E Rep. 200-30 Nachlass Otto Bach (Bestand)
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E Rep. 200-30
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: Achtung: noch KommTreff-Daten überarbeiten
Kn, Juli 2023
1. Biographie
Otto Friedrich Bach wurde am 22. Dezember 1899 in Stuttgart geboren. Nach dem Besuch der Oberrealschule absolvierte er von 1915 bis 1918 eine kaufmännische Lehre im Papier- und Schreibwarengroßhandel. Bis 1921 arbeitete er als Expedient in einer Großdruckerei und Papierwarenfabrik. Danach baute er als Referent und späterer stellvertretender Leiter das Zweigamt des Internationalen Arbeitsamtes auf. 1924 heiratete er Ulrike Wissel, Tochter des späteren Reichswirtschafts- und Arbeitsministers Rudolf Wissel.
Im Oktober 1933 wurde Otto Bach in das Internationale Arbeitsamt in Genf berufen. Von 1941 bis 1942 war er im Berliner Zentralamt für Internationale Sozialgestaltung tätig. 1942 wurde er Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Handelskammer im besetzten Paris. In dieser Zeit schrieb er u. a. auch Artikel für das deutsch-französische Wirtschaftsblatt "Pariser Zeitung".
1945/46 war Otto Bach Leiter des wirtschaftspolitischen Sekretariats im Zentralausschuss der SPD Berlin, Leiter des Hauptamtes für Gesamtplanung und Direktor in der Zentralverwaltung für Wirtschaft in der Sowjetischen Besatzungszone. Im Oktober 1946 wurde er zum Mitglied der Stadtverordnetenversammlung gewählt; später blieb er im Abgeordnetenhaus als Volksvertreter tätig, dem er von 1961 bis 1967 als Präsident vorstand.
Von 1950 bis 1953 Senator für Sozialwesen, übernahm er von 1954 bis 1957 das Amt des Direktors des Senders Freies Berlin.
Otto Bach bekleidete zahlreiche Funktionen und Ehrenämter. Er starb am 28. Juli 1981 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde im Dezember 1981 dem Landesarchiv Berlin von der Witwe als Schenkung übergeben.
Enthält:
Biografisches Material.- Unterlagen über die Vereinten Nationen, die Europa-Union, die Sozialistische Bewegung, die Bürgermeister-Reuter-Stifung, den Sender Freies Berlin, das Internationale Arbeitsamt Genf und über Vereine.- Ehrungen.- Parlamentarierreisen.- Reden.- Korrespondenz.- Zeitungsartikel.- Fotos.
Erschlossen: 113 [AE] 4.20 [lfm]
Laufzeit:
1921 - 1981
Benutzung:
Findbuch, Benutzungsbeschränkung
Verweise:
-> LAB B Rep. 001 Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
-> LAB B Rep. 008-02 Senatsverwaltung für Soziales
Literatur:
-> Otto Bach. Ein Europäer kämpft für Berlin. Reden und Ansprachen 1947-1949, hrsg. von Bruno Lampasiak und Walther G. Oschilewski, Berlin 1969.
-> Oschilewski, Walther G.: Humanität und Politik. Otto Bach 1899-1981. In: Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung, Bd. 13, 1981, S. 167-175.
Kn, Juli 2023
1. Biographie
Otto Friedrich Bach wurde am 22. Dezember 1899 in Stuttgart geboren. Nach dem Besuch der Oberrealschule absolvierte er von 1915 bis 1918 eine kaufmännische Lehre im Papier- und Schreibwarengroßhandel. Bis 1921 arbeitete er als Expedient in einer Großdruckerei und Papierwarenfabrik. Danach baute er als Referent und späterer stellvertretender Leiter das Zweigamt des Internationalen Arbeitsamtes auf. 1924 heiratete er Ulrike Wissel, Tochter des späteren Reichswirtschafts- und Arbeitsministers Rudolf Wissel.
Im Oktober 1933 wurde Otto Bach in das Internationale Arbeitsamt in Genf berufen. Von 1941 bis 1942 war er im Berliner Zentralamt für Internationale Sozialgestaltung tätig. 1942 wurde er Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Handelskammer im besetzten Paris. In dieser Zeit schrieb er u. a. auch Artikel für das deutsch-französische Wirtschaftsblatt "Pariser Zeitung".
1945/46 war Otto Bach Leiter des wirtschaftspolitischen Sekretariats im Zentralausschuss der SPD Berlin, Leiter des Hauptamtes für Gesamtplanung und Direktor in der Zentralverwaltung für Wirtschaft in der Sowjetischen Besatzungszone. Im Oktober 1946 wurde er zum Mitglied der Stadtverordnetenversammlung gewählt; später blieb er im Abgeordnetenhaus als Volksvertreter tätig, dem er von 1961 bis 1967 als Präsident vorstand.
Von 1950 bis 1953 Senator für Sozialwesen, übernahm er von 1954 bis 1957 das Amt des Direktors des Senders Freies Berlin.
Otto Bach bekleidete zahlreiche Funktionen und Ehrenämter. Er starb am 28. Juli 1981 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde im Dezember 1981 dem Landesarchiv Berlin von der Witwe als Schenkung übergeben.
Enthält:
Biografisches Material.- Unterlagen über die Vereinten Nationen, die Europa-Union, die Sozialistische Bewegung, die Bürgermeister-Reuter-Stifung, den Sender Freies Berlin, das Internationale Arbeitsamt Genf und über Vereine.- Ehrungen.- Parlamentarierreisen.- Reden.- Korrespondenz.- Zeitungsartikel.- Fotos.
Erschlossen: 113 [AE] 4.20 [lfm]
Laufzeit:
1921 - 1981
Benutzung:
Findbuch, Benutzungsbeschränkung
Verweise:
-> LAB B Rep. 001 Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
-> LAB B Rep. 008-02 Senatsverwaltung für Soziales
Literatur:
-> Otto Bach. Ein Europäer kämpft für Berlin. Reden und Ansprachen 1947-1949, hrsg. von Bruno Lampasiak und Walther G. Oschilewski, Berlin 1969.
-> Oschilewski, Walther G.: Humanität und Politik. Otto Bach 1899-1981. In: Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung, Bd. 13, 1981, S. 167-175.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST