Dünnwald, Rep. u. Hs. AA 0192 (Bestand)
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AA 0192 120.51.02
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.2. Geistliche Institute >> 1.2.1. A - D >> 1.2.1.25. Dünnwald
15. Jh.
Kartular
Bestandsbeschreibung: Das jetzt sehr kleine Archiv des ehemaligen Nonnenklosters zu Dünnwald hat, namentlich schon in früheren Jahrhunderten, bedeutende Verluste erlitten und gewährt weder über den Ursprung noch die fernere Geschichte dieses Klosters Auskunft. Eine bei Kremer, Akademische Beiträge zur jülich-bergischen Geschichte III Nr. 28 abgedruckte Urkunde von 1152 lässt den Ursprung des Klosters vermuten. Zu den von der Domküsterei zu Köln abhängigen Höfen Bochheim (Buchheim) und Mülheim gehörte gemeinschaftlich ein lichter dürftiger Wald, daher Dünnwald, welcher den genannten Höfen nur wenig Vorteil gewährte; auf den Rat des Grafen Adolf von Berg, welcher Vogt jener Höfe war, und mit Einstimmung der Hofesfamilien teilte daher der Domküster Hugo jenen Wald, wobei sowohl dem Hof Bochheim als den übrigen Besitzern der abhängigen Grundstücke ein Anteil zur Urbarmachung überwiesen wurde; da aber der dem genannten Hof zugefallene Teil demselben zu entfernt gelegen war, so wurde derselbe der Kirche zu Dünnwald gegen Zins überlassen mit der Bestimmung, dass, wenn künftig einer der übrigen Anteilnehmer seinen Anteil veräußern wollte, dieser jener Kirche zuerst zum Ankauf angeboten werden müsste. Es lässt sich leicht folgern, dass die Veranlassung und Art dieser Teilung, welche von dem großen Adolf von Berg ausgegangen, mit der Errichtung eines Klosters bei der Kirche zu Dünnwald im Zusammenhang stehe, dessen Stifter ohne Zweifel dieser Graf gewesen ist.
Die erste noch vorhandene Urkunde von 1160 und die sub Nr. 4 beziehen sich auf die bei der erwähnten Teilung des Waldes gemachte Bedingung.
Die folgenden Urkunden sind Denkmale frommer Gaben an dieses Kloster, teils von Konventualinnen daselbst, teils von Stifterfamilien herrührend.
Bemerkenswert ist noch die Stiftung einer Vikarie in dieser Klosterkirche durch einen der folgenden Grafen von Berg, auch Adolf genannt, und dessen Gemahlin Agnes, Nr. 13.
Übrigens hat dieses kleine Kloster im Lauf der Zeit ansehnliche Güter und Renten, auch das Patronat über mehrere Kirchen erworben, worüber aber die Urkunden untergegangen und nur spätere Nachrichten (Akten) noch vorhanden sind.
Bestandsbeschreibung: Das jetzt sehr kleine Archiv des ehemaligen Nonnenklosters zu Dünnwald hat, namentlich schon in früheren Jahrhunderten, bedeutende Verluste erlitten und gewährt weder über den Ursprung noch die fernere Geschichte dieses Klosters Auskunft. Eine bei Kremer, Akademische Beiträge zur jülich-bergischen Geschichte III Nr. 28 abgedruckte Urkunde von 1152 lässt den Ursprung des Klosters vermuten. Zu den von der Domküsterei zu Köln abhängigen Höfen Bochheim (Buchheim) und Mülheim gehörte gemeinschaftlich ein lichter dürftiger Wald, daher Dünnwald, welcher den genannten Höfen nur wenig Vorteil gewährte; auf den Rat des Grafen Adolf von Berg, welcher Vogt jener Höfe war, und mit Einstimmung der Hofesfamilien teilte daher der Domküster Hugo jenen Wald, wobei sowohl dem Hof Bochheim als den übrigen Besitzern der abhängigen Grundstücke ein Anteil zur Urbarmachung überwiesen wurde; da aber der dem genannten Hof zugefallene Teil demselben zu entfernt gelegen war, so wurde derselbe der Kirche zu Dünnwald gegen Zins überlassen mit der Bestimmung, dass, wenn künftig einer der übrigen Anteilnehmer seinen Anteil veräußern wollte, dieser jener Kirche zuerst zum Ankauf angeboten werden müsste. Es lässt sich leicht folgern, dass die Veranlassung und Art dieser Teilung, welche von dem großen Adolf von Berg ausgegangen, mit der Errichtung eines Klosters bei der Kirche zu Dünnwald im Zusammenhang stehe, dessen Stifter ohne Zweifel dieser Graf gewesen ist.
