Supplicationis Auseinandersetzung um Auslieferung von Gefangenen und Schmuck
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(1) 3195
Wismar S 272 (W S 8 n. 272)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 19. 1. Kläger S
14.12.1736-16.02.1737
Kläger: (2) Sibilla Dorothea von Schack, geborene von Pentz
Beklagter: Hauptmann Wilhelm Ludwig von Schack zu Hülseburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Gebhard Christoph Kütemeyer (A), Dr. Carl Daniel Schlaff (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat bei der Schweriner Justizkanzlei ein Subsidialschreiben an den Wismarer Rat erlangt, die Kl.in auszuliefern. Diese bittet das Tribunal um dessen Schutz und ein Schreiben an den Rat, die Auslieferung nicht durchzuführen. Eine Antwort des Tribunals ist nicht überliefert. Am 31.01.1737 bittet der Bekl. um Auslieferung seiner Frau, die ihn mit seinem ehemaligen Jäger Johann Greve, ihrer Dienerin Catharina Hippolita Lübbert und 4.500 Rtlr verlassen hat. Er hat bereits 2x Subsidialien der Schweriner Justizkanzlei an den Wismarer Rat wegen Auslieferung gesandt, sein Ziel aber bisher nicht erreicht und erbittet nun die Hilfe des Tribunals. Die am 01.02. erfolgte Antwort des Tribunals erhellt nicht, da ein Protokoll, auf das verwiesen wird, der Akte nicht beiliegt. Am 12.02. bittet der Bekl., Greve aus dem Arrest nach Schwerin auszuliefern, den Arrest von seiner Frau zu lösen und ihm die Juwelen auszuliefern. Das Tribunal fordert den Bekl. am 15.02.1737 auf, der Kl.in ihr Kästchen zurückzugeben und verspricht, die Sache dann an die Justizkanzlei zu überweisen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1736-1737
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 29.01.1737
Beklagter: Hauptmann Wilhelm Ludwig von Schack zu Hülseburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Gebhard Christoph Kütemeyer (A), Dr. Carl Daniel Schlaff (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat bei der Schweriner Justizkanzlei ein Subsidialschreiben an den Wismarer Rat erlangt, die Kl.in auszuliefern. Diese bittet das Tribunal um dessen Schutz und ein Schreiben an den Rat, die Auslieferung nicht durchzuführen. Eine Antwort des Tribunals ist nicht überliefert. Am 31.01.1737 bittet der Bekl. um Auslieferung seiner Frau, die ihn mit seinem ehemaligen Jäger Johann Greve, ihrer Dienerin Catharina Hippolita Lübbert und 4.500 Rtlr verlassen hat. Er hat bereits 2x Subsidialien der Schweriner Justizkanzlei an den Wismarer Rat wegen Auslieferung gesandt, sein Ziel aber bisher nicht erreicht und erbittet nun die Hilfe des Tribunals. Die am 01.02. erfolgte Antwort des Tribunals erhellt nicht, da ein Protokoll, auf das verwiesen wird, der Akte nicht beiliegt. Am 12.02. bittet der Bekl., Greve aus dem Arrest nach Schwerin auszuliefern, den Arrest von seiner Frau zu lösen und ihm die Juwelen auszuliefern. Das Tribunal fordert den Bekl. am 15.02.1737 auf, der Kl.in ihr Kästchen zurückzugeben und verspricht, die Sache dann an die Justizkanzlei zu überweisen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1736-1737
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 29.01.1737
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:26 AM CET