Der Amtsschösser Paul Drechsler bekennt, dass der kurfürstliche Rittmeister und Kriegskommissar Rudolph von Schmerzing nach Verzögerungen durch feindliche Einfälle und weitere nicht näher bestimmte Hinderungsgründe bei ihm vorstellig geworden ist und gegen Vorlage einer kurfürstlichen Erlaubnis und eines Erbkaufvertrags über das Freigut der Erben des Landschreibers Hans Müller im Dorf Borna im Amt Chemnitz seine Belehnung mit dem von ihm erworbenen Gut erbeten hat. Schmertzing erhält das Gut als Amtslehen des Amts Chemnitz mit allen dazu gehörenden, näher bestimmten Rechten, wie sie seine Vorgänger gehabt haben. Von allen Hofdiensten, Land-, Jagd-, Kohl- und Baufuhren sowie anderen Einlagen ist er befreit. Stattdessen soll er eine näher bestimmte Summe an Abgaben leisten. - Unterschrift und Siegel angekündigt.
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Der Amtsschösser Paul Drechsler bekennt, dass der kurfürstliche Rittmeister und Kriegskommissar Rudolph von Schmerzing nach Verzögerungen durch feindliche Einfälle und weitere nicht näher bestimmte Hinderungsgründe bei ihm vorstellig geworden ist und gegen Vorlage einer kurfürstlichen Erlaubnis und eines Erbkaufvertrags über das Freigut der Erben des Landschreibers Hans Müller im Dorf Borna im Amt Chemnitz seine Belehnung mit dem von ihm erworbenen Gut erbeten hat. Schmertzing erhält das Gut als Amtslehen des Amts Chemnitz mit allen dazu gehörenden, näher bestimmten Rechten, wie sie seine Vorgänger gehabt haben. Von allen Hofdiensten, Land-, Jagd-, Kohl- und Baufuhren sowie anderen Einlagen ist er befreit. Stattdessen soll er eine näher bestimmte Summe an Abgaben leisten. - Unterschrift und Siegel angekündigt.
10080 Lehnhof Dresden, Nr. U 05 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10080 Lehnhof Dresden
10080 Lehnhof Dresden >> 1. Urkunden
1637 Oktober 4
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:17 MEZ
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Hierarchie Detailansicht
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