Hausangelegenheiten des Hauses Lippe (Bestand)
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L 8
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.1. Fürstliches Haus
1344-1794
Erbherrliche Streitigkeiten mit Schaumburg-Lippe-Alverdissen 1654-1787 (66); erbherrliche Streitigkeiten mit Lippe-Brake und Schaumburg-Lippe (Hausverträge, Kirchensachen, Gerichtsbarkeit, Hoheit, Abgaben, Prozesse) 1344, 1614-1794 (253); Brakischer Erbfolgestreit mit Schaumburg-Lippe 1707-1792 (42).
Bestandsgeschichte: 1778 von Johann Ludwig Knoch zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Beim Bestand L8 handelt es sich um einen von Johann Ludwig Knoch formierten Pertinenzbestand, den er im Zuge seiner Tätigkeit ab 1762 angelegt und 1778 (vorläufig) beendet hatte.
Der Bestand umfasst 520 VZE in 170 Kartons. Der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf dem 17. und 18. Jahrhundert.
Inhaltlich bilden die zahlreichen, unterschiedlichen Streitigkeiten (Hoheit, Jurisdiktion, Konsistorialia, Militaria) zw. der Regierenden Linie zu Detmold und den erbherrlichen Linien zu Brake, Alverdissen, Bückeburg und Biesterfeld vor den verschiedenen Gerichten in Land und Reich (RKG, RHR) den Schwerpunkt der Überlieferung. V.a. sind hier auf die dauernden Querelen mit dem offensichtlich nach eigener Landesherrschaft strebenden Graf Otto zur Lippe-Brake (1621-1657) und die langwierigen, sich bis in 19. Jahrhundert hinziehenden Auseinandersetzungen mit Schaumburg-Lippe in der Brakischen Sukzession zu nennen.
Die Verzeichnung wurde wie bei den anderen Knochschen Beständen betont flach gehalten, da die scans des Knochschen Findbuchs in der VZE 9999 komplett vorliegen. Auf umfangreiche Namenlisten wurde wie stets für die genealogische Forschung in den "Enthältvermerken" verwiesen.
Auch wenn die Verzeichnung Knochs teilweise bis auf die Einzelblattebene geht, enthebt dies den Nutzer/die Nutzerin nicht, die Akten im Original einzusehen, zumal manches von Knoch auch sehr summarisch erfasst oder selten auch falsch datiert oder wiedergegeben wurde.
Nach Knochs Ableben wurde der Bestand von Clostermeier und anderen weiter fortgeführt bzw. ergänzt und verzeichnet.
Zu konsultieren sind v.a. auch die Bestände:
L 7 (Hausangelegenheiten), L 74 (Vertretung beim RKG und RHR), L 83- L86 obere Gerichte, L 37 Polizei- und Hoheitsakten, L 40 Militärakten, L 65 Konsistorialakten - Generalia, L 95 I-V(Nebenlinien/Paragialämter), L 56-60 (Dreißigjähriger Krieg), L 61 (Siebenjähriger Krieg), L 77 A und B (Lippische Regierung) und L 82 (RKG), denn getreu dem zeitgenössischen Pertinenzprizip hätte Knoch (und seine Nachfolger) auch viele Aktenverfolge in den meisten der vorgenannten Beständen (außer L 82, der erst später als Provenienzbestand nach hier kam) verzeichnen können.
Es ist nach Bestellnr. zu zitieren: L 8 Nr.
Detmold, im Juli 2019
gez. W. Bender
Bestandsgeschichte: 1778 von Johann Ludwig Knoch zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Beim Bestand L8 handelt es sich um einen von Johann Ludwig Knoch formierten Pertinenzbestand, den er im Zuge seiner Tätigkeit ab 1762 angelegt und 1778 (vorläufig) beendet hatte.
Der Bestand umfasst 520 VZE in 170 Kartons. Der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf dem 17. und 18. Jahrhundert.
