Abt van sint Cornelis munster etc. up der Inden und Vogt von Kornelimünster lassen sich von den Lehnsleuten und Schöffen bestätigen, daß der Abt ein Grundherr im Lande zu Münster ist. Wer auf des Grundherren Boden gefangen wird, soll in dessen Turm gefangen gehalten werden auf dessen und seiner Amtsleute Kosten. Der Vogt hat nur mit Willen des Grundherren Zutritt zum Turm. Bei Todesstrafe darf der Vogt mit Willen des Grundherren in den Turm geben. Der Grundherr soll den Missetäter aus dem Turm auf die "portze van dem alden panhuysse" führen, ihn dort 1 Nacht bewachen, ihn dann auf dem Markt in den Stock schließen, die Schöffen um ein Urteil ersuchen und danach richten lassen. Wird er schuldig befunden, so sollen sich Grundherr und Vogt in die Kosten teilen. Andernfalls trägt sie der Grundherr allein. Dafür muß der Vogt das Gericht mit seinen Leuten vor Gewalt beschirmen. Im Falle des Interdikts soll der Vogt das Land beschützen. Der Grundherr soll den "koere" im Lande haben naß, trocken, tot, lebendig, er soll seine Schultheißen und Unterschultheißen einsetzen, ebenso seine Schöffen ohne den Vogt. Der Grundherr soll einen "manboeden" einsetzen, ferner einen "boeden", der über die "koergude" zu gebieten hat. Der Grundherr soll freies Geleit durch sein Land geben. Er soll die "willebanck" in diesem Lahde haben und Gericht. Er soll verhören können mit seinen Schöffen mit oder ohne Anwesenheit des Vogtes. Man soll nur beim Grundherren klagen dürfen. Grundherr oder Amtleute sollen täglich auf die Schöffen und ihre Urteile achten. Der Grundherr oder sein Amtmann soll tun den "kommer" im Lande von innen und außen und ihn einsetzen ohne den Vogt. Bei Brüchten soll der Grundherr 1/3, der Vogt 2/3 der Gefälle erhalten. Strafbußen sollen sie zu gleichen Teilen teilen. Der Grundherr soll Brüchten schlichten mit und ohne Anwesenheit des Vogtes. Der Grundherr und sein Amtmann können nach Gebühr und Notwendigkeit Gericht halten mit und ohne Anwesenheit des Vogtes. Er soll im Jahr auf seinem Hof 3 geschworne "hoewegedinge" abhalten. Danach erst hält der Vogt das "vaightgedinge". Danach soll der Vogt 3 "achtergedinge" halten. Folgen einige rechtliche Sonderbestimmungen. Gegeben ... 1413 des neisten daighs na sent Johans dach baptisten nativitas.
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Abt van sint Cornelis munster etc. up der Inden und Vogt von Kornelimünster lassen sich von den Lehnsleuten und Schöffen bestätigen, daß der Abt ein Grundherr im Lande zu Münster ist. Wer auf des Grundherren Boden gefangen wird, soll in dessen Turm gefangen gehalten werden auf dessen und seiner Amtsleute Kosten. Der Vogt hat nur mit Willen des Grundherren Zutritt zum Turm. Bei Todesstrafe darf der Vogt mit Willen des Grundherren in den Turm geben. Der Grundherr soll den Missetäter aus dem Turm auf die "portze van dem alden panhuysse" führen, ihn dort 1 Nacht bewachen, ihn dann auf dem Markt in den Stock schließen, die Schöffen um ein Urteil ersuchen und danach richten lassen. Wird er schuldig befunden, so sollen sich Grundherr und Vogt in die Kosten teilen. Andernfalls trägt sie der Grundherr allein. Dafür muß der Vogt das Gericht mit seinen Leuten vor Gewalt beschirmen. Im Falle des Interdikts soll der Vogt das Land beschützen. Der Grundherr soll den "koere" im Lande haben naß, trocken, tot, lebendig, er soll seine Schultheißen und Unterschultheißen einsetzen, ebenso seine Schöffen ohne den Vogt. Der Grundherr soll einen "manboeden" einsetzen, ferner einen "boeden", der über die "koergude" zu gebieten hat. Der Grundherr soll freies Geleit durch sein Land geben. Er soll die "willebanck" in diesem Lahde haben und Gericht. Er soll verhören können mit seinen Schöffen mit oder ohne Anwesenheit des Vogtes. Man soll nur beim Grundherren klagen dürfen. Grundherr oder Amtleute sollen täglich auf die Schöffen und ihre Urteile achten. Der Grundherr oder sein Amtmann soll tun den "kommer" im Lande von innen und außen und ihn einsetzen ohne den Vogt. Bei Brüchten soll der Grundherr 1/3, der Vogt 2/3 der Gefälle erhalten. Strafbußen sollen sie zu gleichen Teilen teilen. Der Grundherr soll Brüchten schlichten mit und ohne Anwesenheit des Vogtes. Der Grundherr und sein Amtmann können nach Gebühr und Notwendigkeit Gericht halten mit und ohne Anwesenheit des Vogtes. Er soll im Jahr auf seinem Hof 3 geschworne "hoewegedinge" abhalten. Danach erst hält der Vogt das "vaightgedinge". Danach soll der Vogt 3 "achtergedinge" halten. Folgen einige rechtliche Sonderbestimmungen. Gegeben ... 1413 des neisten daighs na sent Johans dach baptisten nativitas.
