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2/2 [fol. 27']: 1575 Februar 3 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. II
Enthält: Anwesend: Rektor Schnepfius; 1.) Einladung des Senats zum Magistermahl durch den Bursrektor Mag. Erhard Cellius. [UAT 2/2, Bl. 27']; 2.) Supplik des Derendinger Bauern Melchior Ruckwidt um erneute Verlesung des Testaments seiner mit dem Schloßtorwart Peter Buchbinder verehelichten Mutter wg. seiner Benachteiligung: Bescheid an die beidenmm Testierenden bei Erscheinen im Senat. [UAT 2/2, Bl. 28]; 3.) Verlesung eines Verzeichnisses der Stadt über die Armen und deren Unterhalt: Gewährung von 100 fl mit Ermahnung zur gebührenden Verwendung und Anerbieten weiterer Unterstützung bei längerer Not; zudem Hilfe für die Armen und Kranken aus dem Fiscus der Universität nach Maßgabe des Supr. Deputatus ohne Wissen der Städter. [UAT 2/2, Bl. 28]; 4.) Bekanntmachung der neuen Ordination: Aussetzung bis zum Eintreffen des hzl. Befehls und Begutachtung durch Rektor und Dekane. Vorladung derer mit schändlicher ("turpis") Kleidung vor den Senat. (Pedell) [UAT 2/2, Bl. 28]; 5.) Schreiben des Johann Baptist Höchstetter betr. den mündlichen Bericht des Varnbüler; dessen Bericht über seine Beauftragung durch den Kanzler zur Herbeibringung der "assecuratio" des Höchstetter statt des Notars: schriftliche Aufforderung an H. zur baldmöglichsten Ankunft in Tübingen, andernfalls Anfrage in Augsburg über Verhalten betr. die Sicherung des ausstehenden Geldes der Pflegekinder; Verhandlung mit H. durch den Rektor und einige Rechtsgelehrte sofort nach seinem Eintreffen. [UAT 2/2, Bl. 28']; 6.) Supplik des Heckmaier um Anhaltung der Ruckerischen Pfleger zur Zustellung des zustehenden Vermögens an seine Stieftochter: Verordnung der Dres. Demler, Vischer und Vogler zur Herbeiführung eines Vergleichs. [UAT 2/2, Bl. 28']; 7.) Supplik des Sohnes des Abtes von Hirschau, Heinrich Weickersreitter (Anm. 1), um Entlassung aus dem Spital zu Gröningen, für das er wg. eines offenen Leidens eine Pfründe gekauft hatte, wg. unerträglicher Verhältnisse: Stichelreden ("cavillantes") gegen ihn vor dem Senat und Aufforderung, wieder nach Gröningen zu gehen; weitere Maßnahmen erst nach Zeugnis des Spitalmeisters. Weitere Supplik des W. um Erlaubnis zur künftigen Wohnung bei einem Prokurator in Österreich, nach Beibringung einer Fürschrift seines Onkels, Pfarrherr zu Hugstett: Verhandlung mit dem Syndikus und dem Pfarrherrn über die Unterbringung des W. in der Nähe, sonst seine Sendung nach Österreich oder Verhandlung mit den Spitalpflegern über seine bessere Unterbringung. [UAT 2/2, Bl. 28']; 8.) Hzl. Reskript mit Ablehnung einer Hilfe für Georg Wertwein, aber Aufforderung zur Verleihung an ihn durch die Universität bei genügender Sicherung seines Gültbriefes: Empfehlungsschreiben an die Amtsleute zu Löwenstein und Liechtenstern betr. Nachsetzung zur Ablösung seiner Gültverschreibung durch die Schwägerin sowie Almosen von 2 fl; andernfalls Aufforderung an ihn zu Rechtsmitteln. [UAT 2/2, Bl. 29']; 9.) Erneute Supplik des Maier zu Wittlingen um Hilfe zur Ablösung seiner Lehengülte: Abschlagung. [UAT 2/2, Bl. 30]; Anm. 1: MUT 168, 58.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.