An Bürgermeister und Rat der Stadt Reuttlingen
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7466
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
(15)62 Juni 1, Montag
Regest: Die Unterzeichneten haben Ulrich Wolffert, Doctor der Rechte, Sebastian Lieber, Melchior Stebenhaber und Uriel Kröl, ihre Vettern, Schwäger und Freunde, zu Erledigung (= zweck Freilassung) ihres nunmehr lange Zeit gefangenen Vetters und Schwagers Onoffrius Lieber mit mündlichem Auftrag zu Bürgermeister und Rat in Reuttlingen abgefertigt. Sie bitten, diese Abgesandten in ihrer Werbung (= ihrem Anliegen) gutwillig anzuhören, ihnen wie den Unterzeichneten selbst hierin guten Glauben zu schenken und sich willfährig zu erzeigen, dass ihr Vetter und Schwager aus den gegründeten und ansehnlichen Ursachen, die Bürgermeister und Rat aus solcher mündlichen Werbung anhören werden, nicht weiter mit Haft beschwert, sondern ohne Verzug aus seiner langwierigen Haft entledigt (= entlassen) wird.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Georg Besserer von Rohr,
Ulrich, Hans, Walther und Wilhelm Ehinger von Balzheim,
Brüder und Vettern,
Christof und Eglof Neidthardt, Vettern,
Hans, Leo und Wilhelm Kraft, Vettern,
Eustachius Güntzburger,
Doctor der Rechte Johann, auch Ulrich und Anthoni Schermar,
Brüder,
Petrus Feurer und Wölfgang Stamler, Doctores der Rechte,
Erasmus, Jörg und Hermann Roth, Vettern,
Hans und Ulrich Lew, Brüder,
Carl Rhelingar,
Anthoni Schleicher,
Christof Gienger,
Hieronymus Gessler und Matheus Gregg, alle zu Ulm.
Georg Stebenhaber,
Gabriel Neidthardt,
Narciss Lieber, zu Augsburg.
Christof Zwickher,
Ludwig von Freyburg, beide Bürgermeister,
Barthlome Wolffert, Doctor der Arznei,
Caspar Bufler und Hans Stebenhaber, zu Memmingen
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite 5 Petschaft-Abdrücke
Genetisches Stadium: Or.
Ulrich, Hans, Walther und Wilhelm Ehinger von Balzheim,
Brüder und Vettern,
Christof und Eglof Neidthardt, Vettern,
Hans, Leo und Wilhelm Kraft, Vettern,
Eustachius Güntzburger,
Doctor der Rechte Johann, auch Ulrich und Anthoni Schermar,
Brüder,
Petrus Feurer und Wölfgang Stamler, Doctores der Rechte,
Erasmus, Jörg und Hermann Roth, Vettern,
Hans und Ulrich Lew, Brüder,
Carl Rhelingar,
Anthoni Schleicher,
Christof Gienger,
Hieronymus Gessler und Matheus Gregg, alle zu Ulm.
Georg Stebenhaber,
Gabriel Neidthardt,
Narciss Lieber, zu Augsburg.
Christof Zwickher,
Ludwig von Freyburg, beide Bürgermeister,
Barthlome Wolffert, Doctor der Arznei,
Caspar Bufler und Hans Stebenhaber, zu Memmingen
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite 5 Petschaft-Abdrücke
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