C 70 Ortsarchiv Lustnau, Akten (Bestand)
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C 70
Stadtarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> C: Ortsarchive
1606-1973
Form und Inhalt: Im September 1971 wurde das Ortsarchiv Lustnau, das bis dahin im Lustnauer Rathaus untergebracht war, ins Stadtarchiv übernommen. Den frühesten Einblick in die Gemeinderegistratur gewährt das von Oberamtsgeometer Riekert 1854/55 angelegte Repertorium, das in einer Abschrift von 1886 erhalten ist. Riekert führt die Archivalien nach Sachbetreffen in alphabetischer Reihenfolge mit der entsprechenden Lokatur (Fach/Abteilung/Fasz.Nr.) an. Die Archivalien wurden in der Registratur (Bücherständer oder Kasten) und im Ratszimmer aufbewahrt.
Eine weitere, summarische Übersicht über Akten und Bände der Gemeinderegistratur gibt das von Max Duncker verfasste Archivinventar für das Oberamt Tübingen vom Jahr 1914 (S.106). Eine Überprüfung der beiden vorgenannten Verzeichnisse ergab, daß ca. 50% der dort aufgeführten Archivalien nicht mehr auffindbar sind. überwiegend handelt es sich hierbei um Akten und um die zwei Pergamenturkunden aus den Jahren 1498 und 1655.
Das Verzeichnis von Riekert diente zumindest für die Altregistratur bis Anfang des 20. Jh. als Findmittel. Um auch eine Ordnung für die neueren Akten herstellen zu können, wurde Anfang der zwanziger Jahre die Registratur nach dem Registraturplan von Schultheiß Wendel geordnet. Diese Ordnung wurde jedoch bald vermutlich aufgrund des komplizierten Signaturensystems aufgegeben. Im Jahr 1929 wurde die Flattichregistratur eingeführt. Die neueren und teilweise auch älteren Akten wurden überwiegend in Umschläge mit der aufgedruckten Flattich'schen Registraturnummer verpackt. Der Aktenplan von Hugo Flattich blieb auch nach der Eingemeindung 1934 bis zur Einführung des neuen Aktenplans der Stadtverwaltung 1954 bei der Geschäftstelle Lustnau in Gebrauch.
Die Akten des Ortsarchivs Lustnau wurden von Februar bis August 1988 geordnet, verzeichnet und neu verpackt. Vor der Verzeichnung war der größte Anteil der Archivalien grob nach dem Aktenplan von Flattich (2.Auflage, 1934) aufgestellt. Die Akten wurden entsprechend der vorgefundenen Reihenfolge verzeichnet.
Nach der Verzeichnung wurden die Titelaufnahmen anhand der alten Registraturnummer in eine systematische Ordnung gebracht. Dadurch ist die Nummernfolge im vorliegenden Findbuch nicht fortlaufend. Weitere Akten konnten im Februar 1989 im Sitzungssaal des Rathauses sichergestellt werden, die bei der Aktenübergabe 1971 unberücksichtigt blieben. Es handelte sich vorwiegend um Rechnungsbeilagen und ältere Akten.
Der größte Teil der Akten stammt vom Ende des 19.Jh. bis zur Eingemeindung 1934, insbesondere aus der Amtszeit von Schultheiß Rath (1902-1934).
Schultheiß Rath legte u.a. eine Ortschronik (C 60) und eine Materialsammlung zur Ortsgeschichte an. Durch seine Tätigkeit als Landtagsabgeordneter und anderen Nebenämtern hat er die Gemeinderegistratur um einige Druckschriften und Manuskripte bereichert (u.a. Gemeindeordnung, Eisenbahn).
Hervorzuheben sind ferner zwei Faszikel aus der Provenienz des Klosteramts Bebenhausen, das nach der Reformation seinen Sitz in Lustnau hatte. Im Bestand befindet sich auch ein Faszikel über Rechtstreitigkeiten die die Gemeinden des ehemaligen Klosteroberamts wegen des Bebenhäuser Armenbrots führten. Die Ortsarmenbehörde Lustnau hatte damals die Geschäfts- und Aktenführung übernommen.
