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Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms
I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie im
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1801-1840
1818 Oktober 21
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Fulda am 21ten October 1818
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie im Zuge einer Versteigerung und laut eines großherzoglichen Beschlusses von 1818 August 28 (Cassel den 28. August laufenden Jahres) den höchstbietenden Schäferei-Teilhabern aus Hainzell die in der dortigen Markung gelegene herrschaftliche Wüstung, genannt Stadtenrain, deren Lage im Folgenden genau beschrieben wird, zu folgenden Bedingungen in Erbpacht gegeben haben: 1. Innerhalb von vier Wochen ist von den Käufern der Kaufpreis in Höhe von 105 Gulden an das Rentamt in Großenlüder zu bezahlen. 2. Auf der Wüstung liegen jährlich 20 Kreuzer Erbzins und die anteilige einfache Grundsteuer, die ebenfalls an das Rentamt in Großenlüder zu zahlen sind. Die Käufer genießen die nächsten drei Jahre Abgabenfreiheit; der Erbzins ist erstmals an Martini [November 11] des Jahres 1821 zu bezahlen, die Grundsteuer erst ab 1822 Januar 1. 3. Sowohl die Käufer als auch ihre Nachkommen müssen Veränderungen in der Grundsteuerhöhe hinnehmen. Die Urkunde ist in zweifacher Form ausgefertigt worden. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung [großes kurfürstliches Regierungssiegel]. Ankündigung der Unterfertigung der Käufer. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Johan Seh depodirter / Johannes Schlitzer, depoditer
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vidit Koenig
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: in fidem subscriptionis deputationis / kurfürstliches rentamt / J. Comitti, kurhessisches Rentamt)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kurfürstliche Regierung Fulda
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.