Deutscher Orden - Ballei Hessen: Deutsch-Orden, Ballei Hessen (Bestand)
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106 a
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten bis 1867 >> Deutscher Orden - Ballei Hessen
(1129-)15. Jh.-1835
Enthält: Der Bestand enthält die Akten der Ballei Hessen, daneben auch Amtsbücher, vereinzelt auch Rechnungen, Rechnungsbelege, Zinsregister, und ist in 62 Rubriken untergliedert. Besonders hervorzuheben sind:
1-4 Allgemeine Ordenssachen, Großkapitel, Hoch- und Deutschmeister, Auswärtige Balleien
5 Ballei Hessen Generalia
6 Landkomture und Komture
7 Ordensritter
8, 9, 19-21, 24-26 c, 32-39 Finanzen und Wirtschaft, Güter, Generalia und Spezialia (26 a und b!). Unter den Gütersachen (26 b) befinden sich auch Akten der nicht zur Ballei Hessen gehörigen Kommende Frankfurt über Güter in hessen-kasselischen bzw. kurhessischen Orten.
10 Beamte und Behörden
11 Inventare
12 Archiv
13 Grenzen
14-16 Staatenabteilung (besonders wichtig: 16 Differenzen mit Hessen!)
18 Kriegssachen
23 Verwaltung
28 Prozesse
30 und 31 Dörfer und Gerichte Goßfelden und Seelheim
40 Bausachen
42 Hospitalsachen, auch Elisabethkirche
43 Kirchensachen
44 Schulsachen
47 a Judensachen
48-55 Auswärtige Kommenden und Kastnereien (Alsfeld, Fritzlar, Friedberg, Gelnhausen, Oberflörsheim, Griefstedt, Schiffenberg, Wetzlar)
Bestandsgeschichte: Im Zeitpunkt der Säkularisierung bzw. Aufhebung des Deutschen Ordens (1809) waren die Archivalien der Ballei Hessen und ihrer verschiedenen Kommenden und Kastnereien im wesentlichen im Marburger Balleiarchiv konzentriert. Es gab hier die 'Registratur' für die jüngeren Akten und Rechnungen sowie das eigentliche 'Archiv' mit den Urkunden, älteren Akten etc. In den nachgeordneten Häusern (Kommenden und Kastnereien) befand sich offenbar nur das für den laufenden Betrieb benötigte Schriftgut, vor allem der Güterverwaltung. Mit der Übernahme der Ordensgüter gingen die örtlichen Archive und Registraturen auf die zunächst zuständigen Domanialverwaltungen über (das Marburger Archiv an die westphälische Domänendirektion Marburg!). In der westphälischen und in der kurhessischen Zeit kam es zu ergiebigen Ablieferungen aus den Marburger Ordensbeständen an das Großherzogtum Hessen (die Ordenshäuser Schiffenberg, Friedberg, Wetzlar und Oberflörsheim betreffend). Das kurhessische Haus- und Staatsarchiv in Kassel hatte von den 1809 ff. säkularisierten Deutschordensarchivalien zunächst im wesentlichen nur die Urkunden und einige wertvolle Codices übernommen. Die Westphalen bzw. Kurhessen zugefallenen Ordensakten blieben bis zum Ende des Kurstaates zum überwiegenden Teil im Gewahrsam der Finanzverwaltung. Erst nach der Verlegung des nunmehr preußischen Staatsarchivs nach Marburg konnten die 1872 vom ehemaligen Finanzkammerarchiv in Kassel und aus der ehemaligen Deutschordensrenterei Marburg abgelieferten Akten als Bestand formiert werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Deutschordensballei Hessen (ursprünglich Ballei Marburg) umfaßte (in den späteren Jahrhunderten ihres Bestehens) die Landkommende Marburg als Sitz des Landkomturs sowie die Kommenden Griefstedt (in Thüringen), Schiffenberg (bei Gießen) und Oberflörsheim (in Rheinhessen). Der Marburger Landkommende unterstanden die Kastenhäuser bzw. Kastnereien Fritzlar und Felsberg, Alsfeld, Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, (Schaffnerei) Oberflörsheim. Seit der Mitte des 17. Jh. wurden die Hausämter der Marburger Kommende (Zinsmeister, Trappier, Vogt, etc.) nicht mehr mit Ordensrittern, sondern mit Beamten besetzt. Man kann seit dieser Zeit von 'Unterbehörden' der Kommende (Zinsmeisterei, Trappenei, Hospital) sprechen. Die auswärtigen Häuser (Kastnereien) wurden schon seit dem 16. Jh. von Beamten verwaltet. 1809 wurde die Ballei Hessen säkularisiert.
