Sendung des amerikanischen Soldatensenders 1212 ('Annie') in deutscher Sprache
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451004/002
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
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Montag, 16. April 1945
Überblick über die Frontgeschehnisse in allen Teilen Deutschlands (7'30). Der Druck auf Stuttgart wächst: "Achtung, 1212 ruft die Abteilung Information der ND-Ortsgruppe Stuttgart (Die Ortsgruppe Neues Deutschland (ND) ist eine Fiktion des Soldatensenders und Teil der Propaganda). Wir haben gestern euren Bericht über die Plünderung der Stuttgarter Geschäfte durch die Nazibonzen erhalten. Nach dem Bericht ist endgültig erwiesen, daß die Nazis den Befehl gaben, alle Waren seien ohne Bezugscheine abzugeben. Nachdem die Herrschaften sich in größter Eile selbst eingedeckt und viele Läden leergeplündert haben, widerriefen sie den Befehl, so daß die Bevölkerung leer ausging, während die Parteibonzen mit dem gehamsterten Gut das Weite suchten. Unter den Ausgekniffenen befindet sich auch der Gauleiter Wilhelm Murr, der freilich vor seinem Davonrennen noch den Auftrag gegeben hat, die Stadt bis zum letzten Stein zu verteidigen. Wir hoffen, daß es der Abteilung Eingriff mit Unterstützung aller Stuttgarter Bürger gelingen wird, diesen Selbstmordplan zu verhindern. Wir erinnern die Stuttgarter Bevölkerung an Beispiele wie Coburg und Gotha, wo es der Bürgerschaft gelang, durch rechtzeitiges und entschlossenes Drängen die verantwortlichen Stellen von der Verteidigung der Stadt abzuhalten. Die Abteilung Eingriff der ND-Gruppe Stuttgart muß zusammen mit der gesamten Bevölkerung ohne Verzug an den amtsführenden Oberbürgermeister Lautenschläger (gemeint ist vermutlich Karl Lautenschlager, bis 1933 Oberbürgermeister von Stuttgart, der aber zum Zeitpunkt der Sendung kein Amt ausübte) appellieren, um ihn zu bewegen, daß er sich gegen die sinnlosen Befehle des ausgerissenen Murr einsetzt" (1'35). Bericht über einen deutschen Geistlichen, der aus dem KZ kommt '...Er sieht aus, wie von den Toten auferstanden ...'. Zur Verfolgung der Kirchen in Deutschland. 'Manches Pfarrhaus ist zu einem Mittelpunkt des Widerstands geworden'(9'55). Bericht über eine der Gruppen 'Neues Deutschland', die für die Bevölkerung Lebensmittel organisierten, die eigentlich für die Nazibonzen bestimmt waren (2'10). Frontnachrichten: Deutsche Verbände werden sinnlos aufgeopfert. "Achtung, 1212 ruft alle Abteilungen 'Überwachung der ND-Ortsgruppen' ...". Zur Flucht von Seyß-Inquart aus Holland (3'30). Bericht über den Luftkrieg (2'00).
0:28:45
Audio-Visuelle Medien
Stuttgart S; Zweiter Weltkrieg
Konzentrationslager
Lebensmittel
Nachrichtensendung
Rundfunk: Amerikanischen Soldatensender
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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