Hordt, Familie von (Bestand)
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VI. HA, FA Hordt, v.
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Laufzeit: 1773 - 1840
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Die folgenden Nachlässe sind gemeinsam (aus dem Besitz des Grafen Voss) vermutlich im Jahr 1908 (Akz. 43/1908?) an das Geheime Staatsarchiv gelangt. Es schien nicht zweckmäßig, sie auseinanderzureißen und sie nur wegen der unterschiedlichen Nachnamen der drei Verwandten an drei verschiedenen Orten zu verwahren. Unter anderem hätte es auch den Nachteil gehabt, dass die Briefe der Gräfin von Hordt an ihre Tochter hätten getrennt werden müssen von denen an ihre Geschwister, während ihr tagebuchartiger Charakter doch ihr Zusammenbleiben verlangt. Aus demselben Grund wurden bei jenen Briefen auf Kassierungen verzichtet, auch dann, wenn sie wesentlich Geschäftliches behandeln (das ist in der älteren Korrespondenz mit den Geschwistern der Fall, wo der Schulenburg´sche Erbprozess [vgl. über ihn: Geschichte der Standesherrschaft Leuthen, von Dr. H. Walter, Berlin 1915] viel Raum beansprucht). Zerstreut finden sich darin doch immer Notizen über die Hofgesellschaft.
Personalien:
a) Sophie C(h)ristine Dorothea Gräfin von Hordt (Hårdt) wurde 1735 geboren als Tochter des späteren Grafen und Kabinetts-Ministers Heinrich von Podewils und seiner 2. Frau, einer Gräfin Schulenburg. Sie war vier mal verheiratet: mit dem Legationsrat von Marschall, dem preußischen Gesandten in Kopenhagen von Haeseler, dem Oberstleutnant von Bredow und dem preußischen Generalleutnant von Hordt, einem geborenen Schweden und Verfasser anonymer Memoiren (mémoires d´un gentilhomme suédois, Berlin 1784). Sie starb im Jahre 1802.
Die als Korrespondenten vorkommenden beiden Brüder sind die Grafen Carl Ernst Georg (1738-1789) und Friedrich Werner von Podewils (+1809); der erstere Gesandter in Wien, der letztere ein Mitglied der Berliner Hofgesellschaft und vom Jahre 1795 ab Obermarschall.
b) Die bekannte Freundin der Königin Luise, Caroline Friederike von Berg (geb. von Haeseler, 1760-1826), Hofdame in Berlin, später in London ist die Tochter der Gräfin von Hordt.
c) Deren Tochter Luise (geb. von Berg, 1780-1865) heiratete 1800 den Enkel der Oberhofmeisterin der Königin (siehe auch den Nachlass VI. HA, Nl Sophie Marie v. Voß), den Grafen August von Voss, späteren preußischen Gesandten in Neapel.
Die Bestandsgeschichte und die Personalien wurden mit leichten Änderungen dem alten Findbuch entnommen, das 1924 durch Ludwig Dehio erstellt worden war. In dem Archivale Nr. 33 befand sich ein Brief Königin Luises an Frau von Berg vom 7. Oktober 1807, das aus den Diebstählen durch Viktor Minuth unter den kriegsbedingt ausgelagerten Beständen stammte und bei der Zurückführung anscheinend falsch eingeordnet worden war, da sich dieser Brief laut Findbuch nie im Familienarchiv von Hordt befand. Der Brief wurde daher im Jahr 2015 am vermutlichen Ursprungsort "GStA PK, Brandenburg-Preußisches Hausarchiv Rep. 49 T I Nr. 7 v. a. Briefe der Königin Luise an Frau von Berg, 1800-1810" eingeordnet. Im Jahr 2016 wurde diese Verzeichnung des Familienarchivs von Hordt in die Datenbank eingegeben und dabei die Laufzeiten der früheren Bände a Nr. 1a+b, a Nr. 7 a-u und c Nr. 1a-zz einzeln aufgenommen. In dem Zusammenhang wurde der Nachlass komplett neu verpackt und der Einfachheit halber nach laufenden Nummern umsigniert.
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurde das ehemals als I. Hauptabteilung Rep. 92 geführte Familienarchiv von Hordt im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Laufzeit: 1773-1840 und ohne Datum
Umfang: 1 lfm
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, FA von Hordt, Nr. ....
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Hordt, Nr. ....
Berlin, Mai 2016 (Sylvia Rose, Archivoberinspektorin)
Literatur:
- Anonym verfasst (Verfasser: Generalleutnant von Hordt), Mémoires d'un gentilhomme suédois. Berlin 1784 (Autobiographie von Hordts, zu a)
- K. v. Priesdorff (Hrsg.), Soldatisches Führertum. Teil 3, Hamburg [1937], S. 16 (Hinweis auf a)
- Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Briefe aus Italien 1828. Hrsg. und kommentiert von P. Betthausen. München und Berlin 2001 (zu c)
- Ph. Demandt, Luisenkult. Die Unsterblichkeit der Königin von Preußen. Köln, Weimar, Wien 2003, S. 12 u. ö. (zu b)
- Urte von Berg, Caroline Friederike von Berg. Freundin der Königin Luise von Preußen. Ein Portrait nach Briefen. Göttingen 2008.