Findmittel: handschr. Findbuch für Teile des Rubr. 28 (Prozesse): Nr. 1-758
Findmittel: Findkartei für die bereits verzeichnete Akteneinheiten in den Rubriken 5-59 (Hauptverzeichnungen retrokonvertiert nach HADIS, 2011)
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
Findmittel: Gedrucktes Findbuch zu 106 a Rubr. 1-4, bearb. von H. Langkabel, Marburg 1989 (retrokonvertiert nach HADIS, 2011)
Referent: Herr Dr. Roberg
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 14.12.2016
1-4 Allgemeine Ordenssachen, Großkapitel, Hoch- und Deutschmeister, Auswärtige Balleien
5 Ballei Hessen Generalia
6 Landkomture und Komture
7 Ordensritter
8, 9, 19-21, 24-26 c, 32-39 Finanzen und Wirtschaft, Güter, Generalia und Spezialia (26 a und b!). Unter den Gütersachen (26 b) befinden sich auch Akten der nicht zur Ballei Hessen gehörigen Kommende Frankfurt über Güter in hessen-kasselischen bzw. kurhessischen Orten.
10 Beamte und Behörden
11 Inventare
12 Archiv
13 Grenzen
14-16 Staatenabteilung (besonders wichtig: 16 Differenzen mit Hessen!)
18 Kriegssachen
23 Verwaltung
28 Prozesse
30 und 31 Dörfer und Gerichte Goßfelden und Seelheim
40 Bausachen
42 Hospitalsachen, auch Elisabethkirche
43 Kirchensachen
44 Schulsachen
47 a Judensachen
48-55 Auswärtige Kommenden und Kastnereien (Alsfeld, Fritzlar, Friedberg, Gelnhausen, Oberflörsheim, Griefstedt, Schiffenberg, Wetzlar)
Bestandsgeschichte: Im Zeitpunkt der Säkularisierung bzw. Aufhebung des Deutschen Ordens (1809) waren die Archivalien der Ballei Hessen und ihrer verschiedenen Kommenden und Kastnereien im wesentlichen im Marburger Balleiarchiv konzentriert. Es gab hier die 'Registratur' für die jüngeren Akten und Rechnungen sowie das eigentliche 'Archiv' mit den Urkunden, älteren Akten etc. In den nachgeordneten Häusern (Kommenden und Kastnereien) befand sich offenbar nur das für den laufenden Betrieb benötigte Schriftgut, vor allem der Güterverwaltung. Mit der Übernahme der Ordensgüter gingen die örtlichen Archive und Registraturen auf die zunächst zuständigen Domanialverwaltungen über (das Marburger Archiv an die westphälische Domänendirektion Marburg!). In der westphälischen und in der kurhessischen Zeit kam es zu ergiebigen Ablieferungen aus den Marburger Ordensbeständen an das Großherzogtum Hessen (die Ordenshäuser Schiffenberg, Friedberg, Wetzlar und Oberflörsheim betreffend). Das kurhessische Haus- und Staatsarchiv in Kassel hatte von den 1809 ff. säkularisierten Deutschordensarchivalien zunächst im wesentlichen nur die Urkunden und einige wertvolle Codices übernommen. Die Westphalen bzw. Kurhessen zugefallenen Ordensakten blieben bis zum Ende des Kurstaates zum überwiegenden Teil im Gewahrsam der Finanzverwaltung. Erst nach der Verlegung des nunmehr preußischen Staatsarchivs nach Marburg konnten die 1872 vom ehemaligen Finanzkammerarchiv in Kassel und aus der ehemaligen Deutschordensrenterei Marburg abgelieferten Akten als Bestand formiert werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Deutschordensballei Hessen (ursprünglich Ballei Marburg) umfaßte (in den späteren Jahrhunderten ihres Bestehens) die Landkommende Marburg als Sitz des Landkomturs sowie die Kommenden Griefstedt (in Thüringen), Schiffenberg (bei Gießen) und Oberflörsheim (in Rheinhessen). Der Marburger Landkommende unterstanden die Kastenhäuser bzw. Kastnereien Fritzlar und Felsberg, Alsfeld, Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, (Schaffnerei) Oberflörsheim. Seit der Mitte des 17. Jh. wurden die Hausämter der Marburger Kommende (Zinsmeister, Trappier, Vogt, etc.) nicht mehr mit Ordensrittern, sondern mit Beamten besetzt. Man kann seit dieser Zeit von 'Unterbehörden' der Kommende (Zinsmeisterei, Trappenei, Hospital) sprechen. Die auswärtigen Häuser (Kastnereien) wurden schon seit dem 16. Jh. von Beamten verwaltet. 1809 wurde die Ballei Hessen säkularisiert.
