Priem, Familie von (Bestand)
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VI. HA, FA Priem, v.
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Laufzeit: 1857 - 1914
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Die hier zum Familienarchiv zusammengeführte schriftliche Überlieferung der Familie von Priem wurde dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz im Jahr 1981 durch Frau Eugenie von Priem als Geschenk bzw. testamentarisch vermacht (Akz. 94/81, 42/82, 2/03). Das Familienarchiv umfasst die erhaltene Überlieferung der Familie über vier Generationen von 1794 bis 1996, wobei die Hinterlassenschaft von Georg Heinrich (von) Priem (1794-1870) sowie die seines Sohnes Georg Albert von Priem (1850-1920) im Vordergrund stehen.
Georg Heinrich (von) Priem (13. November 1794 - 13. Juli 1870),
verheiratet mit
1. Marie Henriette Auguste von Priem (8. Mai 1795 - 22. Mai 1843): 1. September 1821
2. Adelheid von Treskow (25. September 1808 - 10. Februar 1850): 2. Juni 1845
3. Ernestine Sophie Ulrike von Treskow (15. April 1812 - 23. September 1893): 25. Juli 1854
Kinder aus zweiter Ehe:
1. Maria (Marie) Wilhelmine Henriette Charlotte (13. Mai 1846 - 14. Juli 1860)
2. Anna Julie Marianne Caroline (28. September 1847 - 2. September 1887), verheiratet mit Konrad von der Groeben: 16. Januar 1867
3. Georg Albert (s.u.)
4. Adelheid Henriette (1. Februar 1850 - 27. November 1875), verheiratet mit Hermann Frhr. Hofer von Lobenstein: 26. Oktober 1867
1809-1813 Militärdienst in der 4. Kompanie des Garde-Jägerbataillons Potsdam
1813 Sekondeleutnant im 1. Neumärkischen Landwehr-Infanterieregiment
1813-1814 Beteiligung an den Belagerungen von Stettin, Wittenberg, Soissons, Sturm auf Arnheim, Schlachten bei Groß-Beeren und Dennewitz
1814 Eisernes Kreuz II. Klasse für die Erstürmung des Rosenthaler Tores von Arnheim
1815 Premierleutnant
1817 20. Infanterieregiment
1820 Kapitän und Kompaniechef
1834 Major und Kommandeur des III. Bataillons 8. Landwehrregiment
1837 Roter Adlerorden IV. Klasse
1844 Oberstleutnant
1847 Oberst
1852 Abschied mit dem Charakter eines Generalmajor mit Pension
Bekanntheit erlangte Generalmajor Heinrich Priem v.a. durch die von ihm seit 1830 gemeinsam mit Johann Nikolaus Dreyse (1787 - 1867) und dessen Geschäftspartner Carl Friedrich Theodor Collenbusch (1794 - 1849) entwickelte Technik des Zündnadelgewehrs, der späteren Standardwaffe der preußischen Armee. Dreyse hatte sich seit den 1820er Jahren in Sömmerda mit der Konstruktion eines neuartigen Gewehrs beschäftigt, 1828 war das Zündnadelgewehr als Vorderladewaffe patentiert worden. Mehrjährige Versuche, die durch die Vermittlung Priems von der preußischen Militärverwaltung gefördert worden waren, führten zur Konstruktion eines Hinterladesystems, das 1841 als Model M 41 als offizielles Armeegewehr in Preußen eingeführt wurde. Erstmals in den Kämpfen der Revolution von 1848 eingesetzt, trug das Zündnadelgewehr insbesondere im Krieg Preußens gegen Österreich und seine Verbündeten entscheidend zum Sieg Preußens (Schlacht bei Königgrätz) bei.
Für die Verdienste, die Priem sich um die überlegene Bewaffnung der preußischen Armee erworben hatte, wurde er noch im gleichen Jahr 1866 mit dem Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub geehrt. In den preußischen Adelsstand waren "Erfinder" und "Miterfinder des Zündnadelgewehrs" bereits 1854 (Priem) und 1864 (Dreyse) erhoben worden.
