Kaiser Karl V. von Habsburg bekundet, dass Wolfgang [Dietrich von Eusigheim], Abt von Fulda, und der Konvent von Fulda zuerst unter der militärisc...
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1563
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1551-1560
1552 September 30
Ausfertigung, Pergament, mit Wollschnur angehängtes Majestätssiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben in unnser und des reichs stat Landaw am letzten tag des monats Septembris nach Christi unnsers lieben Herren gepurd funffzehenhundert unnd im zway undfunfftzigisten unnsers kaiserthumbs im zwayunnddreissigisten unnd unnserer reiche im sibenunddreissigisten iaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Karl V. von Habsburg bekundet, dass Wolfgang [Dietrich von Eusigheim], Abt von Fulda, und der Konvent von Fulda zuerst unter der militärischen Gewalt des Landgrafen Wilhelm [IV.] von Hessen[-Kassel] und dann unter Angriffen des Grafen Christoph von Oldenburg zu leiden hatten. Dabei wurde Fulda gezwungen, zahlreiche Zugeständnisse zum Nachteil von Reich und Kloster zu machen sowie ungünstige Verträge einzugehen. Karl erklärt, dass der Abt keiner dieser Verpflichtungen Folge leisten muss. Sämtliche von Fulda eingegangenen Verträge werden für nichtig erklärt. Der Herrschaftsbereich Fuldas und alle Untertanen Fuldas werden erneut dem Reich unterstellt. Karl löst Fulda von allen Eiden und Verpflichtungen gegenüber Wilhelm und Christoph und stellt den vorherigen Zustand wieder her. Alle Untertanen des Reichs sollen die Verträge als ungültig ansehen und Fulda in keiner Weise bedrängen. Fulda soll seine verlorenen Besitzungen zurückerhalten. Karl soll als alleiniger Herrscher anerkannt werden. Verstöße gegen diese Anordnung werden mit Huldverlust und einer Strafe in Höhe von 40 Mark lötigem Gold bestraft. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Landau. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Taxvermerk
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Carolus [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vt [?] Al [?] vt [?] seld. [?] [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: ad mandatum caesarae et ca/tholicae maiestatis proprium / Haller propria)
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Karl V. von Habsburg bekundet, dass Wolfgang [Dietrich von Eusigheim], Abt von Fulda, und der Konvent von Fulda zuerst unter der militärischen Gewalt des Landgrafen Wilhelm [IV.] von Hessen[-Kassel] und dann unter Angriffen des Grafen Christoph von Oldenburg zu leiden hatten. Dabei wurde Fulda gezwungen, zahlreiche Zugeständnisse zum Nachteil von Reich und Kloster zu machen sowie ungünstige Verträge einzugehen. Karl erklärt, dass der Abt keiner dieser Verpflichtungen Folge leisten muss. Sämtliche von Fulda eingegangenen Verträge werden für nichtig erklärt. Der Herrschaftsbereich Fuldas und alle Untertanen Fuldas werden erneut dem Reich unterstellt. Karl löst Fulda von allen Eiden und Verpflichtungen gegenüber Wilhelm und Christoph und stellt den vorherigen Zustand wieder her. Alle Untertanen des Reichs sollen die Verträge als ungültig ansehen und Fulda in keiner Weise bedrängen. Fulda soll seine verlorenen Besitzungen zurückerhalten. Karl soll als alleiniger Herrscher anerkannt werden. Verstöße gegen diese Anordnung werden mit Huldverlust und einer Strafe in Höhe von 40 Mark lötigem Gold bestraft. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Landau. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Taxvermerk
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Carolus [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vt [?] Al [?] vt [?] seld. [?] [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: ad mandatum caesarae et ca/tholicae maiestatis proprium / Haller propria)
Kurzregest unter der Plica.
Die genannten Gewalttaten und Verpflichtungen stehen in Zusammenhang mit dem zweiten Markgrafenkrieg (1552-1555), eine Auseinandersetzung einiger protestantischer Reichsfürsten mit Kaiser Karl V.
Die genannten Gewalttaten und Verpflichtungen stehen in Zusammenhang mit dem zweiten Markgrafenkrieg (1552-1555), eine Auseinandersetzung einiger protestantischer Reichsfürsten mit Kaiser Karl V.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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