Nachlass Muckermann, Richard RWN 0125 (Bestand)
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RWN 0125 450.27.00
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 5. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut >> 5.5. Nachlässe, Familien- und Hofesarchive >> 5.5.2. Nachlässe >> 5.5.2.5. M - R >> 5.5.2.5.13. Nachlass Muckermann, Richard
1923-1968
Reichszentrale und Bundeszentrale für Heimatdienst 1923-63 (8); Verhältnis Zentrum-CDU 1945-67 (29); politische Bildung und Erziehung 1952-56 (6); katholische Kirche und Verbände 1947-68 (6); Pressewesen 1946-60 (3); Tagebuchaufzeichnungen und Korrespondenz 1939-50 (5).
Bestandsbeschreibung: Richard Muckermann, Bruder des Pater Friedrich Muckermann S.J. und des Berliner Biologen Prof. Hermann Muckermann, wurde am 28.11.1891 in Bückeburg geboren. Ab 1912 studierte er Volkswirtschaft und Philosophie. Nach dem Studium folgte journalistische und schriftstellerische Tätigkeit, seit Beginn der zwanziger Jahre die Mitgliedschaft in der Zentrumspartei. Bis 1933 Leiter der Landesabteilung Rhein-Ruhr der "Reichszentrale für Heimatdienst". 1941 vorübergehend verhaftet.
Im Mai 1946 wurde Richard Muckermann zum Chefredakteur des Zentrumsorgans "Rhein-Ruhr-Zeitung" ernannt, das damals in Essen zu erscheinen begann. Im gleichen Jahr Wahl in den Kreistag Düsseldorf-Mettmann, 1947 Wahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Nachdem auf dem Oberhausener Delegiertentag des Zentrums am 30. Januar 1949 der Anschluß dieser Partei an die CDU abgelehnt worden war, gehörte Muckermann zu denen, die trotzdem die Fusion weiterverfolgten. Da der Gedanke der Vereinigung in der Rhein-Ruhr-Zeitung mit Nachdruck vertreten wurde, fiel Muckermann in den nun folgenden scharfen Auseinandersetzungen eine hervorragende Rolle zu. Zusammen mit gleichgesinnten Zentrumsabgeordneten, darunter dem Vorsitzenden Dr. Spiecker, bildete Muckermann im nordrhein-westfälischen Landtag die Arbeitsgemeinschaft "freies Zentrum". Es folgte der Übertritt zur CDU, als deren Kandidat für den Wahlkreis Neuss-Grevenbroich Muckermann 1949, 1953 und 1957 in den Bundestag gewählt wurde; 1961 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. R. Muckermann verstarb am 02.02.1981 in Essen.
Der Schwerpunkt des Nachlasses liegt in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg: Aufschlußreich für die allgemeinen Zustände ist die umfangreiche Privatkorrespondenz der Jahre 1947 und 1948. Der Nachlaß bietet ferner Einblick in die Anfänge des Partei- und des Pressewesens nach 1945. Ein Zeichen der politischen Entwicklung ist die reichhaltig dokumentierte Auseinandersetzung um den Anschluß des Zentrums an die CDU, die im Jahre 1949 statt fand.
Der Nachlaß wurde 1968 erworben (acc. III 47/68). Er wurde von Herrn Dr. Lück, Frau Dr. Joester und Fräulein Tischer bearbeitet. Die vorliegende Schlußredaktion nahm Herr Dr. Nagel im Juli 1974 vor.
Bestandsbeschreibung: Richard Muckermann, Bruder des Pater Friedrich Muckermann S.J. und des Berliner Biologen Prof. Hermann Muckermann, wurde am 28.11.1891 in Bückeburg geboren. Ab 1912 studierte er Volkswirtschaft und Philosophie. Nach dem Studium folgte journalistische und schriftstellerische Tätigkeit, seit Beginn der zwanziger Jahre die Mitgliedschaft in der Zentrumspartei. Bis 1933 Leiter der Landesabteilung Rhein-Ruhr der "Reichszentrale für Heimatdienst". 1941 vorübergehend verhaftet.
Im Mai 1946 wurde Richard Muckermann zum Chefredakteur des Zentrumsorgans "Rhein-Ruhr-Zeitung" ernannt, das damals in Essen zu erscheinen begann. Im gleichen Jahr Wahl in den Kreistag Düsseldorf-Mettmann, 1947 Wahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Nachdem auf dem Oberhausener Delegiertentag des Zentrums am 30. Januar 1949 der Anschluß dieser Partei an die CDU abgelehnt worden war, gehörte Muckermann zu denen, die trotzdem die Fusion weiterverfolgten. Da der Gedanke der Vereinigung in der Rhein-Ruhr-Zeitung mit Nachdruck vertreten wurde, fiel Muckermann in den nun folgenden scharfen Auseinandersetzungen eine hervorragende Rolle zu. Zusammen mit gleichgesinnten Zentrumsabgeordneten, darunter dem Vorsitzenden Dr. Spiecker, bildete Muckermann im nordrhein-westfälischen Landtag die Arbeitsgemeinschaft "freies Zentrum". Es folgte der Übertritt zur CDU, als deren Kandidat für den Wahlkreis Neuss-Grevenbroich Muckermann 1949, 1953 und 1957 in den Bundestag gewählt wurde; 1961 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. R. Muckermann verstarb am 02.02.1981 in Essen.
Der Schwerpunkt des Nachlasses liegt in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg: Aufschlußreich für die allgemeinen Zustände ist die umfangreiche Privatkorrespondenz der Jahre 1947 und 1948. Der Nachlaß bietet ferner Einblick in die Anfänge des Partei- und des Pressewesens nach 1945. Ein Zeichen der politischen Entwicklung ist die reichhaltig dokumentierte Auseinandersetzung um den Anschluß des Zentrums an die CDU, die im Jahre 1949 statt fand.
Der Nachlaß wurde 1968 erworben (acc. III 47/68). Er wurde von Herrn Dr. Lück, Frau Dr. Joester und Fräulein Tischer bearbeitet. Die vorliegende Schlußredaktion nahm Herr Dr. Nagel im Juli 1974 vor.
Archivbestand
Deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
21.04.2026, 8:22 AM CEST
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