[Teile des Nachlasses von Johann Nikolaus von Dreyse werden in der Bayerischen Staatsbibliothek München, dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt.]
Georg Albert von Priem (1. Februar 1850 - 23. Dezember 1920),
verheiratet mit
Theresa Marie Friederike Karoline Frfr. von Plettenberg (26. September 1855 - 17. Oktober 1944): 27. September 1879
Kinder:
1. Georg Ernst Carl Ludwig (19. November 1883 - 9. Januar 1944), verheiratet mit Antonie Martha Frieda Schoeps: 12. Dezember 1927
2. Leopold Eduard Konrad (19. April 1885), verheiratet mit Julie Albertine Busch: 2. März 1914
seit 1891 im Dienst des Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt-Sondershausen
1896 Kammerherr
1899 Hofmarschall
1909 Oberhofmarschall
1911 Bürgerrecht der Stadt Rudolstadt
1918 Wirklicher Geheimer Rat
Eugenie Maria von Priem (6. Januar 1915 - 30. August 2000),
Tochter von Leopold und Julie von Priem, geb. Busch,
seit 1950 in Berlin ansässig.
Auf sie geht die Sammlung der Familienpapiere und ihre Zusammenstellung zum Familienarchiv zurück. Einen (kleinen) Teil des Schriftguts, v.a. Urkunden und Ehrenzeichen, übergab sie bereits im Jahr 1981 dem GStA PK als Geschenk. Der überwiegende Teil, darunter auch die private Hinterlassenschaft der Familie von Priem einschließlich einer Autographensammlung aus dem Besitz der Familie von Treskow, gelangte dagegen zusammen mit ihren eigenen Aufzeichnungen sowie Gegenständen aus dem Familienbesitz, u.a. einer Möbeltruhe, nach ihrem Tod an das Archiv.
Die ursprünglich durch Eugenie von Priem angelegte chronologische Ordnung wurde zu Gunsten einer Trennung des rein privaten Schriftguts von dem eher dienstlicher Natur verändert, zudem die Korrespondenz der einzelnen Familienmitglieder separiert. Allerdings sind hierbei drei Ausnahmen zu beachten: Mit den VE Nr. 18 (Geburt der Zwillinge Georg und Adelheid von Priem), Nr. 19 (Tod Adelheid von Priems) und Nr. 42 (Verlobung mit Theresa von Plettenberg) wurden die von Eugenie von Priem hergestellten Zusammenhänge von Briefen von bzw. an Familienmitglieder mit Schriftgut anderer Art (Rechnungen, Fotos etc.) belassen. Zu diesen sehr familiären und privaten Themen ist Korrespondenz also nicht nur unter den eigens dazu ausgewiesenen Klassifikationspunkten zu finden.
Auf Grund der verwandtschaftlichen Beziehungen der Familie von Priem wird auf weitere im GStA PK verwahrten Familienarchive und Nachlässe verwiesen:
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Rudolf von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Friedrich-Hermann von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Levin Friedrich von Tresckow (Dep.)
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Hermann von Tresckow
GStA PK, VI. HA FA von Priem Nr. 100 ist nicht belegt.
Die Akten sind zu bestellen:
VI. HA FA von Priem Nr.
Die Akten sind zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Priem Nr.
Literatur:
Alexander Demandt, Eine unbekannte Zweitschrift zum Letzten Willen König Friedrich Wilhelms I.: Der Herold, Vierteljahrsschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Bd. 10, 25. Jg. 1982, Heft 6/7, S. 137-142 [zu VI. HA FA von Priem Nr. 132]
Kurt von Priesdorff, Soldatisches Führertum, Bd. IV, Hamburg: Hanseatische Verlagsanstalt o.J., bes. S. 250 ff.
Berlin, den 17. Mai 2004 Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Priem, v.
