Haus Küchen / Akten (Bestand)
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U 131
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen >> 4.3. Gewerbebetriebe, Adlige Häuser, Familien, Höfe (U) >> 4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe >> Haus Küchen
1518-1917
Familiensachen (87) und Güterverwaltung (768) der Familie von Mallinckrodt; dasselbe Familie von Schilder (297); Amtsregistratur der Drosten zu Sassenberg (42); verwandte Familien von der Borch zu Holzhausen, von Galen, von Grothaus, von Nehem zu Sondermühlen (71). Familiensachen (28) und Güterverwaltung (178) der Familie Rath, Sassenberg; Handakten des Justizkommissars Dr. Rath, Sassenberg (87); Verschiedenes (25).
Bestandsgeschichte: Adeliges Gut, Stadt Ahlen (Kreis Warendorf), bis 1502 im Besitz der Familie von Cloedt; durch Erbheiraten an die Familie von Mallinckrodt und von Schilder; 1829 an die Familie Rath in Sassenberg übergegangen; nach 1868 weitere Besitzerwechsel.
Form und Inhalt: Das Depositum "Haus Küchen" wurde 1963 dem Staatsarchiv Münster von den Erben Rath, Sassenberg, übergeben (vgl. Dienstregistratur 12.2.1 - 4008/63). 1973 ging das Eigentum an dem Depositum an Herrn Ernst Rath, Sassenberg-Gröblingen, über.
Haus Küchen, ursprünglich ein adeliges Rittergut im Kirchspiel Altahlen, befand sich während des 14. und 15. Jahrhunderts als klevisch-märkisches Lehen im Besitz der Herren von Cloedt. Durch die Heirat der Erbtochter Elseke mit Hermann von Mallinckrodt im Jahre 1502 fiel das Gut an die von Mallinckrodt, in deren Besitz es über drei Jahrhunderte verblieb. Die von Mallinckrodt gehörten dem märkischen Uradel an und nannten sich nach dem Haus Mallinckrodt bei Wetter an der Ruhr, das sie seit etwa 1250 als Volmesteinsches Lehen innehatten.
Mit Marie Christine von Mallinckrodt, verehelichte von Schilder, starb 1829 der Küchener Zweig aus. Da aus ihrer Ehe keine Kinder hervorgegangen waren, vermachte sie u.a. Haus Küchen den Eheleuten Justizkommissar Dr. Johann Henrich Rath und Sophie geb. von Fricken in Sassenberg. Als 1868 Haus Küchen durch Auguste Rath an den Kolonen Ferdinand Limbrock gen. Cubick Lenferdinck verkauft wurde, verblieben die Archivalien des Gutes gleichwohl in Sassenberg.
Der Bestand "Haus Küchen" enthält nicht nur Akten, die das Haus Küchen und die Familie von Mallinckrodt betreffen, sondern auch Akten, die sich auf verwandte Familien beziehen. Zu nennen sind hier vor allem die von Schilder, von Nehem, von Grothaus und von der Borch. Da die von Schilder und von Grothaus Amtsdrosten der Fürstbischöfe von Münster waren, sind auch Bruchstücke Dienstregistratur nach Haus Küchen gelangt. Schließlich sind noch die Akten der Familie Rath - unter ihnen die Handakten des Justizkommissars Dr. J.H. Rath, Sassenberg, - mit den Akten des Hauses Küchen vereinigt worden.
Wegen des schlechten Ordnungszustandes der Akten - ursprüngliche Zusammenhänge waren weitestgehend zerstört - war praktisch eine blattweise Ordnung und Verzeichnung unvermeidlich. Da ein brauchbarer älterer Aktenplan nicht vorhanden war, wurde die Klassifikation nach modernen Sachgruppen vorgenommen. Die Nummern 1 bis 270 wurden von Oberstaatsarchivrat Dr. Hofmann, die restlichen von Unterzeichnetem bearbeitet.
Der Bestand ist zu zitieren:
Haus Küchen, Akten Nr.....
Generationsfolge der Freiherren von Mallinckrodt zu Küchen
(frei nach Max von Spiessen, Genealogische Sammlung, Bd. 27)
I. Hermann von Mallinckrodt
oo Elseke von Cloedt zu Küchen (1548+)
II. Henrich von Mallinckrodt
oo Mechtild von Oer zu Kakesbeck
III. Henrich von Mallinckrodt
oo Remberta von Crevet
(Tochter der Anna von Wendt zu Crassenstein)
IV. Rembert von Mallinckrodt
oo Agnes von Frydag zu Loringhof und Sandfort
V. Eberhard von Mallinckrodt
oo Ida von Pallandt zu Keppel
VI. Elbert Henrich Bernard von Mallinckrodt (+1727)
oo Barbara Sybille Helena von Nehem zu Sondermühlen (+1736)
VII. Wolfgang Anton von Mallinckrodt (+1769)
oo 1) Adriana von Cloedt zu Hanxleden (+1756)
2) Maria Theodora von Eerde zu Eyll (+1807)
VIII. Maria Christina von Mallinckrodt (+1829)
oo Clemens August von Schilder zu Sassenberg (+1797)
Literatur:
Carl Schulze Henne, Küchen - Festes Haus, Geschichte der Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, 5 km westlich der Stadt Ahlen/Westfalen, Küchen 1979.
Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A, Band VII, Limburg an der Lahn 1965, S. 175 ff.
Münster, im August 1982
P. Veddeler
Das Depositum ist mit Schenkungsvertrag vom 24./27.6.2014 in Landeseigentum übergegangen und durch Schenkung von Herrn Elmer Wilbrand (Münster) vom 10.2.2015 durch die Nummern 1581 bis 1585 ergänzt worden.