Findmittel: handschr. Findbuch für Teile des Rubr. 28 (Prozesse): Nr. 1-758
Findmittel: Findkartei für die bereits verzeichnete Akteneinheiten in den Rubriken 5-59 (Hauptverzeichnungen retrokonvertiert nach HADIS, 2011)
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
Findmittel: Gedrucktes Findbuch zu 106 a Rubr. 1-4, bearb. von H. Langkabel, Marburg 1989 (retrokonvertiert nach HADIS, 2011)
Referent: Herr Dr. Roberg
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 14.12.2016
ca. 80,00 MM
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Archivalien betr. Kommende und Schaffnerei Oberflörsheim finden sich auch im Landesarchiv Speyer.
Korrespondierende Archivalien: 106 b, d und e
Korrespondierende Archivalien: Archivalien betr. die Kommende (bzw. Kastnerei) Wetzlar befinden sich im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (Abt. 89).
Korrespondierende Archivalien: Deutschordens-Kopiare (K 278-306)
Korrespondierende Archivalien: Z Urkundenabschriften Deutsch-Orden
Korrespondierende Archivalien: Protokolle II Marburg E Nr. 1-23
Korrespondierende Archivalien: Bestände 4 f Deutschorden
Korrespondierende Archivalien: Urkunden A II Marburg, Deutsch-Orden
Korrespondierende Archivalien: Archivalien betr. die Ordenshäuser Oberflörsheim, Friedberg, Schiffenberg, auch Marburg, befinden sich im Staatsarchiv Darmstadt (insbes. Abt. E 5 B 3 Kath. Kirche).
Korrespondierende Archivalien: Ein Bestand der Kommende Griefstedt liegt im Landeshauptarchiv Magdeburg.
Literatur: Der Deutsche Orden in Hessen, Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Marburg, bearb. von H.-P. Lachmann und H. Langkabel, Marburg 1983
Literatur: Franz, E. G.: Der Deutsche Orden in Hessen und seine Archive, o.J., masch., 10 S.
Korrespondierende Archivalien: 106 b, d und e
Korrespondierende Archivalien: Archivalien betr. die Kommende (bzw. Kastnerei) Wetzlar befinden sich im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (Abt. 89).
Korrespondierende Archivalien: Deutschordens-Kopiare (K 278-306)
Korrespondierende Archivalien: Z Urkundenabschriften Deutsch-Orden
Korrespondierende Archivalien: Protokolle II Marburg E Nr. 1-23
Korrespondierende Archivalien: Bestände 4 f Deutschorden
Korrespondierende Archivalien: Urkunden A II Marburg, Deutsch-Orden
Korrespondierende Archivalien: Archivalien betr. die Ordenshäuser Oberflörsheim, Friedberg, Schiffenberg, auch Marburg, befinden sich im Staatsarchiv Darmstadt (insbes. Abt. E 5 B 3 Kath. Kirche).
Korrespondierende Archivalien: Ein Bestand der Kommende Griefstedt liegt im Landeshauptarchiv Magdeburg.
Literatur: Der Deutsche Orden in Hessen, Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Marburg, bearb. von H.-P. Lachmann und H. Langkabel, Marburg 1983
Literatur: Franz, E. G.: Der Deutsche Orden in Hessen und seine Archive, o.J., masch., 10 S.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 8:12 AM CEST