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Hordt, v.
Die folgenden Nachlässe sind gemeinsam (aus dem Besitz des Grafen Voss) vermutlich im Jahr 1908 (Akz. 43/1908?) an das Geheime Staatsarchiv gelangt. Es schien nicht zweckmäßig, sie auseinanderzureißen und sie nur wegen der unterschiedlichen Nachnamen der drei Verwandten an drei verschiedenen Orten zu verwahren. Unter anderem hätte es auch den Nachteil gehabt, dass die Briefe der Gräfin von Hordt an ihre Tochter hätten getrennt werden müssen von denen an ihre Geschwister, während ihr tagebuchartiger Charakter doch ihr Zusammenbleiben verlangt. Aus demselben Grund wurden bei jenen Briefen auf Kassierungen verzichtet, auch dann, wenn sie wesentlich Geschäftliches behandeln (das ist in der älteren Korrespondenz mit den Geschwistern der Fall, wo der Schulenburg´sche Erbprozess [vgl. über ihn: Geschichte der Standesherrschaft Leuthen, von Dr. H. Walter, Berlin 1915] viel Raum beansprucht). Zerstreut finden sich darin doch immer Notizen über die Hofgesellschaft.
Personalien:
a) Sophie C(h)ristine Dorothea Gräfin von Hordt (Hårdt) wurde 1735 geboren als Tochter des späteren Grafen und Kabinetts-Ministers Heinrich von Podewils und seiner 2. Frau, einer Gräfin Schulenburg. Sie war vier mal verheiratet: mit dem Legationsrat von Marschall, dem preußischen Gesandten in Kopenhagen von Haeseler, dem Oberstleutnant von Bredow und dem preußischen Generalleutnant von Hordt, einem geborenen Schweden und Verfasser anonymer Memoiren (mémoires d´un gentilhomme suédois, Berlin 1784). Sie starb im Jahre 1802.
Die als Korrespondenten vorkommenden beiden Brüder sind die Grafen Carl Ernst Georg (1738-1789) und Friedrich Werner von Podewils (+1809); der erstere Gesandter in Wien, der letztere ein Mitglied der Berliner Hofgesellschaft und vom Jahre 1795 ab Obermarschall.
b) Die bekannte Freundin der Königin Luise, Caroline Friederike von Berg (geb. von Haeseler, 1760-1826), Hofdame in Berlin, später in London ist die Tochter der Gräfin von Hordt.
c) Deren Tochter Luise (geb. von Berg, 1780-1865) heiratete 1800 den Enkel der Oberhofmeisterin der Königin (siehe auch den Nachlass VI. HA, Nl Sophie Marie v. Voß), den Grafen August von Voss, späteren preußischen Gesandten in Neapel.
Die Bestandsgeschichte und die Personalien wurden mit leichten Änderungen dem alten Findbuch entnommen, das 1924 durch Ludwig Dehio erstellt worden war. In dem Archivale Nr. 33 befand sich ein Brief Königin Luises an Frau von Berg vom 7. Oktober 1807, das aus den Diebstählen durch Viktor Minuth unter den kriegsbedingt ausgelagerten Beständen stammte und bei der Zurückführung anscheinend falsch eingeordnet worden war, da sich dieser Brief laut Findbuch nie im Familienarchiv von Hordt befand. Der Brief wurde daher im Jahr 2015 am vermutlichen Ursprungsort "GStA PK, Brandenburg-Preußisches Hausarchiv Rep. 49 T I Nr. 7 v. a. Briefe der Königin Luise an Frau von Berg, 1800-1810" eingeordnet. Im Jahr 2016 wurde diese Verzeichnung des Familienarchivs von Hordt in die Datenbank eingegeben und dabei die Laufzeiten der früheren Bände a Nr. 1a+b, a Nr. 7 a-u und c Nr. 1a-zz einzeln aufgenommen. In dem Zusammenhang wurde der Nachlass komplett neu verpackt und der Einfachheit halber nach laufenden Nummern umsigniert.
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurde das ehemals als I. Hauptabteilung Rep. 92 geführte Familienarchiv von Hordt im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Laufzeit: 1773-1840 und ohne Datum
Umfang: 1 lfm
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, FA von Hordt, Nr. ....
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA von Hordt, Nr. ....
Berlin, Mai 2016 (Sylvia Rose, Archivoberinspektorin)
Literatur:
- Anonym verfasst (Verfasser: Generalleutnant von Hordt), Mémoires d'un gentilhomme suédois. Berlin 1784 (Autobiographie von Hordts, zu a)
- K. v. Priesdorff (Hrsg.), Soldatisches Führertum. Teil 3, Hamburg [1937], S. 16 (Hinweis auf a)
- Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Briefe aus Italien 1828. Hrsg. und kommentiert von P. Betthausen. München und Berlin 2001 (zu c)
- Ph. Demandt, Luisenkult. Die Unsterblichkeit der Königin von Preußen. Köln, Weimar, Wien 2003, S. 12 u. ö. (zu b)
- Urte von Berg, Caroline Friederike von Berg. Freundin der Königin Luise von Preußen. Ein Portrait nach Briefen. Göttingen 2008.
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Hordt, v.
Umfang: 1 lfm (89 VE); Angaben zum Umfang: 1 lfm (89 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