Legat des Johann Christoph Sigmund von Holzschuher zur Unterstützung bedürftiger Familienmitglieder
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E 49/II Nr. 595
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1813 - 1847
Enthält:
1834 Februar 6: Familienbeschluss, unterzeichnet und gesiegelt durch: Rudolph Christoph Veit v.Holzschuher, Familiensenior, Johann Lud. (?) Sigmund v.H., Assessor am früheren Stadtgericht, Dr. Rudolph v.H., Johann Sigmund v.H., Auditor, und Eleonore Charlotte von H., geb. v.Tucher, die Witwe des Stadtgerichtsassessors Johann Christoph Sigmund v.H. Dieser hatte, wie 1832 bekannt gemacht wurde, 1000 fl als Legat zur Unterstützung bedürftiger Familienmitglieder getätigt, das nach dem Tode seiner Witwe vollzogen werden soll. Mit der Witwe einigte man sich nun auf Art und Weise des Umgangs mit dem Legat. Als vorrangig zu Bedenkende wird die geschiedene Frau des Schiffers Cuno in Magdeburg in Erwägung gezogen. An nächster Stelle wären Fräulein der Familie im Alter zwischen 6 und 16 Jahren zu bedenken, und zwar zunächst die doppelt verwaisten, dann die Halbwaisen.
Diverse Protokolle 1833 und 1834, welche obigen Beschluss vorbereiten.
1843 ist Freiherr v. Ebner als Vermögensverwalter der einzigen Tochter des Stifters damit beauftragt, wegen des erfolgten Todes der o.e. Witwe das Kapital zu überstellen. Im Zusammenhang mit der Verstorbenen ein Garten vor dem Tiergärtnertor erwähnt. (Wohn- und/oder Sterbeort?). Die Erbin Marie Caroline Juliane Bihler ist die Frau des Appellationsgerichtsrats Dr. Joseph Alois Bihler in Eichstätt.
Das Kapital wird in Form eines Hypothekenbriefs überstellt, mit welchem sich Schwierigkeiten ergeben. Die Hypothek liegt auf dem Haus des inzwischen verstorbenen Bäckermeisters Stephan Frank, Altdorf Haus Nr. 1/5, und beläuft sich auf 1965 fl. Die Schuld stammt aus dem Jahre 1813.
Ab 1845 wird Witwe W(ilhelmine) Cunov in Magdeburg aus der betreffenden Stiftung unterstützt. Dabei ein Schreiben derselben aus Luckau, bei der Witwe Zahn, 1847.
1834 Februar 6: Familienbeschluss, unterzeichnet und gesiegelt durch: Rudolph Christoph Veit v.Holzschuher, Familiensenior, Johann Lud. (?) Sigmund v.H., Assessor am früheren Stadtgericht, Dr. Rudolph v.H., Johann Sigmund v.H., Auditor, und Eleonore Charlotte von H., geb. v.Tucher, die Witwe des Stadtgerichtsassessors Johann Christoph Sigmund v.H. Dieser hatte, wie 1832 bekannt gemacht wurde, 1000 fl als Legat zur Unterstützung bedürftiger Familienmitglieder getätigt, das nach dem Tode seiner Witwe vollzogen werden soll. Mit der Witwe einigte man sich nun auf Art und Weise des Umgangs mit dem Legat. Als vorrangig zu Bedenkende wird die geschiedene Frau des Schiffers Cuno in Magdeburg in Erwägung gezogen. An nächster Stelle wären Fräulein der Familie im Alter zwischen 6 und 16 Jahren zu bedenken, und zwar zunächst die doppelt verwaisten, dann die Halbwaisen.
Diverse Protokolle 1833 und 1834, welche obigen Beschluss vorbereiten.
1843 ist Freiherr v. Ebner als Vermögensverwalter der einzigen Tochter des Stifters damit beauftragt, wegen des erfolgten Todes der o.e. Witwe das Kapital zu überstellen. Im Zusammenhang mit der Verstorbenen ein Garten vor dem Tiergärtnertor erwähnt. (Wohn- und/oder Sterbeort?). Die Erbin Marie Caroline Juliane Bihler ist die Frau des Appellationsgerichtsrats Dr. Joseph Alois Bihler in Eichstätt.
Das Kapital wird in Form eines Hypothekenbriefs überstellt, mit welchem sich Schwierigkeiten ergeben. Die Hypothek liegt auf dem Haus des inzwischen verstorbenen Bäckermeisters Stephan Frank, Altdorf Haus Nr. 1/5, und beläuft sich auf 1965 fl. Die Schuld stammt aus dem Jahre 1813.
Ab 1845 wird Witwe W(ilhelmine) Cunov in Magdeburg aus der betreffenden Stiftung unterstützt. Dabei ein Schreiben derselben aus Luckau, bei der Witwe Zahn, 1847.
Archivale
Indexbegriff Person: Bihler, Marie Caroline Juliane
Indexbegriff Person: Bihler Josef Alois Dr
Indexbegriff Person: Cunow, Wilhelmine geb Holzschuher
Indexbegriff Person: Ebner, N
Indexbegriff Person: Frank, Stefan
Indexbegriff Person: Holzschuher, Eleonore Charlotte (Ehefrau Johann Christof Sigmund)
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Christof Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Ludwig (?) Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Rudolf Christof Veit
Indexbegriff Person: Holzschuher, Rudolf Dr.
Indexbegriff Person: Zahn, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Darlehen und Hypotheken (Gläubiger)
Indexbegriff Person: Bihler Josef Alois Dr
Indexbegriff Person: Cunow, Wilhelmine geb Holzschuher
Indexbegriff Person: Ebner, N
Indexbegriff Person: Frank, Stefan
Indexbegriff Person: Holzschuher, Eleonore Charlotte (Ehefrau Johann Christof Sigmund)
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Christof Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Ludwig (?) Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Holzschuher, Rudolf Christof Veit
Indexbegriff Person: Holzschuher, Rudolf Dr.
Indexbegriff Person: Zahn, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Darlehen und Hypotheken (Gläubiger)
Altdorf - HsNr. 1/5
Eichstätt
Luckau
Magdeburg
Tiergärtnertor, Garten vor dem
Legat
Unterstützung
Familienbeschluss
Familiensenior
Stadtgerichtsassessor
Auditor
Schiffer
Waisen
Halbwaisen
Protokoll
Vermögensverwalter
Todesfall
Erbfall
Garten
Appellationsgerichtsrat
Hypothekenbrief
Bäckermeister
Brief
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