Vinzenz Wolf (Vincentius Wolff), Doktor beider Rechte (i. u.) schwört Kurfürst Philipp von der Pfalz Urfehde. Vinzenz war zu Heidelberg im Gefängnis des Pfalzgrafen gesessen, da er von Stuttgart (Stuckartten) aus unterwegs war und die Fehde der Fürsten [= der Landshuter Erbfolgekrieg] ihn ergriffen hat, da er sich nach Ausgang seines versprochenen Geleits verdächtig verhalten habe. Ihm wurde auferlegt, sich außer Landes in die Niederlande zu beben und sein Vaterland (vatterlands) zu verlassen. Der Pfalzgraf hat ihm nun dieses Exil erlassen und erlaubt, dass er heimziehen möge. Dafür schwört Vinzenz diese Urfehde und verspricht, dass er sich für den Gefängnisaufenthalt nicht rächen wird. Er verzichtet auf alles, was er dort verloren hat, und verspricht, sein Leben lang nicht gegen den Pfalzgrafen vorzugehen. Gegen diese Urfehde will er sich keiner Freiheiten gebrauchen.