Nachlass Zeyss, Wilhelm (Bestand)
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NL Zeyss Wilhelm
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.1 Nachlässe und Familienarchive >> 5.1.2 Nachlässe >> Nachlässe T - Z
1928-2008
Vorwort: Zur Person: geb. 23.12.1909; Ingenieur; ab 1936 Tätigkeit im Heereswaffenamt in Berlin als Raketentechniker; im 2. Weltkrieg Mitarbeit im Ingenieurskorps der Luftwaffe an der Entwicklung der V2 in Peenemünde; enger Vertrauter von Wernher von Braun und Walter Dornberger; 1945 Zwangseingliederung in die sowjetische Technische Kommission; 1947 Verurteilung zu 10 Jahren Zuchthaus durch sowjetisches Militärgericht; 1954 Freilassung; Rückzug nach Wien; seit 1957 Wohnort in Pfronten/Allgäu, Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, u.a. in Antwerpen; verstorben 10.5.2002 Zum Bestand: Der Nachlass Wilhelm Zeyss bestand zunächst nur aus dem Exemplar seiner Lebenserinnerungen, das er selbst dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv übermittelt hatte. Im Jahr 2017 erklärten sich seine beiden Töchter bereit, persönliche Dokumente aus dem Nachlass von Wilhelm Zeyss dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv schenkungsweise zu überlassen. Darüber hinaus wurden zwei Privatdrucke übergeben, die von seiner Tochter Siglind Hönig 2015 bzw. 2016 herausgegeben worden waren. Es handelt sich dabei zum einen um eine überarbeitete und durch Abbildungen vermehrte Fassung der Lebenserinnerungen, und zum anderen um eine erweiterte Lebensbeschreibung, die nun auch die Ehefrau Dr. Gertrud Zeyss mit einbezieht und die u.a. auf einer Auswertung von Familienbriefen beruht. Die Aussagekraft des Nachlasses Wilhelm Zeyss liegt weniger in der Darstellung seiner beruflichen Laufbahn als Raketeningenieur, die ja im Nachlass lediglich durch Selbstzeugnis enthalten ist, als vielmehr in der Dokumentation der Bewältigung seines Nachkriegsschicksals. Aufgrund des vorhandenen Schriftverkehrs mit verschiedensten Behörden und den dafür notwendigen Nachweisen und Belegen für erlittene Nachteile lässt sich die ganze Bandbreite der bundesdeutschen Nachkriegspolitik in Bezug auf Wiedergutmachung und Entschädigung in einem Einzelfall nachzeichnen. Dr. Thomas Paringer April 2018
Nachlass Zeyss, Wilhelm
Sandra Karmann
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Bestand
Akten
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:04 MESZ