2/11 [fol. 304ff.]: 1616 Juni 13 (Senatsprotokoll)
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UAT 2/ Akademischer Senat (I), Protokolle
Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. XI
Enthält: Anwesend: Rektor Bajer, Osiander, Sigward, Hafenreffer, Halbritter, Harpprecht, Magirus, Bocer, Besold, Faber, Bloß, Müller, Welling, Colb; 1.) Den Senatoren mit Notar verlesener Amtseid mit ernsthafter Ermahnung. [UAT 2/11, Bl. 304]; 2.) Fürstl. Schreiben wegen Karzererlass für die v. Arnstetten mit Mahnung zur Zurückgezogenheit, sowie Mitteilung an Dr. [Thomas] Lans im Collegium Decanorum und Obhofm. [Johann Joachim v. Grünthal] hinsichtlich der Rüge am Senat. [UAT 2/11, Bl. 304]; 3.) Terminfestlegung für die Rechnungsabhör von Synd. und Deputaten, sowie für die Zehentreise beorderte Herren Dr. Sigwardt und Mag. [Heinrich] Welling. Synd. [Mag. Johann Konrad Essich] beauftragt, den Renovator Michael Koch auf Fehler in seiner Renovation hinzuweisen. [UAT 2/11, Bl. 304']; 4.) Die v. Arnstetten samt Präzeptor vorgeladen, fürstl. Befehl mitgeteilt, zum Respekt vor dem Obhofm. und allen fürstl. Beamten aufgerufen. [UAT 2/11, Bl. 304']; 5.) Wegen der Besuche von Mag. Johann Herman(nus) bei der Schwägerin des Mag. [Johann Baptist] Weigamejer beschlossene Forderung an die Pfleger, ihr Mündel nach Gröningen zu holen. [UAT 2/11, Bl. 304'f.]; 6.) Bewilligtes Gesuch des Jakob Ehinger um Verlängerung seiner akad. Bürgerschaft mit Auflage, sich um [öffentlichen] Dienst zu bemühen. [UAT 2/11, Bl. 305]; 7.) SupDep.[Dr. David Magirus]: Antwortschreiben an die Bürgermeister und Gericht zu Brackenheim mit Bescheid, dem Sohn von Mag. [Paul] Rambacher(-pacher) (Anm. 1), Stadtschreiber zu Wimpfen, das Waydenlichische Stip. zu verlängern. (Liz. [Johann] Lindenfell (Anm. 2).) [UAT 2/11, Bl. 305]; 8.) Auf Vorschlag des Stuttgarter Konsistoriums folgende Herren für die Pfarrei Leonberg nominiert: Mag. Jakob Grab, Diakon zu Stuttgart; Mag. Johann Kuppel, Schwiegersohn des Kanzlers; Mag. Gedeon Sigwart (Anm. 3), Sohn des Dr. [Johann Georg] Sigwart. [UAT 2/11, Bl. 305f.]; 9.) Antwortschreiben des Zimprecht Sattler, Stadtschreiber zu Kempten, wegen seines arrestflüchtigen Sohnes mit wiederholter Zitation zu beantworten. [UAT 2/11, Bl. 305']; 10.) Schreiben und Geld des Dr. Silberman an seine Gläubiger weiterzuleiten. [UAT 2/11, Bl. 305']; 11.) Wegen einer Venedigreise des Dr. David Müller bei ihm nachzuholendes examen neglectuum. [UAT 2/11, Bl. 305']; Anm. 1: [Paul] Rambacher: MUT 201,73; Seigel, S. 270; Faber 94/75b; Pf.§ 2924. Anm. 2: [Johann] Lindenfell: MUT 19300 [Lindefels]. Anm. 3: Dr. [Johann Georg] Sigwart: Vgl. Gonrad, S. 168.
Akte
Acta Senatus, Bd. XI
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:41 MEZ
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