Friedberg, Burg: Ritter Dietrich v. Grenzau (Grensauwe) sein Bruder Udo (Ude) und Arnold v. 'Kerge' (Ketge?) leisten wegen der Schlacht zu Rodheim...
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B 5 Urkunden der Burg Friedberg
Urkunden der Burg Friedberg >> Urkunden
1374 Juli 18
Ausf., Perg., urspr. 9 Sg., 1-3 in Br., 4 geringer Rest, 5 u. 8 relativ gut erh., 6 nur Rest anh., 7 u. 9 abgef.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1374, tercia feria ante festum beate Marie Magdalene
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedberg, Burg: Ritter Dietrich v. Grenzau (Grensauwe) sein Bruder Udo (Ude) und Arnold v. 'Kerge' (Ketge?) leisten wegen der Schlacht zu Rodheim (Rode-) vor der Höhe, in deren Verlauf sie und ihre Freunde von Burggraf und Burgmannen zu Friedberg gefangen genommen worden waren, Urfehde. Sie verpflichten sich, weder gegen die Burg Friedberg, den Burggrafen und die Burgmannen, Ulrich Herrn v. Hanau (Henauwe), die Städte Frankfurt und Friedberg und ihre Bürger, noch alle an der Schlacht Beteiligten und keinen ihrer Erben und Hintersassen in irgendeiner Weise vorzugehen. [Folgen: Strafbestimmungen im Fall der Verletzung der Urfehde.]. Eine Kündigung der Urfehde ist den Ausstellern nicht möglich. Sie sollen dem Burggrafen und den Burgmannen jeden die Burg betreffenden Schaden anzeigen; auch sollen sie den Genannten von ihren Burgen und Dörfern keinerlei Schaden zufügen. Alle Kundschafter, wegen denen die Auseinandersetzung entstanden war, sollen nicht mehr über den Taunus (hohe) kommen. Die Urfehde gilt auch gegenüber den Burgmannen, die ihre Burgmannschaft in Friedberg aufgeben. Die Aussteller beschwören die Urfehde und geloben, sich in keiner Weise zu behelfen, weder mit geistlichen oder weltlichen Herren noch mit gerichtlicher Anfechtung. Der Urfehde schließen sich an: Johann v. Heddersdorf (Hedinsdorf), Dietrich 'Bußhamer', Johann v. Bassenheim (Baßin-), 'Isenrich' v. 'Ymighusen', Jakob v. Hammerstein und Gerhard v. Poppelsdorf.
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Aussteller und die zuletzt Genannten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Reg.: Schilp, Urkunden Friedberg Nr. 377, S. 148-149
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedberg, Burg: Ritter Dietrich v. Grenzau (Grensauwe) sein Bruder Udo (Ude) und Arnold v. 'Kerge' (Ketge?) leisten wegen der Schlacht zu Rodheim (Rode-) vor der Höhe, in deren Verlauf sie und ihre Freunde von Burggraf und Burgmannen zu Friedberg gefangen genommen worden waren, Urfehde. Sie verpflichten sich, weder gegen die Burg Friedberg, den Burggrafen und die Burgmannen, Ulrich Herrn v. Hanau (Henauwe), die Städte Frankfurt und Friedberg und ihre Bürger, noch alle an der Schlacht Beteiligten und keinen ihrer Erben und Hintersassen in irgendeiner Weise vorzugehen. [Folgen: Strafbestimmungen im Fall der Verletzung der Urfehde.]. Eine Kündigung der Urfehde ist den Ausstellern nicht möglich. Sie sollen dem Burggrafen und den Burgmannen jeden die Burg betreffenden Schaden anzeigen; auch sollen sie den Genannten von ihren Burgen und Dörfern keinerlei Schaden zufügen. Alle Kundschafter, wegen denen die Auseinandersetzung entstanden war, sollen nicht mehr über den Taunus (hohe) kommen. Die Urfehde gilt auch gegenüber den Burgmannen, die ihre Burgmannschaft in Friedberg aufgeben. Die Aussteller beschwören die Urfehde und geloben, sich in keiner Weise zu behelfen, weder mit geistlichen oder weltlichen Herren noch mit gerichtlicher Anfechtung. Der Urfehde schließen sich an: Johann v. Heddersdorf (Hedinsdorf), Dietrich 'Bußhamer', Johann v. Bassenheim (Baßin-), 'Isenrich' v. 'Ymighusen', Jakob v. Hammerstein und Gerhard v. Poppelsdorf.
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Aussteller und die zuletzt Genannten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Reg.: Schilp, Urkunden Friedberg Nr. 377, S. 148-149
Bestellnummer: A 3, Nr. 111/203
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:39 MESZ