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Begründung der Ausweisung mehrerer Kasseler Bürger
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Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t]
Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t] >> Betreffe K >> 1 Ka >> 1.4 Kassel, Stadt >> 1.4 2 1360-1385
1381 Februar 01
Ausfertigung, Papier, Siegel.
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Bürgermeister, Schöffen und ganze Gemeinde der Stadt Kassel an Bürgermeister, Schöffe und Bürger gemeinlich zu Göttingen: die Angabe der aus Kassel Ausgewiesenen, dass sie unschuldig ausgewiesen seien, sei falsch; sie seien wegen ihrer (selbwald) gegen den Landgrafen und der (gedrengniße) gegen die Stadt Kassel vom Landgrafen und dem Rathe ausgewiesen worden. Der Landgraf und der Rat hätten sich zu schiedsgerichtlichem Austrag erboten; während der Verhandlungen aber haben sie erfahren, dass zwei mit Namen Hans Horbusch und der iunge Hartinberg, an die Markgrafen Friedrich und Balthasar von Meißen Klage geschickt hätte, der Landgraf würde sie bedrängen, was nicht der Wahrheit entsprach. Darauf habe der Landgraf die beiden in Gegenwart des Rates gefragt, ob sie hinter seinem und des Rates Rücken die Botschaft gesandt hätten; diese haben geantwortet, es sei Niemand von dem Rate dabei gewesen, als sie die Boten absandten, und seien infolgedessen mit denen, die mit ihnen dabei gewesen waren, aus der Stadt verwiesen worden. Außerdem haben sie ohne Wissen ihrer Mitschöffen, Urkunden entwendet wider ihrer geleisteten Eide. Was sie anders schrieben und sagten, möge man ihnen nicht glauben.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.