mandati poenalis de non eximendo se a servitiis debitis et observatis sed omnio praestando officia solita et consueta sine clausula. Verweigerte Frondienste. Der Kl. behauptet, die Bekl. hätten sich ihrer Frondienstpflichten entzogen, sich seinen Befehlen widersetzt und sich "bey ettlich hondert starck ... zusammen rottirt und einen offendtliche coniuration gemacht". Er ist der Ansicht, die Bekl. verfolgten das Ziel, ihn zu ruinieren. Ihr Verhalten sei eine "offendtliche rebellion und uffwicklung" und verstoße gegen die Reichskonstitution und die Polizeiordnung, denn ihr einziges Ziel sei, "empörung, uffruhr und zerstörung". Indem sie Mandate des RKG gegen den Kl. erwirkten, wollten die Bekl.von ihrem unrechtmässigen Verhalten ablenken. Die Bekl. werden durch das Mandat verpflichtet, dem Kl. die nach Recht und Gewohnheit schuldigen Dienste zu leisten, die Befehle des Kl. zu befolgen und sich "allem gefährlichem uffstandts und widersetzlichkeiten" zu enthalten.
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mandati poenalis de non eximendo se a servitiis debitis et observatis sed omnio praestando officia solita et consueta sine clausula. Verweigerte Frondienste. Der Kl. behauptet, die Bekl. hätten sich ihrer Frondienstpflichten entzogen, sich seinen Befehlen widersetzt und sich "bey ettlich hondert starck ... zusammen rottirt und einen offendtliche coniuration gemacht". Er ist der Ansicht, die Bekl. verfolgten das Ziel, ihn zu ruinieren. Ihr Verhalten sei eine "offendtliche rebellion und uffwicklung" und verstoße gegen die Reichskonstitution und die Polizeiordnung, denn ihr einziges Ziel sei, "empörung, uffruhr und zerstörung". Indem sie Mandate des RKG gegen den Kl. erwirkten, wollten die Bekl.von ihrem unrechtmässigen Verhalten ablenken. Die Bekl. werden durch das Mandat verpflichtet, dem Kl. die nach Recht und Gewohnheit schuldigen Dienste zu leisten, die Befehle des Kl. zu befolgen und sich "allem gefährlichem uffstandts und widersetzlichkeiten" zu enthalten.
10690 Reichskammergericht, Nr. 38 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10690 Reichskammergericht
10690 Reichskammergericht >> Archivalien
1655 - 1667
Enthält: Kläger/Antragsteller: Otto Albrecht, Herr von Schönburg
Beklagter/Antragsgegner: Schönburgische Untertanen der Herrschaft Waldenburg
Prokuratoren Kl.: Dr. Jonas Eucharius Erhardt 1652
Prokuratoren Bekl.: Dr. Paul Gambs 1655, Dr. Barthold Gießenbier 1664, Lic. Johann Eichrodt 1664
Inhalt/Beweismittel: Q 7 Schöffenstuhl zu Leipzig an die Bekl.: nimmt Stellung zu der Frage der Dienstpflichten der Bekl. während des schwebenden Verfahrens vor dem RKG 1663
Q 10-12, 45 Protokolle von Zeugenvernehmungen zu den Vorwürfen des Kl. 1657, 1664
Q 15 Aufstellung der von sämtlichen Schönburgischen Herrschaften in den Jahren 1649 bis 1663 an das RKG abgeführten Gelder 1664
Q 45 Protokolle von Vernehmungen Schönburgischer Untertanen auf Veranlassung des Kl. (i. A.)
Ist-Bestand der Akte: Q 1-45 (ohne 2) und 24 weitere Schriftstücke
Beklagter/Antragsgegner: Schönburgische Untertanen der Herrschaft Waldenburg
Prokuratoren Kl.: Dr. Jonas Eucharius Erhardt 1652
Prokuratoren Bekl.: Dr. Paul Gambs 1655, Dr. Barthold Gießenbier 1664, Lic. Johann Eichrodt 1664
Inhalt/Beweismittel: Q 7 Schöffenstuhl zu Leipzig an die Bekl.: nimmt Stellung zu der Frage der Dienstpflichten der Bekl. während des schwebenden Verfahrens vor dem RKG 1663
Q 10-12, 45 Protokolle von Zeugenvernehmungen zu den Vorwürfen des Kl. 1657, 1664
Q 15 Aufstellung der von sämtlichen Schönburgischen Herrschaften in den Jahren 1649 bis 1663 an das RKG abgeführten Gelder 1664
Q 45 Protokolle von Vernehmungen Schönburgischer Untertanen auf Veranlassung des Kl. (i. A.)
Ist-Bestand der Akte: Q 1-45 (ohne 2) und 24 weitere Schriftstücke
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:03 MEZ