Bestandsgeschichte: Adeliges Gut, Stadt Ahlen (Kreis Warendorf), bis 1502 im Besitz der Familie von Cloedt; durch Erbheiraten an die Familie von Mallinckrodt und von Schilder; 1829 an die Familie Rath in Sassenberg übergegangen; nach 1868 weitere Besitzerwechsel.
Form und Inhalt: Das Depositum "Haus Küchen" wurde 1963 dem Staatsarchiv Münster von den Erben Rath, Sassenberg, übergeben (vgl. Dienstregistratur 12.2.1 - 4008/63). 1973 ging das Eigentum an dem Depositum an Herrn Ernst Rath, Sassenberg-Gröblingen, über.
Haus Küchen, ursprünglich ein adeliges Rittergut im Kirchspiel Altahlen, befand sich während des 14. und 15. Jahrhunderts als klevisch-märkisches Lehen im Besitz der Herren von Cloedt. Durch die Heirat der Erbtochter Elseke mit Hermann von Mallinckrodt im Jahre 1502 fiel das Gut an die von Mallinckrodt, in deren Besitz es über drei Jahrhunderte verblieb. Die von Mallinckrodt gehörten dem märkischen Uradel an und nannten sich nach dem Haus Mallinckrodt bei Wetter an der Ruhr, das sie seit etwa 1250 als Volmesteinsches Lehen innehatten.
Mit Marie Christine von Mallinckrodt, verehelichte von Schilder, starb 1829 der Küchener Zweig aus. Da aus ihrer Ehe keine Kinder hervorgegangen waren, vermachte sie u.a. Haus Küchen den Eheleuten Justizkommissar Dr. Johann Henrich Rath und Sophie geb. von Fricken in Sassenberg. Als 1868 Haus Küchen durch Auguste Rath an den Kolonen Ferdinand Limbrock gen. Cubick Lenferdinck verkauft wurde, verblieben die Archivalien des Gutes gleichwohl in Sassenberg.
Der Bestand "Haus Küchen" enthält nicht nur Akten, die das Haus Küchen und die Familie von Mallinckrodt betreffen, sondern auch Akten, die sich auf verwandte Familien beziehen. Zu nennen sind hier vor allem die von Schilder, von Nehem, von Grothaus und von der Borch. Da die von Schilder und von Grothaus Amtsdrosten der Fürstbischöfe von Münster waren, sind auch Bruchstücke Dienstregistratur nach Haus Küchen gelangt. Schließlich sind noch die Akten der Familie Rath - unter ihnen die Handakten des Justizkommissars Dr. J.H. Rath, Sassenberg, - mit den Akten des Hauses Küchen vereinigt worden.
Wegen des schlechten Ordnungszustandes der Akten - ursprüngliche Zusammenhänge waren weitestgehend zerstört - war praktisch eine blattweise Ordnung und Verzeichnung unvermeidlich. Da ein brauchbarer älterer Aktenplan nicht vorhanden war, wurde die Klassifikation nach modernen Sachgruppen vorgenommen. Die Nummern 1 bis 270 wurden von Oberstaatsarchivrat Dr. Hofmann, die restlichen von Unterzeichnetem bearbeitet.
Der Bestand ist zu zitieren:
Haus Küchen, Akten Nr.....
Generationsfolge der Freiherren von Mallinckrodt zu Küchen
(frei nach Max von Spiessen, Genealogische Sammlung, Bd. 27)
I. Hermann von Mallinckrodt
oo Elseke von Cloedt zu Küchen (1548+)
II. Henrich von Mallinckrodt
oo Mechtild von Oer zu Kakesbeck
III. Henrich von Mallinckrodt
oo Remberta von Crevet
(Tochter der Anna von Wendt zu Crassenstein)
IV. Rembert von Mallinckrodt
oo Agnes von Frydag zu Loringhof und Sandfort
V. Eberhard von Mallinckrodt
oo Ida von Pallandt zu Keppel
VI. Elbert Henrich Bernard von Mallinckrodt (+1727)
oo Barbara Sybille Helena von Nehem zu Sondermühlen (+1736)
VII. Wolfgang Anton von Mallinckrodt (+1769)
oo 1) Adriana von Cloedt zu Hanxleden (+1756)
2) Maria Theodora von Eerde zu Eyll (+1807)
VIII. Maria Christina von Mallinckrodt (+1829)
oo Clemens August von Schilder zu Sassenberg (+1797)
Literatur:
Carl Schulze Henne, Küchen - Festes Haus, Geschichte der Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, 5 km westlich der Stadt Ahlen/Westfalen, Küchen 1979.
Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A, Band VII, Limburg an der Lahn 1965, S. 175 ff.
Münster, im August 1982
P. Veddeler
Das Depositum ist mit Schenkungsvertrag vom 24./27.6.2014 in Landeseigentum übergegangen und durch Schenkung von Herrn Elmer Wilbrand (Münster) vom 10.2.2015 durch die Nummern 1581 bis 1585 ergänzt worden.
1.591 Akten.; 1591 Akten.
Bestand
German
Gustav von Mallinckrodt (Hg.), Urkundenbuch der Familie von Mallinckrodt, 2 Bde. (Urkunden 1250-1650), Bonn 1911; Carl Schulze Henne, Küchen - Festes Haus, Ahlen 1979; Horst Gerhard von Mallinckrodt, Die von Mallinckrodt zu Küchen, in: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark 93/94 (1995), S. 127-160.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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