verwandten Ludwig Hahn und Konrad Oysse.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johannes Pfarrer zu Wetzlar, die Priester Rudolf von Dudenhofen, Johannes von Kolnhausen, Thilmann Kaplan zu Gleiberg, Richard, Gehilfe (socius) des gen. Pfarrers Johannes, Burghard, Pfarrer zu Oberkleen, Ludwig Hahn und Konrad Oysse, Wetzlarer Bürger
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Auszug 18. Jh.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: UB Wetzlar 2 Nr. 504
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johannes Pfarrer zu Wetzlar, die Priester Rudolf von Dudenhofen, Johannes von Kolnhausen, Thilmann Kaplan zu Gleiberg, Richard, Gehilfe (socius) des gen. Pfarrers Johannes, Burghard, Pfarrer zu Oberkleen, Ludwig Hahn und Konrad Oysse, Wetzlarer Bürger
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Auszug 18. Jh.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: UB Wetzlar 2 Nr. 504
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:09 MESZ