Die erste noch vorhandene Urkunde von 1160 und die sub Nr. 4 beziehen sich auf die bei der erwähnten Teilung des Waldes gemachte Bedingung.
Die folgenden Urkunden sind Denkmale frommer Gaben an dieses Kloster, teils von Konventualinnen daselbst, teils von Stifterfamilien herrührend.
Bemerkenswert ist noch die Stiftung einer Vikarie in dieser Klosterkirche durch einen der folgenden Grafen von Berg, auch Adolf genannt, und dessen Gemahlin Agnes, Nr. 13.
Übrigens hat dieses kleine Kloster im Lauf der Zeit ansehnliche Güter und Renten, auch das Patronat über mehrere Kirchen erworben, worüber aber die Urkunden untergegangen und nur spätere Nachrichten (Akten) noch vorhanden sind.
Archivbestand
Deutsch
Archivinventar des 17. Jhs. (von der Hand des Jül.-Berg. Archivars Redinghoven) s. Hs. N I 6 Pakete V/13.
Im Dep. Stadtarchiv Köln 6 a Nr. 5 (früher, Ausw. 69). Bruchstück eines Totenbuches aus dem 15./16. Jh. (Jan. 31-Febr. 9) (AHVN 44, 106 ff.).
Im Kath. Pfarramt Köln-Dünnwald 1) Urkunde 1117; 2) Liber redituum 17. Jh. (Auszug s. AVHN 44, 98 ff.); 3) Unio sive applicatio redituum mon. Dunwaldensis collegio s. Norberti, Druck 1643 (Tille 1, 243).
Im Stadtarchiv Köln 1 Urk. 1454 20/9 (Mitt. 38, 112); im Best. Ausw. 67) Kartular (1118-1515); (Ausw. 68); vgl. ZBGV 20, 53 f. u. AHVN 44, 1 ff.; 70) Besitzungen in der Stadt Köln ca. 1535; 71) Feststellung der Schulden 1771.
Im Archiv Weichs zu Roesberg 1 Urkk. (1536 22/1).
Stadtarchiv Köln, Slg. Fahne U 306 1596 25/4 (Mitt. 49, 1965, 170).
Im Dep. Stadtarchiv Köln 6 a Nr. 5 (früher, Ausw. 69). Bruchstück eines Totenbuches aus dem 15./16. Jh. (Jan. 31-Febr. 9) (AHVN 44, 106 ff.).
Im Kath. Pfarramt Köln-Dünnwald 1) Urkunde 1117; 2) Liber redituum 17. Jh. (Auszug s. AVHN 44, 98 ff.); 3) Unio sive applicatio redituum mon. Dunwaldensis collegio s. Norberti, Druck 1643 (Tille 1, 243).
Im Stadtarchiv Köln 1 Urk. 1454 20/9 (Mitt. 38, 112); im Best. Ausw. 67) Kartular (1118-1515); (Ausw. 68); vgl. ZBGV 20, 53 f. u. AHVN 44, 1 ff.; 70) Besitzungen in der Stadt Köln ca. 1535; 71) Feststellung der Schulden 1771.
Im Archiv Weichs zu Roesberg 1 Urkk. (1536 22/1).
Stadtarchiv Köln, Slg. Fahne U 306 1596 25/4 (Mitt. 49, 1965, 170).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
21.04.2026, 8:22 AM CEST
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