Nr. 301a: Schwester Alheid, Priorin, und der Konvet der Schwestern der Marienkirche auf der Neustadt zu Lemgo unter dem Gehorsam der Predigerbrüder vom Augustinerorden beurkunden, daß Johan Hodinctorp, Priester, um seiner, seiner Eltern und aller Christen Seligkeit willen gestiftet habe eine Rente von 12 Gulden jährlich, die sein verstorbener Bruder Hilbrand und er von der Stadt Stadthagen (Greven Alveshaghen) für 150 rheinische Gulden gekauft haben, und zwar 8 Gulden für den St. Johannis Altar in der Johanniskirche vor Lemgo, geheißen "primum Altar" zu einer ewigen Kommende, die nach seinem Tode auf Herman de Cruse, Kirchherrn zu Lemgo, und weiter auf Bertold Wynand, Sohn des Ondorp, übergehen und zuletzt von der Dechantin des Konvents verliehen werden soll. Folgen noch weitere Vorschriften. Die restlichen 4 Gulden sollen nach Hermanns und Bertolds Tode zur Tafel der Konventsschwester verwandt werden zur Speisung. Kommen noch mehr Stiftungen hinzu, sollen darüber Priorin und Konvent beschließen. Ist die Rente nicht mehr vorhanden, soll die Stiftung anders angelegt werden. Besiegelt mit dem Konventssiegel, dem Siegel Hermans de Cruce und Johan Hodinctorpe. Datum anno domini 1403 ipso die collacionis sancti Johannis baptiste (1403 August 29). Original auf Pergament mit drei anhängenden Siegeln (das erste Stiftssiegel abgefallen). Nr. 301b (angeheftet an Nummer 301a): Wilhelm, Elekt der Paderborner Kirche, bestätigt die Stiftung des Priesters Johan Hodinctorp. Datum anno domini 1403 ipso die Lucie virginis (1403 Dezember 13) Original auf Pergament mit anhängendem Siegel.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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