Enthaeltvermerke: Kläger: Erzbischof (Elekt) Salentin von Köln Beklagter: Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg Prokuratoren (Kl.): Dr. Laurentz Wildhelm 1568 und 1578 - Seiblin (1572, 1576) - Ramminger (1578, 1579, 1580) - Kirwang (1579) - Grönberger (1580) - Linck (1580) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johannes Portius 1554 - Dr. Alexander Reiffsteck (nach dem Tod des Dr. Ludwig Ziegler) 1554 - Dr. Christoff Reiffsteck (nach dem Tod des Dr. Alexander Reiffsteck) 1576 - Dr. Laurentius Vomelius Stapert (nach der Mandatsniederlegung des Dr. Christoff Reiffsteck) 1579 - Köchel (1570) Prozeßart: Primi Mandati der Clerisey Schatzung belangend gepfändeten Gelder und Sachwerte unverzüglich zu restituieren. Der Beklagte erhebt jedoch Einrede gegen die Zuständigkeit des RKG als 1. Instanz, schlägt 1572 und 1579 Kommissare für ein Extrajudizialverfahren vor und beantragt 1580, die Sache an die Austräge zu verweisen. Der Kaiser, der an einer außergerichtlichen Einigung interessiert ist, ermahnt in zwei Schreiben vom 7. Dez. 1570 die Prozeßparteien, einen gütlichen Vergleich unter Vermittlung zweier kaiserl. Kommissare anzustreben. 1576 empfiehlt der Reichshofrat zu Regensburg nochmals einen Vergleich zwischen den Prozeßgegnern, und Kaiser Rudolf II. ernennt Bischof Gerhard von Lüttich und den Landgrafen Ludwig von Hessen als Kommissare. 1580, nach der wiederholten Androhung der Reichsacht, stellen sich Ritter und Landschaft von Jülich und Berg hinter ihren Herzog. Sie fordern ihn auf, keine Ungleichbehandlung der Untertanen zuzulassen. Instanzen: RKG 1570 - 1580 (1554 - 1580) Beweismittel: RKG-(Bei-)Urteile vom 13. März und 22. Mai 1570, 29. Jan. und 15. Juni 1571, 28. Jan., 23. Mai und 18. Dez. 1572, 12. Sept. 1576, 8. April und 18. April 1578, 26. Jan., 20. Juni und 5. Juli 1580 (Prot.). Beschluß des Reichsrates („Conclusum in Consilio Imperii“). Beschluß des Reichsrates von Regenburg vom 6. Okt. 1576 (Q 21). Verhörung des Heinrich, Halfmann im „Frowenhof“ im Amt Kaster, Pächter des Abts von St. Pantaleon zu Köln durch die Schöffen des Gerichts zu Esch, namentlich Wilhelm Tuen, Thies Rixen und Johann Kelners, 1580 (Q 32). Verhörung des Simon, Halfmann zu Oberembt im Amt Kaster, Pächter von St. Pantaleon, durch die Schöffen Godart Hirtz und Gerhard im Hove zu Oberembt 1580 (Q 33). Weitere Verhöre von namentlich aufgeführten Pächtern der Kölner Klöster und Kirchen im Jahre 1580 durch Vogt und Schöffen des Gerichts zu Titz im Amt Jülich (Q 34), Schöffen des Stadtgerichts zu Kaster (Q 35), Vogt Peter Renbach und Schöffen der Gerichte Pulheim und Bachem im Amt Bergheim (Q 36), Schöffen der Gerichte zu Stommel und Dormagen im Amt Bergheim (Q 37), Schöffen der Gerichte zu in der Lohe und Bergheimerdorf im Amt Bergheim (Q 38), Schöffen des Gerichts zu Grevenbroich (Q 39), Schöffen der Gerichte zu Efferen und Fischenich im Amt Bergheim (Q 40), Schöffen des Gerichts zu Geyen im Amt Bergheim (Q 41), Schöffen des Gerichts zu Königshoven im Amt Grevenbroich (Q 42). Je zwei Schreiben der Ritter und Landschaft des Fürstentums Berg (Q 43, 46) und des Fürstentums Jülich (Q 44f.) vom 24. April 1580. Beschreibung: 4 cm, 214 Bl., lose; Q 1 - 28, 30 - 47, 3 Beilagen (27. Jan. 1580, 29. Jan. 1572). Vgl. RKG 931 (C 423/1214), 932 (C 424/1215), 942 (C 434/1226) und 948 (C 440/1232).