Die hier zum Familienarchiv zusammengeführte schriftliche Überlieferung der Familie von Priem wurde dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz im Jahr 1981 durch Frau Eugenie von Priem als Geschenk bzw. testamentarisch vermacht (Akz. 94/81, 42/82, 2/03). Das Familienarchiv umfasst die erhaltene Überlieferung der Familie über vier Generationen von 1794 bis 1996, wobei die Hinterlassenschaft von Georg Heinrich (von) Priem (1794-1870) sowie die seines Sohnes Georg Albert von Priem (1850-1920) im Vordergrund stehen.
Georg Heinrich (von) Priem (13. November 1794 - 13. Juli 1870),
verheiratet mit
1. Marie Henriette Auguste von Priem (8. Mai 1795 - 22. Mai 1843): 1. September 1821
2. Adelheid von Treskow (25. September 1808 - 10. Februar 1850): 2. Juni 1845
3. Ernestine Sophie Ulrike von Treskow (15. April 1812 - 23. September 1893): 25. Juli 1854
Kinder aus zweiter Ehe:
1. Maria (Marie) Wilhelmine Henriette Charlotte (13. Mai 1846 - 14. Juli 1860)
2. Anna Julie Marianne Caroline (28. September 1847 - 2. September 1887), verheiratet mit Konrad von der Groeben: 16. Januar 1867
3. Georg Albert (s.u.)
4. Adelheid Henriette (1. Februar 1850 - 27. November 1875), verheiratet mit Hermann Frhr. Hofer von Lobenstein: 26. Oktober 1867
1809-1813 Militärdienst in der 4. Kompanie des Garde-Jägerbataillons Potsdam
1813 Sekondeleutnant im 1. Neumärkischen Landwehr-Infanterieregiment
1813-1814 Beteiligung an den Belagerungen von Stettin, Wittenberg, Soissons, Sturm auf Arnheim, Schlachten bei Groß-Beeren und Dennewitz
1814 Eisernes Kreuz II. Klasse für die Erstürmung des Rosenthaler Tores von Arnheim
1815 Premierleutnant
1817 20. Infanterieregiment
1820 Kapitän und Kompaniechef
1834 Major und Kommandeur des III. Bataillons 8. Landwehrregiment
1837 Roter Adlerorden IV. Klasse
1844 Oberstleutnant
1847 Oberst
1852 Abschied mit dem Charakter eines Generalmajor mit Pension
Bekanntheit erlangte Generalmajor Heinrich Priem v.a. durch die von ihm seit 1830 gemeinsam mit Johann Nikolaus Dreyse (1787 - 1867) und dessen Geschäftspartner Carl Friedrich Theodor Collenbusch (1794 - 1849) entwickelte Technik des Zündnadelgewehrs, der späteren Standardwaffe der preußischen Armee. Dreyse hatte sich seit den 1820er Jahren in Sömmerda mit der Konstruktion eines neuartigen Gewehrs beschäftigt, 1828 war das Zündnadelgewehr als Vorderladewaffe patentiert worden. Mehrjährige Versuche, die durch die Vermittlung Priems von der preußischen Militärverwaltung gefördert worden waren, führten zur Konstruktion eines Hinterladesystems, das 1841 als Model M 41 als offizielles Armeegewehr in Preußen eingeführt wurde. Erstmals in den Kämpfen der Revolution von 1848 eingesetzt, trug das Zündnadelgewehr insbesondere im Krieg Preußens gegen Österreich und seine Verbündeten entscheidend zum Sieg Preußens (Schlacht bei Königgrätz) bei.
Für die Verdienste, die Priem sich um die überlegene Bewaffnung der preußischen Armee erworben hatte, wurde er noch im gleichen Jahr 1866 mit dem Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub geehrt. In den preußischen Adelsstand waren "Erfinder" und "Miterfinder des Zündnadelgewehrs" bereits 1854 (Priem) und 1864 (Dreyse) erhoben worden.
