Sitten- und Vermögenszeugnis
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A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. 6941
A 2 d (Geburtsbriefe) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a) >> Bd. 17 Geburtsbriefe 1823-1838
1837 Januar 19
Regest: Amandus Hermann Wagner, ehelicher Sohn des 1811 in Schiltach verstorbenen Stadtpfarrers Wagner, der sich in Reutlingen häuslich niederlassen will, bekennt sich zur evang. Religion. Er hat sich während seines ehemaligen Aufenthalts in Schiltach durchaus tadellos betragen. In den späteren Jahren hat er sich an verschiedenen Orten des Auslands im Handlungs- und Conditor-Berufe aufgehalten, für welche Zeit ein ganz unbescholtener Ruf von ihm bekannt ist. über sein Vermögen ist zwar dem Gemeinderat nichts ganz Genaues bekannt, weil seine noch lebende Mutter sich seit geraumen Jahren von Schiltach entfernt hat und dem Vernehmen nach in Tübingen wohnt. Man hat aber die überzeugung, dass sie ihrem Sohn die versprochene Anhilfe von 300 fl auszufolgen gar wohl im Stande ist, Der Gemeinderat zweifelt auch nicht, dass Wagner die teils ersparte teils durch Erbschaften erworbene Summe von 700-800 fl auf Verlangen der Behörde des Niederlassungsortes vorzulegen im Stande ist. Wagner hat bei der Conscription (= Musterung, Aushebung) für 1832 seiner Pflicht Genüge geleistet, indem er damals frei wurde. ...
Schiltach, 20. Januar 1837.
Legalisiert mit dem Anfügen, dass der Entlassung des Amandus Hermann Wagner aus dem badischen Staatsverband nichts im Wege steht, sobald die Aufnahme in den württ. Staatsverband erfolgen wird.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Vorderseite: Im Januar 1837 ins Bürgerrecht aufgenommen.
Schiltach, 20. Januar 1837.
Legalisiert mit dem Anfügen, dass der Entlassung des Amandus Hermann Wagner aus dem badischen Staatsverband nichts im Wege steht, sobald die Aufnahme in den württ. Staatsverband erfolgen wird.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Vorderseite: Im Januar 1837 ins Bürgerrecht aufgenommen.
1 Bü
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Schiltach
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Gemeinderat: 6 Unterschriften
Grossherzogl. bad. Bezirksamt Hornberg...(?)
Siegel (Erhaltung): Stempel der Stadtgemeinde Schiltach
Stempel des Bezirksamts Hornberg
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Gemeinderat: 6 Unterschriften
Grossherzogl. bad. Bezirksamt Hornberg...(?)
Siegel (Erhaltung): Stempel der Stadtgemeinde Schiltach
Stempel des Bezirksamts Hornberg
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