Inhaltlich bilden die zahlreichen, unterschiedlichen Streitigkeiten (Hoheit, Jurisdiktion, Konsistorialia, Militaria) zw. der Regierenden Linie zu Detmold und den erbherrlichen Linien zu Brake, Alverdissen, Bückeburg und Biesterfeld vor den verschiedenen Gerichten in Land und Reich (RKG, RHR) den Schwerpunkt der Überlieferung. V.a. sind hier auf die dauernden Querelen mit dem offensichtlich nach eigener Landesherrschaft strebenden Graf Otto zur Lippe-Brake (1621-1657) und die langwierigen, sich bis in 19. Jahrhundert hinziehenden Auseinandersetzungen mit Schaumburg-Lippe in der Brakischen Sukzession zu nennen.
Die Verzeichnung wurde wie bei den anderen Knochschen Beständen betont flach gehalten, da die scans des Knochschen Findbuchs in der VZE 9999 komplett vorliegen. Auf umfangreiche Namenlisten wurde wie stets für die genealogische Forschung in den "Enthältvermerken" verwiesen.
Auch wenn die Verzeichnung Knochs teilweise bis auf die Einzelblattebene geht, enthebt dies den Nutzer/die Nutzerin nicht, die Akten im Original einzusehen, zumal manches von Knoch auch sehr summarisch erfasst oder selten auch falsch datiert oder wiedergegeben wurde.
Nach Knochs Ableben wurde der Bestand von Clostermeier und anderen weiter fortgeführt bzw. ergänzt und verzeichnet.
Zu konsultieren sind v.a. auch die Bestände:
L 7 (Hausangelegenheiten), L 74 (Vertretung beim RKG und RHR), L 83- L86 obere Gerichte, L 37 Polizei- und Hoheitsakten, L 40 Militärakten, L 65 Konsistorialakten - Generalia, L 95 I-V(Nebenlinien/Paragialämter), L 56-60 (Dreißigjähriger Krieg), L 61 (Siebenjähriger Krieg), L 77 A und B (Lippische Regierung) und L 82 (RKG), denn getreu dem zeitgenössischen Pertinenzprizip hätte Knoch (und seine Nachfolger) auch viele Aktenverfolge in den meisten der vorgenannten Beständen (außer L 82, der erst später als Provenienzbestand nach hier kam) verzeichnen können.
Es ist nach Bestellnr. zu zitieren: L 8 Nr.
Detmold, im Juli 2019
gez. W. Bender
236 Kartons = 360 Archivbände 1344-1794. - Findbuch: L 8.
Bestand
German
Heide Barmeier et al. (Hg.), Lippische Geschichte, 2 Bde. Petersberg 2019;
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, Köln 2. Aufl. 1978;
Ders., Memoiren des Generals Graf Ferdinand Christian zur Lippe (1668-1724), Lemgo 1959;
Willy Gerking, Die Grafen zur Lippe-Biesterfeld, Detmold 2001;
Margareta Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld, 275 Jahre Lippe-Weißenfeld ... ,Bd. I, Leer 2009;
Helge Bei der Wieden, Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg, Bielefeld 2014;
Ders. Schaumburg-Lippische Genealogie, 2. Aufl. Melle 1995;
Wilhelm Süvern: Brake, Geschichte des Schlosses und der Gemeinde Brake in Lippe, Lemgo 1960.
Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, Köln 2. Aufl. 1978;
Ders., Memoiren des Generals Graf Ferdinand Christian zur Lippe (1668-1724), Lemgo 1959;
Willy Gerking, Die Grafen zur Lippe-Biesterfeld, Detmold 2001;
Margareta Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld, 275 Jahre Lippe-Weißenfeld ... ,Bd. I, Leer 2009;
Helge Bei der Wieden, Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg, Bielefeld 2014;
Ders. Schaumburg-Lippische Genealogie, 2. Aufl. Melle 1995;
Wilhelm Süvern: Brake, Geschichte des Schlosses und der Gemeinde Brake in Lippe, Lemgo 1960.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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- 1.1.1. Fürstliches Haus (Archival tectonics)
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