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Heinrich von Schlitz genannt von Görtz (Gorcze), Marschall des
[Friedrich von Romrod], Abt von Fulda, bekundet, dass er dem Abt die
folgende Rechn...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1381-1390
1390 März 10
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini M° trecentesimo nonagesimo feria quinta ante Dominicam Letare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich von Schlitz genannt von Görtz (Gorcze), Marschall des [Friedrich von Romrod], Abt von Fulda, bekundet, dass er dem Abt die folgende Rechnung vorgelegt hat: Für eine zweitägige Verhandlung in Hersfeld mit den von Falkenberg und den von Haun hat er vier Gulden ausgelegt. Bei einer Verhandlung auf dem Petersberg bei Hersfeld gab er in Hünfeld vier Gulden aus, die er von (Mylbach) geliehen bekam. Für zwei Verhandlungen in Schlüchtern mit Herten von Schlüchtern hat er sechs Gulden ausgelegt. Mit [?] Johann (Henne) Hohelin [?] hat er zweimal dem Abt gedient und konnte deshalb nicht in die Burg zurückkehren; er musste daher im Haus des Hermann Ledenther ein Pferd verpfänden, das er für 55,5 Groschen (sechstehalben und funiffczig krasschen) einlöste. Mit Johann (Hans) von Brend (Brenden) ritt er zu einer Verhandlung nach Uerzell und gab elf Groschen aus. Für zwei Verhandlungen in Schlüchtern mit Herten von Schlüchtern gab er drei Gulden und einen Groschen aus. Für eine Verhandlung in Schlitz mit Eckhard von Sassen wegen der Wagenpferde des Abtes und einer Sühne gab er 21 Groschen aus. Bei der Hofhaltung (hilden uffe die hoffen) in der Palmwoche in Hünfeld gab er zwölf Pfund Heller und einen Groschen aus (... und vorczerten mit ysen und allen dingen ...). Bei einem Hoftag (uffe einen tag in der hoffen) gab er mit Gottfried von Kranlucken 14 Pfund [Heller] aus. Mit dem Dekan und dem Propst von Holzkirchen gab er für drei Nächte in Hünfeld 25 Pfund Heller und acht Schwarzburger [Pfennige aus Würzburg] aus. Für die Wegnahme der Schafe und Kühe in Borken gab er für eine Nacht in Hünfeld und eine Nacht in (Rodenberg) 16 Gulden und drei Groschen aus. Für die Nacht des Vollzugs der Sühne in Schlitz gab er dreieinhalb Gulden aus. Am Folgetag gelobte er die Sühne in Hünfeld und gab einen Gulden aus. Bei [der Reise] zum Herrn von Isenburg[-Büdingen] gab er eineinhalb Gulden aus. Mit dem Dekan gab er für eine Verhandlung mit Herten von Schlüchtern wegen einer Sühne einen Groschen und vier Pfund Heller aus. Am Freitag vor Fastnacht für eine Verhandlung mit Ludwig Winduld (Luczen Wyndulde) und für den Ritt nach Steinau (Steyna) mit zwei Übernachtungen zahlte er zweieinhalb Gulden. Ebenso wollte er in diesem Jahr (heure) die von Zitrichshausen gefangen nehmen; er kam nachts nicht in die Burg und gab daher elf Groschen aus. Des Weiteren gab er Friedrich (Fritz) Küchenmeister ein Pferd im Wert von 31 Gulden. Dem Abt hat er 225 Viertel Hafer für 100 Gulden geliehen, gerechnet zwölfeinhalb Gulden [?], ebenso 100 Viertel Getreide im Wert von 100 Gulden. Seinem Bruder Werner [von Schlitz genannt von Görtz] gab er für einen Hengst 100 Gulden, den er bei seinem Gefängnis durch die von Thüngen verlor und für einen weißgefleckten Hengst in derselben Niederlage 120 Gulden. Für einen schwarzen weißgefleckten Hengst, der noch im Altenhof ist, 40 Gulden. Die von Werberg fingen Heinrich Schmied (Smyd), wobei er seine Rüstung im Wert von zehn Gulden verlor; ebenso ging die Rüstung des Johann von Taft (Hans von Taffta) im Wert von zehn Gulden und sein Harnisch im Wert von 20 Gulden verloren; für Schaden und Unterhalt (herunge und stogmyete) zahlte er 34 Gulden. Außerdem hat er dem Abt 49 Gulden geliehen. Die Gesamtsumme der Schulden beträgt 705,5 Gulden und vier Groschen. Heinrich hat sich mit dem Abt auf die Zahlung von 600 Gulden geeinigt. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich von Schlitz genannt von Görtz
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 8, Nr. 64 [Notiz]
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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