AA 0364 Kornelimünster, Urkunden (AA 0364)
Kornelimünster, Urkunden (AA 0364) >> 1. Urkunden >> Der Notar Petrus gen. de Colonia de Thenismonte, Kleriker der Diözese Leodiensis (Lüttich), beglaubigt, daß in seiner Gegenwart Henricus de Gertzen, Abt von Kornelimünster, vor Hermanno van dem Stege, subsculteto und Schöffen, Johanne de Lenderstorp, Anthonio van Heyergaill, Priestern, Karsmero de Swartzenberg, Petro de Cottingen, Jordano de Cottingen, Godefrido van der Stege, Gerardo der (!) Lampader, Engelberto Weysskorn, Huperto Tzymmermann de Hermannsborn, Heinkino de Sleckem, Kario de Sleckem, Frederico de Nothem, Henskino up der Kocheyden, Magister, Johanne Speyss gen. Hullebedull, Arnoldo de Queckborn, Arnoldo van der Hoffstat, Henrico up dem Panacker, Wynando Beman, Theoderico Becker, Johanne Muschen, Henskino Schoemecher, Godefrido de Lenderstorpp, Ulrico Koch, Jacobo de Quirle gen. Buysse, Hirperto Kruytgen, Hennes, Herr Petersson de Hayn, Gerardo Hack de Hayn, Johanne Schauart, Hermanno Loysson van der Heydenn, Henrico Claes, Nycolsen de Hain, Petro des Kayen Sohn, Wilhelmo Albrechts van Roloff, Mathia servo domini Juncti de Stongengulpho, Lamberto Herrn Junctus Sohn, Henskino Coenen Sohn, Henckino Hardenberg, Henskino Voesgen de Noithem, Peterkino de Bylsteyn, Heymanno Ywenpassen, Henskino Suntgen de Noithem, Tylmanno Huyslinck, Henkino van Reyschit, Goderkino van der Hassellenhoulz gen. de Stockem, Vasallen und Lehnsmannen des Abtes, ferner vor Juncto de St. Gengulpho, Ludovico de Boisbach, Matheo Man, Hentz van Vresemode und Johanne Herrn Hanczen Sohn, weltlichen Schöffen zu Kornelimünster, auch Vasallen und Lehnsleuten des gen. Abts in aula abbaciali erschienen sei mit der (unten inserierten) Urkunde von 1413 Juni 25, die von Engelberto Weyskorn verlesen worden und von allen Anwesenden für richtig erkannt sei. Zeugenschaft von E(berha)rdo de Maelberch, Dekan der Kirche s. Marie Aquensis, Diöz. Leodiensis, Reynero de Palant, ejusdem ac maioris Leodiensis eccles. Kanonikus und Kustos, Goiswino de Tzieuell, Armiger, und Bertholdo Gerbeder, Apotheker Aquensi. Dat ... 1442 mensis Januarii die septima hora vesperum vel quasi pontificatus ... patris ... Eugenii pape quarti anno undecimo ...
