Kurfürst Philipp von der Pfalz freit dem Prior und Konvent der observanten Augustiner zu Heidelberg, unter ausführlicherer Präambel und um fleissiges Gebet für den Pfalzgrafen, 60 Morgen Acker und zwei Wiesen in der Gemarkung zu Schriesheim, die an ihre dortigen Güter anstoßen. Die Güter hatte das Kloster von Agnes von Hirschberg, Witwe des Matthias Böcklin (Mathis Bocken), und Barbara (Warbel) von Erligheim, und ihren Erben und Geschwistern, gekauft. Nach Ausweis der Kaufbriefe waren die in adliger Hand befindlichen Güter von Bede, Steuer, Diensten und anderen Beschwerungen befreit. Kurfürst Philipp bestätigt diese Freiheiten, sodass das Kloster die Güter "wie fry" besitzen und gebrauchen soll, solange es in der Observanz der Augustinusregel, unter dem Vikariat der Provinz zu Sachsen, verbleibt. Der Austeller befiehlt seinen Amtleuten, Dienern, Untertanen usw., namentlich des Fleckens und der Zent zu Schriesheim, das Kloster bei diesen Freiheiten zu belassen und zu schirmen.