Schule und moderne Arbeitswelt: Wandel zur Industriegesellschaft zu wenig berücksichtigt?
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D671003/503
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1967 >> April
29. April 1967
(O-Ton) Willi von Helden, MdL, SPD, Göppingen: Beispiele aus noch in Gebrauch befindlichen baden-württembergischen Schullesebüchern, die den Verdacht überalterten Inhalts nahelegen / Die Jugendlichen der BRD kommen berufsunreif in die Betriebe / Die Schule hat den Wandel der Welt zur modernen Industriegesellschaft zu wenig beachtet / Sich den in der Umwelt wirkenden Kräften aufschließen statt auf dem Umweg über die Literatur jahrzehntelang zurückliegende Tatbestände deuten / Die Schule als "Brücke zum Leben" (Eduard Spranger): keine in sich abgeschlossene pädagogische Provinz / (4'26)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Technik, Wirtschaft, Arbeit: ein Prozess rascher Veränderung / Geistiges Nachhinken der Gesellschaft / Einbruch sich überstürzender Forderungen in eine nach Stetigkeit verlangende pädagogische Welt / Komplexe Strukturen in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat sind der unmittelbaren Anschauung entzogen: Sinngebung des unmittelbaren Umgangs ergänzen durch Orientierung in komplizierten und abstrakten Strukturen / Vereinfachen ohne zu verfälschen / Zur modernen Arbeitswelt hinführen / Aufgabe der politischen Bildung / (3'48)
(O-Ton) Walter Erbe, Prof. Dr., MdL, FDP/DVP, Tübingen: Die Begriffe Bildung und Arbeit im Brockhaus: Entfaltung der Persönlichkeit, auf höhere Dinge gerichtet, Arbeit negativ besetzt nach biblischem Fluch / Seltsame literarische Blüten des Kampfes um die Arbeitsfreude in den zwanziger Jahren / Die Bildung von gestern will ihr schlechtes Gewissen gegenüber der Arbeiterklasse nachträglich beschwichtigen / (2'54)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Technik, Wirtschaft, Arbeit: ein Prozess rascher Veränderung / Geistiges Nachhinken der Gesellschaft / Einbruch sich überstürzender Forderungen in eine nach Stetigkeit verlangende pädagogische Welt / Komplexe Strukturen in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat sind der unmittelbaren Anschauung entzogen: Sinngebung des unmittelbaren Umgangs ergänzen durch Orientierung in komplizierten und abstrakten Strukturen / Vereinfachen ohne zu verfälschen / Zur modernen Arbeitswelt hinführen / Aufgabe der politischen Bildung / (3'48)
(O-Ton) Walter Erbe, Prof. Dr., MdL, FDP/DVP, Tübingen: Die Begriffe Bildung und Arbeit im Brockhaus: Entfaltung der Persönlichkeit, auf höhere Dinge gerichtet, Arbeit negativ besetzt nach biblischem Fluch / Seltsame literarische Blüten des Kampfes um die Arbeitsfreude in den zwanziger Jahren / Die Bildung von gestern will ihr schlechtes Gewissen gegenüber der Arbeiterklasse nachträglich beschwichtigen / (2'54)
0:14:55; 0'14
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Arbeit
Berufswelt: Arbeiter
Bildung
Industriegesellschaft
Intellektueller
Jugend
Pädagogik
Schule
Technik: Fortschritt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