1413 Juni 25
Diverse Registraturbildner
Urkunde
Inseratum in Korn. 104 (1442 Januar 7); s.a. Nr. II 6
Der Notar Petrus gen. de Colonia de Thenismonte, Kleriker der Diözese Leodiensis (Lüttich), beglaubigt, daß in seiner Gegenwart Henricus de Gertzen, Abt von Kornelimünster, vor Hermanno van dem Stege, subsculteto und Schöffen, Johanne de Lenderstorp, Anthonio van Heyergaill, Priestern, Karsmero de Swartzenberg, Petro de Cottingen, Jordano de Cottingen, Godefrido van der Stege, Gerardo der (!) Lampader, Engelberto Weysskorn, Huperto Tzymmermann de Hermannsborn, Heinkino de Sleckem, Kario de Sleckem, Frederico de Nothem, Henskino up der Kocheyden, Magister, Johanne Speyss gen. Hullebedull, Arnoldo de Queckborn, Arnoldo van der Hoffstat, Henrico up dem Panacker, Wynando Beman, Theoderico Becker, Johanne Muschen, Henskino Schoemecher, Godefrido de Lenderstorpp, Ulrico Koch, Jacobo de Quirle gen. Buysse, Hirperto Kruytgen, Hennes, Herr Petersson de Hayn, Gerardo Hack de Hayn, Johanne Schauart, Hermanno Loysson van der Heydenn, Henrico Claes, Nycolsen de Hain, Petro des Kayen Sohn, Wilhelmo Albrechts van Roloff, Mathia servo domini Juncti de Stongengulpho, Lamberto Herrn Junctus Sohn, Henskino Coenen Sohn, Henckino Hardenberg, Henskino Voesgen de Noithem, Peterkino de Bylsteyn, Heymanno Ywenpassen, Henskino Suntgen de Noithem, Tylmanno Huyslinck, Henkino van Reyschit, Goderkino van der Hassellenhoulz gen. de Stockem, Vasallen und Lehnsmannen des Abtes, ferner vor Juncto de St. Gengulpho, Ludovico de Boisbach, Matheo Man, Hentz van Vresemode und Johanne Herrn Hanczen Sohn, weltlichen Schöffen zu Kornelimünster, auch Vasallen und Lehnsleuten des gen. Abts in aula abbaciali erschienen sei mit der (unten inserierten) Urkunde von 1413 Juni 25, die von Engelberto Weyskorn verlesen worden und von allen Anwesenden für richtig erkannt sei. Zeugenschaft von E(berha)rdo de Maelberch, Dekan der Kirche s. Marie Aquensis, Diöz. Leodiensis, Reynero de Palant, ejusdem ac maioris Leodiensis eccles. Kanonikus und Kustos, Goiswino de Tzieuell, Armiger, und Bertholdo Gerbeder, Apotheker Aquensi. Dat ... 1442 mensis Januarii die septima hora vesperum vel quasi pontificatus ... patris ... Eugenii pape quarti anno undecimo ...
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:22 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.3. J - L (Tektonik)
- 1.2.3.13. Kornelimünster (Tektonik)
- Kornelimünster, Urkunden AA 0364 (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)
- Der Notar Petrus gen. de Colonia de Thenismonte, Kleriker der Diözese Leodiensis (Lüttich), beglaubigt, daß in seiner Gegenwart Henricus de Gertzen, Abt von Kornelimünster, vor Hermanno van dem Stege, subsculteto und Schöffen, Johanne de Lenderstorp, Anthonio van Heyergaill, Priestern, Karsmero de Swartzenberg, Petro de Cottingen, Jordano de Cottingen, Godefrido van der Stege, Gerardo der (!) Lampader, Engelberto Weysskorn, Huperto Tzymmermann de Hermannsborn, Heinkino de Sleckem, Kario de Sleckem, Frederico de Nothem, Henskino up der Kocheyden, Magister, Johanne Speyss gen. Hullebedull, Arnoldo de Queckborn, Arnoldo van der Hoffstat, Henrico up dem Panacker, Wynando Beman, Theoderico Becker, Johanne Muschen, Henskino Schoemecher, Godefrido de Lenderstorpp, Ulrico Koch, Jacobo de Quirle gen. Buysse, Hirperto Kruytgen, Hennes, Herr Petersson de Hayn, Gerardo Hack de Hayn, Johanne Schauart, Hermanno Loysson van der Heydenn, Henrico Claes, Nycolsen de Hain, Petro des Kayen Sohn, Wilhelmo Albrechts van Roloff, Mathia servo domini Juncti de Stongengulpho, Lamberto Herrn Junctus Sohn, Henskino Coenen Sohn, Henckino Hardenberg, Henskino Voesgen de Noithem, Peterkino de Bylsteyn, Heymanno Ywenpassen, Henskino Suntgen de Noithem, Tylmanno Huyslinck, Henkino van Reyschit, Goderkino van der Hassellenhoulz gen. de Stockem, Vasallen und Lehnsmannen des Abtes, ferner vor Juncto de St. Gengulpho, Ludovico de Boisbach, Matheo Man, Hentz van Vresemode und Johanne Herrn Hanczen Sohn, weltlichen Schöffen zu Kornelimünster, auch Vasallen und Lehnsleuten des gen. Abts in aula abbaciali erschienen sei mit der (unten inserierten) Urkunde von 1413 Juni 25, die von Engelberto Weyskorn verlesen worden und von allen Anwesenden für richtig erkannt sei. Zeugenschaft von E(berha)rdo de Maelberch, Dekan der Kirche s. Marie Aquensis, Diöz. Leodiensis, Reynero de Palant, ejusdem ac maioris Leodiensis eccles. Kanonikus und Kustos, Goiswino de Tzieuell, Armiger, und Bertholdo Gerbeder, Apotheker Aquensi. Dat ... 1442 mensis Januarii die septima hora vesperum vel quasi pontificatus ... patris ... Eugenii pape quarti anno undecimo ... (Archivale)