1.3.1.10. Hörstgen
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Tektonik
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.3. Herrschaften >> 1.3.1. A - M
Kreis Moers ”Ist eine immediate freye Reichs Herrlichkeit zwischen das Geldrische und Cöllnische belegen, auch mehrernteils davon mit einer canal geschieden... Berurth freye Reichs Herrlichkeit Hörstgen ist unterm 20. Dec. 1678 von weyland Frey Herrn Godharden von Mylendonck aus bewegenden ursachen an des Printzen von Oranien Hoheit ... William Henrich als damahligen Grafen zu Moers glorwürdigsten andenckens ... solemniter auffgetragen ... (Beschreibung von c. 1728, - HStAD, Moers, Leben, Specialia, 17 I, Bl. 1 ff. ; vgl. auch Keussen, Urkbuch Krefeld 5, Nr. 7160). Das Dorf ingen Hörstgen hatte bis dahin als Zubehör des Hauses bzw. der Herrschaft Fronenbruch gegolten, das geldrisches Leben war. Kurkölnische Ansprüche, Hörstgen gehöre zum Amte Rheinberg, waren vom Reichskammergericht 1556 und 1637 abgewiesen worden (vgl. HStAD, RKG M 1069/ 2815 und 1097/ 2862). Trotz der Lehnsabhängigkeit beanspruchten die Freiherren von Mlyllendonk mindestens seit dem Ende des 17. Jhs. sowohl für Hörstgen wie für Fronenbruch die Reichsunmittelbarkeit, zumal das Haus Fronenbruch 1713 als geldrisches Lehen außerhalb des Amtes Geldern nicht zu Brandenburg gekommen war (vgl. HStAD, Moers, Lebhn, Spezialia17 III, Bl. 17 und Geldern, Justizhof III, 10). Die Nummern 1-11 des Bestandes, anscheinend Reste der Gerichtsregistratur, sind 1888 vom Landgericht Kleve abgegeben worden. Die Nummern 12-18 waren bereits vorhanden.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 08:22 MESZ