Die Brüder Friedrich und Hermann, Grafen von Orlamünde (Orlamunde) und Herren zu Weimar (Wymar), beurkunden, dass Elisabeth Jünger (Junger), Witwe Hermann Jüngers, und deren Erben Ludwig und Eckehart, Bürger [in Weimar], dem Komtur und Pfarrer des Deutschordenshauses Weimar, Johann von Merseburg, einen jährlichen Zins von zwei Pfund Pfenniggeld für 20 Pfund Erfurter Pfennige, die bereits bezahlt sind, wiederkäuflich verkauft haben. Dieser Zins liegt auf einer Hufe in der Stadtflur von Weimar, die von den Grafen von Orlamünde zu Lehen geht und aus folgenden Teilen besteht: neun Acker im Loh (Loe), sieben Acker unter dem Hohen Rain (under deme Hone Reyne), acht Acker von einer Gebreite (gebreyte) beim Dürrenbach (in deme Dorrenbach), drei Acker von einem Gelänge (gelenge) am Diebsteig (an dem Dybstige) und 3½ Acker von einem Gelänge am Schöndorfer Weg (dy da stozet uf den Schondorfer Weg). Der Zins ist je zur Hälfte zu Walpurgis und Michaelis fällig. Bei Nichtzahlung des Zinses soll die Hufe vom Komtur so lange gepfändet werden, bis die Zahlung erfolgt. Der Zins kann zur Hälfte für zehn Pfund bzw. vollständig für 20 Pfund Erfurter Pfennige wieder eingelöst werden. Die jeweils nächste Zinszahlung nach der Einlösung steht jedoch noch dem Komtur zu. – Siegel der beiden Grafen von Orlamünde und Ludwig Jüngers angekündigt.

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Sächsisches Staatsarchiv
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