Die in den Titelaufnahmen aufgenommenen Pläne wurden ausführlich im Kartenbestand (D 30) verzeichnet und sind unter der Rubrik Stadtteile zu finden.
Der Bestand wurde 1989 von Antje Zacharias bearbeitet.
Eine weitere, summarische Übersicht über Akten und Bände der Gemeinderegistratur gibt das von Max Duncker verfasste Archivinventar für das Oberamt Tübingen vom Jahr 1914 (S.106). Eine Überprüfung der beiden vorgenannten Verzeichnisse ergab, daß ca. 50% der dort aufgeführten Archivalien nicht mehr auffindbar sind. überwiegend handelt es sich hierbei um Akten und um die zwei Pergamenturkunden aus den Jahren 1498 und 1655.
Das Verzeichnis von Riekert diente zumindest für die Altregistratur bis Anfang des 20. Jh. als Findmittel. Um auch eine Ordnung für die neueren Akten herstellen zu können, wurde Anfang der zwanziger Jahre die Registratur nach dem Registraturplan von Schultheiß Wendel geordnet. Diese Ordnung wurde jedoch bald vermutlich aufgrund des komplizierten Signaturensystems aufgegeben. Im Jahr 1929 wurde die Flattichregistratur eingeführt. Die neueren und teilweise auch älteren Akten wurden überwiegend in Umschläge mit der aufgedruckten Flattich'schen Registraturnummer verpackt. Der Aktenplan von Hugo Flattich blieb auch nach der Eingemeindung 1934 bis zur Einführung des neuen Aktenplans der Stadtverwaltung 1954 bei der Geschäftstelle Lustnau in Gebrauch.
Die Akten des Ortsarchivs Lustnau wurden von Februar bis August 1988 geordnet, verzeichnet und neu verpackt. Vor der Verzeichnung war der größte Anteil der Archivalien grob nach dem Aktenplan von Flattich (2.Auflage, 1934) aufgestellt. Die Akten wurden entsprechend der vorgefundenen Reihenfolge verzeichnet.
Nach der Verzeichnung wurden die Titelaufnahmen anhand der alten Registraturnummer in eine systematische Ordnung gebracht. Dadurch ist die Nummernfolge im vorliegenden Findbuch nicht fortlaufend. Weitere Akten konnten im Februar 1989 im Sitzungssaal des Rathauses sichergestellt werden, die bei der Aktenübergabe 1971 unberücksichtigt blieben. Es handelte sich vorwiegend um Rechnungsbeilagen und ältere Akten.
Der größte Teil der Akten stammt vom Ende des 19.Jh. bis zur Eingemeindung 1934, insbesondere aus der Amtszeit von Schultheiß Rath (1902-1934).
Schultheiß Rath legte u.a. eine Ortschronik (C 60) und eine Materialsammlung zur Ortsgeschichte an. Durch seine Tätigkeit als Landtagsabgeordneter und anderen Nebenämtern hat er die Gemeinderegistratur um einige Druckschriften und Manuskripte bereichert (u.a. Gemeindeordnung, Eisenbahn).
Hervorzuheben sind ferner zwei Faszikel aus der Provenienz des Klosteramts Bebenhausen, das nach der Reformation seinen Sitz in Lustnau hatte. Im Bestand befindet sich auch ein Faszikel über Rechtstreitigkeiten die die Gemeinden des ehemaligen Klosteroberamts wegen des Bebenhäuser Armenbrots führten. Die Ortsarmenbehörde Lustnau hatte damals die Geschäfts- und Aktenführung übernommen.
Die in den Titelaufnahmen aufgenommenen Pläne wurden ausführlich im Kartenbestand (D 30) verzeichnet und sind unter der Rubrik Stadtteile zu finden.
Der Bestand wurde 1989 von Antje Zacharias bearbeitet.
Ortsverwaltung Lustnau
17,1 lfd. m
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.04.2025, 8:21 AM CEST