Familien- und Herrschaftsarchiv von Edelsheim (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Edelsheim
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Adel >> von Edelsheim
Überlieferungsgeschichte
Die aus Würzburg stammende Familie verdankt ihren Aufstieg in den Reichsfreiherrenstand, ihren Namen und umfangreichen Besitz in der Wetterau den Verdiensten ihres Ahnherrn Johann Georg Seyffert (1641-1723), des Geheimen vormundschaftlichen Rats des Grafen Friedrich Casimir von Hanau und späteren Landespräsidenten. Durch Heiraten mit namhaften Adelsfamilien verbunden, waren auch einige seiner Nachfahren in hanauischen, kurhessischen und preußischen Diensten weiterhin erfolgreich. Unter Markgraf Karl Friedrich traten die beiden Urenkel Johann Georg Seyfferts von Edelsheim in badische Dienste. Der ältere, Wilhelm von Edelsheim (1737-1793) war zunächst Hofrat, von 1767-1770 Gesandter in Wien, seit 1774 Mitglied des Geheimen Rats. Sein jüngerer Bruder, Georg Ludwig (1740-1814) seit 1784 in badischen Diensten, bald ebenfalls Mitglied des Geheimen Rats, vertrat Baden beim Rastatter Kongress und wurde 1807 Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Von seinen drei Enkeln wurde Leopold (1826-1893) als Adoptivsohn des Grafen Franz von Gyulai de Moros K.K. General der Kavallerie, Wilhelm August (1824-1904) als Oberstkammerherr enger Berater der Großherzogin Luise von Baden, Ludwig Wilhelm (1823-1872), von seinem Freund Franz von Roggenbach, dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, in die badische Verwaltung berufen, zunächst badischer Gesandter in Wien. Während seiner früheren Tätigkeit als Abgeordneter der kurhessischen 1. Kammer mit Verfassungsfragen vertraut, schien er wie kein anderer geeignet, das badische Bestreben nach einer föderativen Einigung Deutschlands unter der Führung Preußens und einer Loslösung von Österreich zu vertreten. 1865 übernahm er die Nachfolge Roggenbachs als badischer Staatsminister.
Den größten Teil des Bestandes hinterlegte im Jahr 1910 Franz Freiherr von Edelsheim (Münster). In den Jahren 1922-1982 folgten weitere Hinterlegungen.
Inhalt und Bewertung
Urkunden: Erwerb der Güter in der Wetterau.- Heiraten, Standeserhöhung, Erbschaften, Stiftungen
Akten: Familiengeschichte, Personaldokumente einzelner Mitglieder der Familie und verschwägerter Familien, Verlassenschaften.- Private und politische Korrespondenz.- Handakten aus politischer Tätigkeit.- Verwaltung der hessischen Güter
Die aus Würzburg stammende Familie verdankt ihren Aufstieg in den Reichsfreiherrenstand, ihren Namen und umfangreichen Besitz in der Wetterau den Verdiensten ihres Ahnherrn Johann Georg Seyffert (1641-1723), des Geheimen vormundschaftlichen Rats des Grafen Friedrich Casimir von Hanau und späteren Landespräsidenten. Durch Heiraten mit namhaften Adelsfamilien verbunden, waren auch einige seiner Nachfahren in hanauischen, kurhessischen und preußischen Diensten weiterhin erfolgreich. Unter Markgraf Karl Friedrich traten die beiden Urenkel Johann Georg Seyfferts von Edelsheim in badische Dienste. Der ältere, Wilhelm von Edelsheim (1737-1793) war zunächst Hofrat, von 1767-1770 Gesandter in Wien, seit 1774 Mitglied des Geheimen Rats. Sein jüngerer Bruder, Georg Ludwig (1740-1814) seit 1784 in badischen Diensten, bald ebenfalls Mitglied des Geheimen Rats, vertrat Baden beim Rastatter Kongress und wurde 1807 Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Von seinen drei Enkeln wurde Leopold (1826-1893) als Adoptivsohn des Grafen Franz von Gyulai de Moros K.K. General der Kavallerie, Wilhelm August (1824-1904) als Oberstkammerherr enger Berater der Großherzogin Luise von Baden, Ludwig Wilhelm (1823-1872), von seinem Freund Franz von Roggenbach, dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, in die badische Verwaltung berufen, zunächst badischer Gesandter in Wien. Während seiner früheren Tätigkeit als Abgeordneter der kurhessischen 1. Kammer mit Verfassungsfragen vertraut, schien er wie kein anderer geeignet, das badische Bestreben nach einer föderativen Einigung Deutschlands unter der Führung Preußens und einer Loslösung von Österreich zu vertreten. 1865 übernahm er die Nachfolge Roggenbachs als badischer Staatsminister.
Den größten Teil des Bestandes hinterlegte im Jahr 1910 Franz Freiherr von Edelsheim (Münster). In den Jahren 1922-1982 folgten weitere Hinterlegungen.
Inhalt und Bewertung
Urkunden: Erwerb der Güter in der Wetterau.- Heiraten, Standeserhöhung, Erbschaften, Stiftungen
Akten: Familiengeschichte, Personaldokumente einzelner Mitglieder der Familie und verschwägerter Familien, Verlassenschaften.- Private und politische Korrespondenz.- Handakten aus politischer Tätigkeit.- Verwaltung der hessischen Güter
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST