Appellationis Auseinandersetzung um Aufnahme ins Amt
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(1) 2996
Wismar S 117 (W S 4 n. 117)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 19. 1. Kläger S
(1610-1692) 18.06.1692-30.03.1693
Kläger: (2) Älterleute und sämtliche Meister des Schusteramtes zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Andreas Goyert, Schuster zu Wismar (Kl. in 1. Instanz) sowie Bürgermeister und Rat als Nebenbekl.
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Adam von Bremen (A & P) Nebenbekl.: Friedrich Wagner (A), Dr. Jacob Gerdes (P)
Fallbeschreibung: Die Mutter des Bekl. hat um die Aufnahme ihres Sohnes ins Schusteramt gebeten. Dieses lehnt ab, da der Bekl. weder die Tochter noch die Witwe eines Schusters heiraten will. Da Bekl. der Sohn eines Bürgers ist und das Handwerk in Wismar gelernt hat, verleiht ihm der Rat die Freimeisterschaft. Da dies gegen die alten Privilegien der Kl. verstößt, appellieren sie an das Tribunal, bitten das Ratsgerichtsurteil aufzuheben und sie gemäß ihrer Amtsrolle zu behandeln. Am 19.07.1692 nimmt der Rat zu dem Fall Stellung und verteidigt seine Entscheidung mit kgl. Resolutionen. Das Tribunal lehnt die Annahme des Prozesses am 27.09.1692 ohne Angabe von Gründen ab. Die Kl. erbitten am 27.03.1693 eine Kopie des Schreiben des Rates und erhalten diese am 28.03.1693 bewilligt.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1692 2. Tribunal 1692-1693
Prozessbeilagen: (7) von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 22.03.1692; Ratsgerichtsurteile vom 27.11.1678, 19.03.1692; Supplik der Witwe Goyert an das Ratsgericht vom 07.03.1692; Auszug aus den kgl. Resolutionen vom ??.??.1656, 15.12.1660, 20.03.1680, 12.04.1682; Auszug aus dem Vergleich zwischen dem Schusteramt und Siegfrid Adelheit vom 11.11.1684; Auszug aus Wismarer Bursprake vom 11.05.1610; Auszug aus Ratsgerichtsprotokoll vom 30.05.1681
Beklagter: Andreas Goyert, Schuster zu Wismar (Kl. in 1. Instanz) sowie Bürgermeister und Rat als Nebenbekl.
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Adam von Bremen (A & P) Nebenbekl.: Friedrich Wagner (A), Dr. Jacob Gerdes (P)
Fallbeschreibung: Die Mutter des Bekl. hat um die Aufnahme ihres Sohnes ins Schusteramt gebeten. Dieses lehnt ab, da der Bekl. weder die Tochter noch die Witwe eines Schusters heiraten will. Da Bekl. der Sohn eines Bürgers ist und das Handwerk in Wismar gelernt hat, verleiht ihm der Rat die Freimeisterschaft. Da dies gegen die alten Privilegien der Kl. verstößt, appellieren sie an das Tribunal, bitten das Ratsgerichtsurteil aufzuheben und sie gemäß ihrer Amtsrolle zu behandeln. Am 19.07.1692 nimmt der Rat zu dem Fall Stellung und verteidigt seine Entscheidung mit kgl. Resolutionen. Das Tribunal lehnt die Annahme des Prozesses am 27.09.1692 ohne Angabe von Gründen ab. Die Kl. erbitten am 27.03.1693 eine Kopie des Schreiben des Rates und erhalten diese am 28.03.1693 bewilligt.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1692 2. Tribunal 1692-1693
Prozessbeilagen: (7) von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 22.03.1692; Ratsgerichtsurteile vom 27.11.1678, 19.03.1692; Supplik der Witwe Goyert an das Ratsgericht vom 07.03.1692; Auszug aus den kgl. Resolutionen vom ??.??.1656, 15.12.1660, 20.03.1680, 12.04.1682; Auszug aus dem Vergleich zwischen dem Schusteramt und Siegfrid Adelheit vom 11.11.1684; Auszug aus Wismarer Bursprake vom 11.05.1610; Auszug aus Ratsgerichtsprotokoll vom 30.05.1681
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET