Hieronymus Friedrich von Stammer auf Prietitz, Großhartmannsdorf und Hermsdorf, Landvogt des Kurfürsten Friedrich August III., Herzog zu Sachsen, für das Markgrafentum Oberlausitz, Konferenzminister, Geheimer Rat und Domherr des Domstifts zu Meißen, bestätigt, dass der Kurfürst auf dem Schloss zu Bautzen bei der Entgegennahme der Erbhuldigung von den Oberlausitzer Ständen auch von Eleonore Henriette Gräfin von Einsiedel, geb. Ponickau, Ehefrau des Kabinettsministers Johann Georg Friedrich, Graf von Einsiedel auf Seidenberg, durch den bestellten Lehnskurator August Adolph von Below auf Großwelka, kurfürstlicher Kammerjunker und "Gegenhandler" in der Markgrafschaft Oberlausitz diese entgegengenommen hat nach Ablegung der Lehnspflicht. Ausgefertigt wurde ein neuer Erbbrief über das Erbgut Crosta (Crostau) mit Pertinentien, mit Rittersitz, Wohngebäuden, Scheunen, Ställen, Mühlen, Schäferei usw., einem freien Kretschmar und 4 Gärtnern mit ihren Diensten und Zinsen sowie Gerichtsbarkeit und der Jagd, soweit diese nicht nach Milkel gehört. Die oben genannte Besitzerin darf auch künftig ihre Güter frei vererben auch an Personen außerhalb ihrer Familie, d. h. sie hat völlige Testirfreiheit, allerdings müssen künftige Besitzer als solche in der Oberlausitz anerkannt werden können.