Propst Johann, Dekan Vinzent und der Konvent von St. Zeno bestätigen, dass Ludwig Ebmer, Bischof von Chiemsee und ehemaliger Propst von St. Zeno, zu seinem und seiner Vorfahren Seelenheil eine tägliche Messe im Münster in der von ihm gestifteten Kapelle St. Felizitas begründet hat, in welcher er, sein Bruder Hans Ebmer, Landrichter zu Viechtach, und dessen Ehefrau und Kinder das alleinige Begräbnisrecht erhalten sollen. Als großer Wohltäter hatte Ludwig die Tilgung der Schulden des Stifts übernommen, für die neuerliche Inkorporation der Pfarrei Kirchdorf Sorge getragen, wofür er seine Pfarrei in Gmünd in Oberkärnten eintauschte, die Neuerrichtung der baufälligen Kirchdorfer (?) Pfarrkirche finanziert und auf eigene Kosten eine neue Monstranz im Wert von 1200 Gulden, Pontifikalien, einen Kelch und Messbüchern für das Stift anschaffen lassen. Aus dem zum Unterhalt der Messe übereigneten Geldbetrag hat St. Zeno Einkünfte und Gülten in den Gerichten Tittmoning (Strohhof, Gut Aw, Kelchham, Eberding, alle Pfarrei Fridolfing, Aich in der Pfarrei Petting) und Traunstein (Steinberg aus dem Miesenbach in der Pfarrei Vachendorf) sowie zu Steppach (Mair) in der Pfarrei Waging im Gericht Halmberg erworben;. S1: Propst Johann v. St. Zeno, S2: Konvent St. Zeno, S3: Propst Balthasar v. Kloster Berchtesgaden, S4: Konvent v. Berchtesgaden