[Teile des Nachlasses von Johann Nikolaus von Dreyse werden in der Bayerischen Staatsbibliothek München, dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt.]
Georg Albert von Priem (1. Februar 1850 - 23. Dezember 1920),
verheiratet mit
Theresa Marie Friederike Karoline Frfr. von Plettenberg (26. September 1855 - 17. Oktober 1944): 27. September 1879
Kinder:
1. Georg Ernst Carl Ludwig (19. November 1883 - 9. Januar 1944), verheiratet mit Antonie Martha Frieda Schoeps: 12. Dezember 1927
2. Leopold Eduard Konrad (19. April 1885), verheiratet mit Julie Albertine Busch: 2. März 1914
seit 1891 im Dienst des Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt-Sondershausen
1896 Kammerherr
1899 Hofmarschall
1909 Oberhofmarschall
1911 Bürgerrecht der Stadt Rudolstadt
1918 Wirklicher Geheimer Rat
Eugenie Maria von Priem (6. Januar 1915 - 30. August 2000),
Tochter von Leopold und Julie von Priem, geb. Busch,
seit 1950 in Berlin ansässig.
Auf sie geht die Sammlung der Familienpapiere und ihre Zusammenstellung zum Familienarchiv zurück. Einen (kleinen) Teil des Schriftguts, v.a. Urkunden und Ehrenzeichen, übergab sie bereits im Jahr 1981 dem GStA PK als Geschenk. Der überwiegende Teil, darunter auch die private Hinterlassenschaft der Familie von Priem einschließlich einer Autographensammlung aus dem Besitz der Familie von Treskow, gelangte dagegen zusammen mit ihren eigenen Aufzeichnungen sowie Gegenständen aus dem Familienbesitz, u.a. einer Möbeltruhe, nach ihrem Tod an das Archiv.
Die ursprünglich durch Eugenie von Priem angelegte chronologische Ordnung wurde zu Gunsten einer Trennung des rein privaten Schriftguts von dem eher dienstlicher Natur verändert, zudem die Korrespondenz der einzelnen Familienmitglieder separiert. Allerdings sind hierbei drei Ausnahmen zu beachten: Mit den VE Nr. 18 (Geburt der Zwillinge Georg und Adelheid von Priem), Nr. 19 (Tod Adelheid von Priems) und Nr. 42 (Verlobung mit Theresa von Plettenberg) wurden die von Eugenie von Priem hergestellten Zusammenhänge von Briefen von bzw. an Familienmitglieder mit Schriftgut anderer Art (Rechnungen, Fotos etc.) belassen. Zu diesen sehr familiären und privaten Themen ist Korrespondenz also nicht nur unter den eigens dazu ausgewiesenen Klassifikationspunkten zu finden.
Auf Grund der verwandtschaftlichen Beziehungen der Familie von Priem wird auf weitere im GStA PK verwahrten Familienarchive und Nachlässe verwiesen:
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Rudolf von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Friedrich-Hermann von Sydow
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Levin Friedrich von Tresckow (Dep.)
- GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Hermann von Tresckow
GStA PK, VI. HA FA von Priem Nr. 100 ist nicht belegt.
Die Akten sind zu bestellen:
VI. HA FA von Priem Nr.
Die Akten sind zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Priem Nr.
Literatur:
Alexander Demandt, Eine unbekannte Zweitschrift zum Letzten Willen König Friedrich Wilhelms I.: Der Herold, Vierteljahrsschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Bd. 10, 25. Jg. 1982, Heft 6/7, S. 137-142 [zu VI. HA FA von Priem Nr. 132]
Kurt von Priesdorff, Soldatisches Führertum, Bd. IV, Hamburg: Hanseatische Verlagsanstalt o.J., bes. S. 250 ff.
Berlin, den 17. Mai 2004 Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Priem, v.
Umfang: 0,2 lfm (146 VE zzgl. Realien ); Angaben zum Umfang: 0,2 lfm (146 VE zzgl. Realien )
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