Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz verkündet das Urteil seines Hofgerichts in der Streitsache zwischen dem Abt [Bernhard] von Hirsau und Swicker von Sickingen, Vogt zu Bretten, über die Setzung eines Schultheißen zu Bauerbach, die Abhaltung von Gerichtstagen im Burghof und diesbezügliche Gefälle. Swicker von Sickingen reklamiert die Vogtei zu Bauerbach als Reichslehen, das von Peter Echter, Hanmanns Sohn, als Träger seiner Muhme, der Ehefrau Balthasars von Thüngen, herrühre. Verwiesen wird im Prozess u. a. auf Gerichtsurteile des Pfalzgrafen Otto I. von Pfalz-Mosbach und eine Verhandlung zu Speyer unter Graf Rudolf von Sulz, einen lateinischen Lehnsbrief König Albrechts I. an Zeisolf von Magenheim über Bauerbach als Burglehen zu Wimpfen von 100 Mark Silber, einen Lehnsbriefs König Karls IV. an die Hofwarte von Kirchheim und einen Lehnsbrief Kaiser Friedrichs III. an Balthasar von Thüngen als Träger der Susanne und Lisa, des verstorbenen Rabans Hofwart Töchter, sowie auf eine Kundschaft des Peter von Talheim. Das Gericht urteilt, dass Swicker von Sickingen den Abt in dessen besagten Rechten ungehindert lassen soll. Richter und Räte des Pfalzgrafen in der Angelegenheit sind: Hans von Gemmingen zu Guttenberg, Hofrichter; Martin von Helmstatt der Junge, Ritter; Hans von Wallbrunn; Ludwig von Sickingen; Heinrich von Morschheim; Friedrich Hund von Saulheim; Hans von Helmstatt zu Grombach; Heinrich von Handschuhsheim und Meister Bernhard Fröwis.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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