Kläger: Christoph Frey, Kaufmann in Kopenhagen, Magdeburg und Berlin, sowie Albrecht Ludekingk, Kaufmann in Kopenhagen, Halle und Magdeburg (Kläger) und als Gläubiger dieser Kaufleute die königlich dänischen und fürstlich magdeburgischen "Leib-Medicer" und "Doktoren der Arznei" Johann Bentz in Kopenhagen und Henrich Brandes in Magdeburg.- Beklagter: Apollonius (Apel) von Ebeleben, Besitzer des Gutes Wartenburg in Sachsen (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis a definitiva; Anspruch der Kläger als Zessionare der Leipziger Kaufleute Henrich Cramer und Caspar Schelhammer auf einen in Hamburg sequestrierten Smaragd, der angeblich 8500 Reichstaler wert war und von Hans Rautenkrantz, Handelsdiener und Makler aus Braunschweig, im Auftrag der Kaufleute Cramer und Schelhammer an deutschen Fürstenhöfen u.a. dem Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg angeboten worden war, der dann aber von Hans Rautenkrantz dem Beklagten verpfändet und schließlich bei Joachim Beckmann in Hamburg gegen 483 Taler versetzt worden war
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Kläger: Christoph Frey, Kaufmann in Kopenhagen, Magdeburg und Berlin, sowie Albrecht Ludekingk, Kaufmann in Kopenhagen, Halle und Magdeburg (Kläger) und als Gläubiger dieser Kaufleute die königlich dänischen und fürstlich magdeburgischen "Leib-Medicer" und "Doktoren der Arznei" Johann Bentz in Kopenhagen und Henrich Brandes in Magdeburg.- Beklagter: Apollonius (Apel) von Ebeleben, Besitzer des Gutes Wartenburg in Sachsen (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis a definitiva; Anspruch der Kläger als Zessionare der Leipziger Kaufleute Henrich Cramer und Caspar Schelhammer auf einen in Hamburg sequestrierten Smaragd, der angeblich 8500 Reichstaler wert war und von Hans Rautenkrantz, Handelsdiener und Makler aus Braunschweig, im Auftrag der Kaufleute Cramer und Schelhammer an deutschen Fürstenhöfen u.a. dem Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg angeboten worden war, der dann aber von Hans Rautenkrantz dem Beklagten verpfändet und schließlich bei Joachim Beckmann in Hamburg gegen 483 Taler versetzt worden war
211-2_F 16 Teil 1
F 1241
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> F
1576-1601
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Christodor(us) Engelhardt. Beklagter: Dr. Johann Jakob Krämer.- Instanzen: 1. Obergericht 1586-1591. 2. Reichskammergericht 1592-1595 (1591-1601).- Darin: Schuldverschreibungen aus den Jahren 1576-1585 des Hans Rautenkrantz für den Beklagten und Wulfken Lukam, des Christoph und Daniel Frey für Jakob von Bergen, Bürger zu Hamburg, sowie des Albrecht Ludekingk und der Katrina Ludekingk, geb. Frey, für Peter Mahle und Hans Bischoff, Bürger zu Hamburg, z.T. mit Verpfändungen des strittigen Smaragds; Zession von 1578 der Besitzansprüche an dem strittigen Smaragd durch die Kaufleute Henrich Cramer von Clausburg und Caspar Schelhammer, Ratsherr der Stadt Leipzig, an die Brüder Christoph und Daniel Frey; Gutachten der Juristen-Fakultäten der Universitäten Helmstedt von 1582 und der Universität Rostock von 1583 sowie der Universität Wittenberg, des Kurfürstlichen Hofgerichts in Wittenberg, der Schöppenstühle Halle, Leipzig und Magdeburg aus der Zeit um 1590; 2 Bittschreiben von 1598 des Beklagten an den Kaiser Rudolph II. und an den Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen, Administrator des Kurfürstentums Sachsen, sowie ein Schreiben von 1598 des Kaisers an das Reichskammergericht zur "Beförderung der Justiz" und eine Rekommandationsschreiben von 1601 des Herzogs von Sachsen für den Beklagten.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11105 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