Kläger: Rat der Stadt Mölln, Beklagte: Ritter- und Landschaft des Herzogtums Sachsen-Lauenburg, insbesondere Joachim Werner von Bülow zu Gudow, Landmarschall, und die Landräte August Barthold von Lützow zu Seedorf und D.W. von Witzendorff zu Zecher, Prozessvertreter: Dr. Georg Friedrich Müeg, Lizentiat der Rechte Conrad Franz Steinhausen, Streitgegenstand: Streit um die Bezahlung durch die Ritter- und Landschaft als Anteil an der Erstattung der Einquartierungskosten der dänischen Armee, die unter Generalmajor von Massenbach wegen einer Schuldforderung gegen den lauenburgischen Herzog die Stadt Mölln besetzt hatte
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Kläger: Rat der Stadt Mölln, Beklagte: Ritter- und Landschaft des Herzogtums Sachsen-Lauenburg, insbesondere Joachim Werner von Bülow zu Gudow, Landmarschall, und die Landräte August Barthold von Lützow zu Seedorf und D.W. von Witzendorff zu Zecher, Prozessvertreter: Dr. Georg Friedrich Müeg, Lizentiat der Rechte Conrad Franz Steinhausen, Streitgegenstand: Streit um die Bezahlung durch die Ritter- und Landschaft als Anteil an der Erstattung der Einquartierungskosten der dänischen Armee, die unter Generalmajor von Massenbach wegen einer Schuldforderung gegen den lauenburgischen Herzog die Stadt Mölln besetzt hatte
LASH, Abt. 390 Nr. 280
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1688-1696
Enthält: Lauenburgisches Hofgericht 1688-1696, RKG 1697-1699; Unionsvertrag von 41 lauenburgischen Adligen und der Städte Lauenburg und Ratzeburg 1585, bestätigt durch Herzog Franz II. 1586, Landtagsprotokoll 1698 (Q 17, 19); "Verpflegungsvergleich" vom 08.04.1684 zwischen dem General von Massenbach und der Ritterschaft und den Städten des Herzogtums Lauenburg (Acta priora, Nr. 9, Beilage A); Aufstellung durch Einquartierung geschädigter Möllner Bürger und Entschädigungszahlung (Namensliste von ca. 280 Bürgern)(Acta priora, Nr. 27, Beilage); Vergleich zwischen der Stadt Mölln und der Ritter- und Landschaft 1684, Aktenstücke und sonstige Dokumente aus dem Streit 1685-1687, Aufstellung über gezahlte Reichs- und Kreissteuern 1683-1689, Abrechnungen 1684-1693 (Acta priora, Nr. 9, Beilage B-C; Nr. 64, Beilagen); Spruch der Juristen-Fakultät Rostock 1696 (Acta priora, Nr. 79)
Verzeichnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 12:49 MEZ