Schreiben an Bürgermeister und Rat zu Reutlingen
Vollständigen Titel anzeigen
A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7433
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
(15)33 Juni 3, Zinstag (= Dienstag) nach Pfingsten
Regest: Der Rat zu Reutlingen hat über den Jacob von Camlitz (Chemnitz) sich erkundigt. Der Unterzeichnete teilt mit, daß vor 5 oder 6 Wochen zwei zu Liebenzell, jeder mit einer Metze oder Frau, und einem Maidlein und einem Buben um 12 Jahre waren.
Sie behaupteten, sie haben sich eine Wallfahrt nach Zinspach vorgenommen, sie seien Kriegsleute. Der Unterzeichnete wies sie aus seinem Amt. Auf dem letzten Jahrmarkt ist vielen Personen Geld aus Taschen genommen worden. Wer es getan, weiß er nicht. Er will über den Claus von Mainz Kundschaft machen.
Sie behaupteten, sie haben sich eine Wallfahrt nach Zinspach vorgenommen, sie seien Kriegsleute. Der Unterzeichnete wies sie aus seinem Amt. Auf dem letzten Jahrmarkt ist vielen Personen Geld aus Taschen genommen worden. Wer es getan, weiß er nicht. Er will über den Claus von Mainz Kundschaft machen.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Philipp Hoss, Vogt zu Liebenzell
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: vgl. dazu Eintrag im "Blutbuch" Seite 20-21 vom 30. Mai über Jacob Giner
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: vgl. dazu Eintrag im "Blutbuch" Seite 20-21 vom 30. Mai über Jacob Giner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