Margarete Allakreyn von Attenhofen ("Autenhofen") [Stadt Weißenhorn/Lkr. Neu-Ulm], Witwe des Johann Aspermunt, bekennt, dass ihr Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("zu/e/ den Barfu/e/ssen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] eine Selde in Attenhofen mit allen Zugehörungen zu Erbrecht verliehen haben. Sie verpflichtet sich, ihnen davon jedes Jahr 16 Schilling Heller, 1 Viertel Öl, 1 Fastnachtshuhn und 6 Herbsthühner als Vogtrecht zu liefern. Die zu der Selde gehörende Waldung soll sie in gutem Kulturzustand halten. Sie darf daraus Holz zu ihrem Eigenbedarf und für die Selde schlagen lassen, nicht aber zum Verkauf. Auch darf sie in der Waldung keine Schäden anrichten. Bei Verstößen hat sie eine Strafe in Höhe von 10 Pfund Heller zu entrichten. Bei Besitzerwechseln stehen den Franziskanern von dem Abziehenden und von dem neuen Besitzer je 10 Schilling Heller zu.